Nokia 5 im Test: Edel trifft günstig

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Das Nokia 5 ist günstiger als das Nokia 6
Das Nokia 5 ist günstiger als das Nokia 6(© 2017 CURVED)

Das Nokia 6 bietet für wenig Geld viel Android. Das Nokia 5 ist günstiger. Wo Ihr Abstriche machen müsst, verrät der Test.

Welches Smartphone soll man wählen, wenn man den günstigen Einstieg in die Smartphone-Welt sucht oder die eine teure Neuanschaffung einfach nicht drin ist? In solchen Fällen habe ich früher immer gern das Moto E empfohlen. Frisches, einfaches Android, unkomplizierte Updates, genügend Leistung für Alltagsaufgaben und all das zum kleinen Preis. Mittlerweile hat sich Lenovo bei Moto-E-Kunden aber unbeliebt gemacht: Keines der günstigen Geräte erhielt das Update auf Android 7.0 Nougat.

Nokia beziehungsweise der neue Nokia-Hersteller HMD Global will das mit dem Nokia 5 besser machen. Das Gerät soll wie das Nokia 6 nicht nur stetig Sicherheitspatches erhalten, sondern auch neue Android-Versionen relativ schnell nach deren Veröffentlichung. Auch deswegen hat der Hersteller schon jetzt ein Update auf das kommende Android O versprochen. Damit die Geräte die Software-Aktualisierungen so schnell erhalten, setzt HMD Global auf ein nahezu unberührtes Betriebssystem ohne eigene Oberfläche und ohne Zusatz-Apps wie einen eigenen Mail-Client oder einen eigenen Kalender.

Top-Verarbeitung für einen Einsteiger

Das Nokia 5 und das Nokia 6 haben aber noch weitere Gemeinsamkeiten als nur die nahezu identische Software. Schaut man sich die Smartphones von vorn an, sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Beide Geräte verfügen über ein Aluminiumgehäuse. Allerdings ist das des Nokia 5 etwas kleiner, sein Bildschirm misst 5,2 statt 5,5 Zoll.

Mit der Diagnole schrumpft auch die Auflösung. Statt Full-HD ist nur HD mit 1280 x 720 Pixeln drin. Für ein Gerät in dieser Preisklasse ist das gerade noch so vertretbar. Tatsächlich machte der Bildschirm im Test sogar einen besseren Eindruck als das Pendant im Nokia 6, weil er deutlich heller strahlt. Ansonsten ist das Gehäuse des Nokia 5 etwas runder als das des 6ers, dabei auch nicht minder gut verarbeitet. Für ein Einsteiger-Smartphone fühlt sich das Gerät sehr hochwertig an.

Ausreichend Leistung und gute Kameras

Im Innern gibt es dann wieder einen gemeinsamen Nenner: den Snapdragon 430 von Qualcomm. Statt mit drei kommt das Nokia 5 aber nur mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, und statt 32 stehen nur 16 GB Speicher zur Verfügung. Letzterer lässt sich aber mit einer passenden microSD-Karte erweitern. Leistungstechnisch steht das Nokia 5 dem Nokia 6 aber kaum nach. Es erreicht ähnliche Werte im AnTuTu-Benchmark (Nokia 5: 43769 Punkte, Nokia 6: 47122 Punkte). Damit steht Euch genug Leistung für den Alltag zur Verfügung. Apps öffnen ohne Verzögerung und auch das eine oder andere Spielchen ist drin.

Auch bei den Kameras gibt es Unterschiede: So löst die rückwärtige Optik beim Nokia 5 nur mit zwölf und nicht mit 16 Megapixeln auf. Trotz der Reduzierung gehen die Ergebnisse aber durchaus in Ordnung. Die Farben sind lebendig, die Bilder bieten einen hohen Grad an Detailgenauigkeit. Nur Freunde von Panorama-Fotos haben das Nachsehen. Diesen Modus gibt es in der Kamera-App nicht. Die Selfie-Kamera nimmt, wie beim 6er, Fotos mit acht Megapixeln auf. Sie taugen auf jeden Fall für Facebook, Snapchat, Instagram und Co..

Fazit: Android-Einsteiger mit Spaß-Faktor

Immer aktuelles und sicheres Android, erweiterbarer Speicher, brauchbare Kameras und genügend Leistung für den Alltag: Was will man von einem Einsteiger-Smartphone mehr? Eben. Für das Nokia 5 ruft HMD Global 209 Euro auf. Damit ist das Gerät zwar etwas teurer als das vergleichbare Moto G5 (UVP 199 Euro). Für den Zehner extra verspricht HMD Global aber fixe Updates.

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