NuForce BE6i und BE Sport3 im Test: Bluetooth-Kopfhörer mit Kabel

NuForce BE6i und NuForce BE Sport3: Einmal elegant, einmal sportlich.
NuForce BE6i und NuForce BE Sport3: Einmal elegant, einmal sportlich.(© 2016 CURVED)

Ein Smartphone ohne Klinkenanschluss erwischt oder sowieso auf der Suche nach neuen Kopfhörern? Optoma hat mit den NuForce BE6i und Nuforce BE Sport3 zwei neue Modelle im Angebot. Wir haben uns die In-Ear-Kopfhörer umgehängt und angehört.

Während der NuForce BE6i eine dezente Weiterentwicklung der Nuforce BE6 mit Unterstützung von Bluetooth 4.1 und einer IPX5 zertifizierten Fernbedienung am Kabel sind, handelt es sich bei den NuForce BE Sport3 um eine Neuentwicklung mit einer etwas anderen Bauform.

Schick und sportlich: In-Ear

Sowohl bei den NuForce BE6i und den NuForce BE Sport3 sind die Ohrstöpsel mit einem Kabel verbunden, an denen sich eine Fernbedienung befindet. Das Kabel liegt im Nacken auf. Geschmacksache, ob man das mag oder nicht. Nehmt Ihr die Stecker aus den Ohren, baumeln sie um Euren Hals. Sie sind magnetisch und lassen sich zusammenstecken und können nicht mehr herunterfallen. In der Packung beider Kopfhörer findet Ihr Ohrstöpsel und EarWings in verschiedenen Größen, um sie an Eure Ohren anzupassen. Über die Fernbedienung kontrolliert Ihr die Lautstärke, startet und stoppt die Musikwiedergabe, nehmt Anrufe an und legt wieder auf. Auf dem Smartphone funktionierte das bei Musik- und Streaming-Apps wunderbar, auf dem Computer dagegen nicht. Beide NuForce-Modelle unterstützten AAC und aptX.

Die NuForce BE6i wirken für In-Ear-Kopfhörer vergleichsweise schwer. Dazu tragen sicherlich das Metallgehäuse und die 10mm großen Treiber, die ungewollte Echos verhindern sollen, ihren Anteil bei. Sie sind nach IPX5 schweißresistent und vor Spritzwasser geschützt, die Akkulaufzeit soll bis zu acht Stunden reichen. Im Handel zahlt Ihr momentan rund 110 Euro für die BE6i – ähnlich viel wie für die BE6. Die Verbindungskabel zwischen den Steckern sind platt und optisch wirken sie – genau wie die Fernbedienungen – nicht so hochwertig wie die Ohrstecker. Eine Stoffummantelung wäre schön gewesen.

Die NuForce BE Sport3 sind dagegen nicht nur schweißfest, sondern nach IP55 auch regensicher und staubdicht – so wie es sich für Sport-Kopfhörer gehört. Ihr Gehäuse besteht aus Metall und Polycarbonat. Ihr sollt mit einer Akkuladung bis zu zehn Stunden lang Musik beim Workout hören können. Bei Ihnen lässt sich das Verbindungskabel mit einer Klemme kürzen und so für den Sport anpassen. Die Stecker haben zudem einen leichten Knick. "Spin Fit TwinBlad" nennt sich diese Bauform und soll für bessere Stabilität, sicheren Halt und Geräuschisolierung sorgen. Die BE Sport 3 sollen in Deutschland bald erhältlich sein, aber bisher gibt es nur einen Preis für die USA von 79 Dollar. Auch wenn der Euro-Preis noch nicht genau feststeht, dürften sie am Ende günstiger als die NuForce BE6i sein.

Ordentlicher Klang

Die NuForce BE6i schließen das Ohr nicht komplett ab, halten aber sehr viele Umgebungsgeräusche draußen. So kann man sich auch im Büro etwas Ruhe verschaffen. Der Klang ist in Ordnung, aber sehr auf die Mitten orientiert und wirkt fast zu gleichmäßig. Bässe und Höhen sind gut zu hören, könnten aber beide für meinen Geschmack noch ausgeprägter sein. Eine App für Einstellungen oder Soundprofile gibt es nicht. Was mir negativ auffiel: Die Bluetooth-Verbindung zu meinem OnePlus 2 hielt nicht zuverlässig, war aber nach dem direkten Wechsel zum MacBook einwandfrei. An dieser Stelle war es hilfreich, dass ich den BE6i mit beiden Geräten gleichzeitig verbinden konnte.

Bei den NuForce Sport3 klappte die Bluetooth-Verbindung dagegen problemlos. Für mich klingen sie ebenfalls gut ausgesteuert, haben aber sogar etwas mehr Bass und klingen noch etwas klarer als die BE6i. Doch fehlt mir am Ende immer noch der letzte Schliff für einen perfekten Klang. Beim Sport kommt einem der stärkere Bass aber entgegen. Apropos Sport, mit den richtigen Ohrstecker und ggf. einem Earwing sitzen die Kopfhörer sicher und fest im Ohr und rutschen auch bei starken oder lange anhaltenden Erschütterungen nicht aus dem Ohr. Als einziger Schwachpunkt bleibt das Verbindungskabel, das an Klamotten oder einem verschwitzten, klebrigen Nacken hängen bleibt und einem Stecker aus dem Ohr ziehen kann. Sie schirmen Euch nicht komplett aber schon deutlich von der Umgebung ab, mir persönlich sind es aber zu wenig Umgebungsgeräusche, die beim Laufen durch den Straßenverkehr an mein Ohr dringen.

Fazit: sportlich ist besser

Aus klanglichen Grünen solltet Ihr zu den NuForce BE Sport 3 greifen, die nicht nur besser klingen sondern auch noch etwas günstiger sind, mehr aushalten und eine etwas längere Akkulaufzeit haben. Als Argument für die NuForce BE6i bleibt am Ende nur das elegantere Design. Wenn Euch das Verbindungskabel stört, dann solltet Ihr einen Blick auf die Erato Apollo 7, die Vervelife Verveones oder The Dash werfen.


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