Nokia 8 Sirocco im Test: Das edle Upgrade im Hands-on [mit Video]

Jetzt zeigt HMD Global, dass es auch richtig edel: Das Nokia 8 Sirocco kommt im richtig edlem Gehäuse und mit aktuellem Android. Das Hands-on.

Die Nokia Smartphones von HMD Global hatten bislang immer eines gemeinsam. Sie boten brauchbare Technik zum fairen Preis. Selbst das Top-Gerät Nokia 8 war mit 579 Euro im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Geräten noch relativ günstig. Nun hat das Unternehmen auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein bisher teuerstes Gerät vorgestellt: Das Nokia 8 Sirocco kostet 749 Euro.

Wo sind die Unterschiede zum Nokia 8?

Anders als beim neuen Nokia 6 erinnert beim Sirocco nur noch sehr wenig an das erste Nokia 8. In unserem Test nannten wir das Gerät "das unaufgeregte Flaggschiff". Davon ist nicht mehr viel übrig. Das fängt schon beim Display an. Das ist beim Sirocco zu den Seiten abgerundet und erinnert damit an das Samsung Galaxy S9. Die Rückseite besteht, das ist heutzutage modern, aus Glas. Zwischen Rücken und Bildschirm sorgt ein Rahmen aus Metall für Stabilität. Außerdem ist das Gehäuse wasserdicht.

Ein besonderer Coup ist dem Design-Team bei den Tasten an den Seiten gelungen. Die liegen so tief im Gehäuse, dass sie, von betrachtet, nicht zu sehen sind. Das verleiht dem Nokia-Smartphone ein futuristisches Aussehen. Der Rest ist Standard: Unten gibt es einen Anschluss zum Laden, auf der Rückseite, unter der Dualkamera liegt der Fingerabdrucksensor. Einen Kopfhöreranschluss gibt es nicht.

In Sachen Leistung unterscheidet sich das Sirocco dagegen kaum vom Nokia 8. Im Innern taktet Qualcomms Top-Prozessor aus dem Vorjahr. Das klingt alt, tatsächlich sorgt der Chip aber auch 2018 noch für viel Leistung. Anwendungen und Spiele aller Art bereiten dem Sirocco keine Problem. Auch Displaygröße und -Auflösung bleiben gleich. Der Bildschirm ist 5,5 Zoll groß und zeigt Inhalte mit 2560 x 1440 Bildpunkten. Das ist messerscharf und sorgt durch die abgerundeten Ecken für einen Extra-Wow-Effekt.

Dualkamera und Doppel-Bild-Aufnahme

Für gute Fotos, besonders bei schlechtem Licht, soll die Dualkamera auf der Rückseite sorgen. Sie ist, wie beim Ur-Nokia-8, in Zusammenarbeit mit Zeiss entstanden. Laut Hersteller bietet sie unter anderem einen zweifach optischen Zoom. Außerdem könnt ihr hochauflösende 4K-Videos und Material von der Front- und Rückkamera gleichzeitig aufnehmen.

Ihr müsst euch übrigens keine Sorgen machen, dass der Speicher knapp wird. Der ist mit 128 Gigabyte üppig bemessen und außerdem per microSD-Karte erweiterbar. Darüber hinaus könnt ihr auch das hochaufgelöste Material kostenlos bei Google Fotos laden. Normalerweise verkleinert der Cloud-Dienst Bilder beim Hochladen automatisch, wenn ihr ihn kostenlos nutzen wollt. Beim Betriebssystem setzt HMD Global auf Android 8.0 Oreo. Weil das Smartphone Teil des "Android One"-Programmes ist, profitieren Käufer außerdem von schnellen Updates. Aber da hat sich HMD Global ja ohnehin noch nie lumpen lassen.

Vorläufiges Fazit: ein Glanzstück

Das Nokia 8 Sirocco fühlt sich extrem hochwertig, außerdem sieht das Display extrem schick aus. Gut gefällt auch der Kniff mit den Seitentasten. Trotzdem stellt sich die Frage, ob das Smartphone nach dem MWC mit der Konkurrenz von Samsung mithalten kann. Die Antwort gibt es dann im ausführlichen Test.

Das Nokia 8 Sirocco kommt im April 2018 für 749 Euro auf den Markt.

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