Pfiffige Pucks: Chromecast (2015) und Chromecast Audio im Test

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Chromecast und Chromecast Audio
Chromecast und Chromecast Audio(© 2015 CURVED)

Ende vergangener Woche erreichte uns eine riesige Box von Google. Darin: viel Popcorn, Chips und - frisch aus Mountain View eingetroffen - der neue Chromecast (2015) und Chromecast Audio von Google. Der Test.

Ich mag es, das neue Chromecast Audio. Vor allem, weil es von oben wie eine winzige Schallplatte aussieht. Für solche Design-Raffinesse ist Google ja nicht gerade bekannt. Der neue Dongle macht das, was schon den Original-Chromecast auszeichnete: Dumme Geräte smart zu machen. So macht der neue Chromecast Audio aus einfachen Boxen internetfähige Geräte. Alles, was es dafür braucht, ist ein WLAN.

Nie wieder Gepaire

Und das ist auch für mich schon der ganz große Pluspunkt an dem neuen Audio-Dongle von Google: Dieses ewige Bluetooth-Gepaire mit meinem Smartphone und den smarten Boxen in meiner Wohnung hat ein Ende. Dass die Geräte nach einiger Zeit der Inaktivität die Verbindung verlieren: Hat ein Ende: Das Bluetooth neben aktiviertem WLAN Strom verbraucht: Hat ein Ende. Habe ich WLAN, habe ich Audio - so einfach ist das.

Die Einrichtung ist denkbar einfach: Die Apps von Spotify, Play Music, Deezer, Rdio und weiteren Anbieter sind schon Chromecast-kompatibel. Nachdem Ihr den Dongle mit dem WLAN verbunden habt, erscheint in Euren Apps das entsprechende GoogleCast-Symbol. Klickt Ihr darauf, könnt Ihr das Abspielgerät auswählen. Das Gute daran: Wie weit Ihr Euch von der Box entfernt, ist egal. Denn wie der Video-Chromecast schickt die App nur die Url für den Song an den Chromecast Audio, der diesen dann wiederum aus dem Netz streamt. Beschränkungen durch die Bluetooth-Reichweite sind damit Geschichte.

Musik abspielen - mehr ist (noch) nicht drin

Ebenfalls gut gelöst für Android-Smartphone-Besitzer: Unterstützt eine App noch nicht Chromecast Audio, dann könnt Ihr immerhin noch den Sound über den Cast-Button in der Notification Bar nutzen - oder die Chromcast-App selbst.

Und was kann das Ding jetzt außer Musik abspielen? Nichts. Genauer: noch nichts. Aktuell fehlt es noch an Gruppen-Funktionen und etwa der Möglichkeit, das Video-Signal per Chromecast an den Beamer zu schicken und das Audio-Signal über Chromecast Audio an Eure Boxen. Doch daran arbeiten die Entwickler schon. Wenn Ihr allerdings glaubt, mit ein paar Chromecast Audios ein Sonos-System mit Multi-Lautsprecher-Unterstützung, speziellen Audiotools und vielem mehr nachbauen zu können: Sorry, das ist nicht möglich. Dafür kostet es natürlich auch viel weniger - gerade einmal 35 Euro - und arbeitet problemlos mit iOS, Android, Chrome OS Windows und OS X über das Tab-Casting im Chrome-Browser.

Verbesserungen beim "normalen" Chromecast

Und der neue Chromecast? Lohnt sich hier ein Update? Für mich auf jeden Fall. Denn als Chromecastler der ersten Stunde ist mein Stick recht ramponiert. Es mag an den beengten Verhältnissen hinter meinem Fernseher liegen oder an der Bauweise des Sticks, aber nach einiger Zeit war der HDMI-Anschluss verbogen. Offenbar war ich nicht der einzige Nutzer, der diese Probleme hatte. Der neue Video-Chromecast hat ein Kabel bekommen, das über Magneten zu Transportzwecken auch direkt am Gehäuse des Dongles haften kann. Ansonsten macht der neue Chromecast seinen Job genauso zuverlässig wie der alte, ist dafür aber noch ein Stück weit schneller geworden. Die Wartezeiten beim Streamen von Filmen und Serien von Netflix, Maxdome, Watchever,  Google Play Movies oder Youtube sind ein wenig kürzer. Der Kniff: Kompatible Apps verbinden sich schon vor dem Streamingbefehl Eurerseits mit dem Chromecast und laden Inhalte vor. Drückt Ihr dann auf Play, starten der Film oder die Serie schneller.

Weil die Hardware insgesamt etwas leistungsfähiger geworden ist, könnt Ihr einige Spiele-Apps auch direkt auf dem Chromecast laufen lassen. Euer Smartphone dient dabei als Controller.

Fazit: Klare Kaufempfehlung

Wenn Eure alten Boxen langsam beginnen, im Regal zu verstauben, weil Eure alte Anlage nur CDs abgespielt hat, dann macht sie mit dem neuen Chromecast Audio smart. 35 Euro bedeuten gute Leistung für einen kleinen Preis. Und Ihr müsst nicht gleich zum teuren Sonos-System greifen. Allerdings macht Chromecast Audio Euer Lautsprechersystem auch nicht so smart, dass Ihr mit mehreren Dongles ein Multi-Speaker-System aufbauen könnt.

39 Euro wiederum kostet der Chromecast 2, den Google konsequent verbessert hat im Vergleich zum Vorgänger. Die neue Bauweise passt sich besser den Gegebenheiten hinter dem Fernseher an, der smarte Puck ist transportabel und hat in meinen Augen das größte Manko des ersten Chromecast beseitigt: die allzu langen Ladezeiten. Deswegen gibt es von uns für dieses unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Chromecast-Neuzugänge eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

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