Nubia Z11 Mini im Test: Highend-Design trifft Mittelklasse-Hardware

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Nubia Z11 mini
Nubia Z11 mini(© 2016 CURVED)

Mit Nubia kommt im Juli eine neue Smartphone-Marke nach Deutschland. Wir haben das Mittelklasse-Modell Nubia Z11 Mini schon in den Händen gehabt und sagen Euch, ob es sich lohnt, auf die Edelmarke zu warten.

Bereits im Herbst 2015 erschien mit dem Nubia Z9 Mini ein Modell der Edelmarke in Deutschland. Im Juli 2016 will der chinesische Hersteller sein Angebot erweitern. Im Gespräch sind unter anderem das Nubia Z11 als Flaggschiff und dessen kleinere Mittelklasse-Version Nubia Z11 Mini. Was das kompakte Smartphone außer einem schicken Metallrahmen, viel Glas und dem markanten roten Homebutton noch zu bieten hat, erfahrt Ihr hier.

Snapdragon 617 und Dual-SIM

Optisch erfüllt das Nubia Z11 Mini den Anspruch Nubias, eine Edelmarke zu sein. Zudem sind der Metallrahmen und die Vorder- und Rückseite aus Glas gut verarbeitet und liegen angenehm in der Hand. Mit seinem fünf Zoll großem Touchscreen gehört es zu den kompakteren Android-Smartphones. Das Full-HD-Display verfügt über ein scharfes, detailliertes Bild sowie kräftige Farben und stabile Blickwinkel. Für meinen Geschmack dürfte es aber gerne weniger spiegeln.

In der schönen Verpackung erwartet Euch Mittelklasse-Hardware, die nicht nur das Betriebssystem und die Nutzeroberfläche flüssig laufen lässt, sondern sogar grafisch aufwendige Spiele wie Asphalt 8 in höchster Qualität spielbar auf den Bildschirm zaubert. In Zahlen ausgedrückt: Der Snapdragon 617 erreicht zusammen mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher im Antutu-Benchmark rund 43.000 Punkte und bei Geekbench 3 schafft er 735 und 2481 Punkte im Single- und Multi-Core-Test.

Der interne Speicher fällt mit 32 Gigabyte ordentlich aus. Die vorinstallierte Software belegt allerdings stolze zehn Gigabyte. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 22 Gigabyte für Eure Daten frei sind. Sollte das nicht genügen, könnt Ihr die Speicherkapazität mit einer microSD-Karte erhöhen. Die Speicherkarte nimmt dann allerdings der zweiten SIM-Karte den Platz weg.

Android mit vielen Extras

Nubia liefert das Z11 Mini noch mit Android 5.1.1 aus, ein Update auf Android 6.0 Marshmallow ist nicht in Sicht. Das Betriebssystem versieht der Hersteller mit seiner Nubia UI, die aufgeräumt ist und neben den vorgeschriebenen Google-Apps noch einige eigene Anwendungen mitbringt - aber nicht mit Bloatware nervt. Dafür bringt die Software Sonderfunktionen mit: Im SuperScreenshot-Tool könnt Ihr Bildschirmfotos in verschiedenen Formen und frei wählbarer Größe anfertigen sowie ein Bildschirmvideo drehen oder Webseiten als langes Foto festhalten. Ungewöhnlich für ein fünf Zoll großes Smartphone ist die angebotene Bildschirmteilung, die aber nicht richtig funktioniert und bei großen Smartphones wie dem Samsung Galaxy Note 4 mehr Sinn ergibt.

Gewöhnungsbedürftig, aber hilfreich sind die Touch-Gesten. Am bekanntesten dürfte das Doppeltippen auf das ausgeschaltete Display zum Aufwecken des Smartphones sein. Darüber hinaus könnt Ihr mit drei Fingern nach oben über den Touchscreen wischen, um einen Screenshot aufzunehmen. Oder mit drei Fingern zur Seite wischen, um zwischen laufenden Apps hin- und herzuwechseln. Immerhin ein kleiner Ersatz für die fehlende Multitasking-Übersicht. Ebenfalls nicht weit verbreitet sind die Edge-Gesten. Durch verschiedene Wischbewegungen an den Displayrändern startet Ihr eine App oder verstellt die Helligkeit des Bildschirms.

Fingerabdrucksensor und 16 Megapixel

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Nubia Z11 Mini arbeitet sehr schnell und ist ein alltagstauglicher Weg, das Smartphone zu entsperren. Zusätzlich dient er in der Kamera-App als Auslöser für Fotos.

Die Rückkamera des Nubia Z11 Mini nimmt Fotos mit 16 Megapixeln auf. Bei Tageslicht liefert sie Bilder mit hoher Detailgenauigkeit und kommt gut mit starken Kontrasten zurecht. Mitunter könnten die Farben etwas kräftiger sein. Bei Zimmerbeleuchtung oder in der Nacht geht die Bildqualität deutlich zurück. Die Aufnahmen geraten sehr pixelig und zu dunkel. Die Frontkamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln liefert gute Selfies mit vergleichsweise hoher Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben. Nur starke Kontraste bereiten ihr erkennbar Probleme.

Fazit: ein schickes Mittelklasse-Smartphone

Eine offizielle unverbindliche Preisempfehlung für das Nubia Z11 Mini gibt es in Deutschland noch nicht. Im Internet bekommt man es aber derzeit schon für rund 290 Euro als Importgerät. Ein Mittelklasse-Preis für den Ihr ein schickes Smartphone erhaltet, das zwar viele Bedienelemente bietet, aber nicht über die neueste Android-Version verfügt. Die Hardware gehört zwar nur zur Mittelklasse, ist aber für die meisten Einsatzzwecke völlig ausreichend. Die Kamera liefert tagsüber schöne Bilder und sollte bei wenig Licht lieber ausgeschaltet bleiben. Preis und Leistung sind in Ordnung, aber noch kein Grund, auf das Nubia zu warten. Das Hauptargument für die Marke ist das Design – wenn es Euch zusagt.

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