Plantronics BackBeat Fit im Test

Die BackBeat Fit von Plantronics sind wasserfeste In-Ear-Kopfhörer für den Sport.
Die BackBeat Fit von Plantronics sind wasserfeste In-Ear-Kopfhörer für den Sport.(© 2016 CURVED)

Beim Sport sind große Kopfhörer oft unbequem. Doch wer schon mal mit In-Ears gejoggt ist, weiß auch, dass das nicht unbedingt die beste Lösung ist. Plantronics verspricht mit seinen BackBeat Fit ein Headset, das man beim Training gar nicht spüren soll. Der Test.

Das Einrichten der BackBeat Fit ist simpel. Per Bluetooth werden sie mir Eurem Smartphone oder Tablet verbunden. Die Reichweite für diese Verbindung beträgt etwa zehn Meter. Per App (iOS und Android) könnt Ihr dann die Firmware-Updates auf die Kopfhörer spielen, die Sprache ändern und zwischen verbundenen Geräten umschalten. Vergesst Ihr über die Zeit was welcher Knopf macht, findet Ihr in der App noch eine Anleitung.

Aufsetzen schwierig, Tragegefühl super

Auch wenn die BackBeat Fit sonst eine super Figur machen: Beim Aufsetzen verliert das Design. Ihr könnt die In-Ears leicht drehen und den Winkel (+/- 20 Grad) dadurch so anpassen, dass sie gut zu Eurem Ohr passen. Doch diese Einstellung sitzt nicht fest, sondern geht ziemlich leicht. Die In-Ears drehen sich also beim Anfassen meistens wieder mit. So wird es eine fummelige Angelegenheit, bis die Teile dann endlich im Ohr sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bügel über die Ohren gehen und sich dabei einen Konkurrenzkampf mit meinen Brillenbügeln liefern.

Die Plantronics BackBeat Fit sitzen mit einem Bügel hinterm Ohr.(© 2016 CURVED)

Sind die In-Ears dann endlich mal da, wo sie sollen, sitzen sie sehr bequem. Das Verbindungskabel im Nacken spürt man nicht, da es mit etwas Abstand zum Kopf relativ starr vor sich hin baumelt. So gibt es beim Training nichts an der Position zu korrigieren. Wenn es einmal sitzt, dann sitzt es.

Viele Funktionen, wenig Knöpfe

An beiden Ohren befinden sich zwei große und zwei kleine Knöpfe, um die Funktionen zu steuern. Die Kleinen sind dabei höher auf dem Rand gelegen, sodass man sie gut erfühlen kann. Der große Button auf der rechten Seite ist für das Annehmen und Auflegen von Anrufen. Der kleine am Ring dient dem Ein- und Ausschalten der BackBeats sowie dem Koppeln mit Smartphones oder Tablets.

An den Seiten befinden sich große, schwarze Knöpfe.(© 2016 CURVED)

Links steuern wir mit dem großen Knopf das Abspielen und Pausieren der Musik. Ein Doppeltipp springt zum nächsten Track, Gedrückthalten spielt den vorherigen Titel ab. Der kleine Button ist hier für das Erhöhen und Verringern der Lautstärke zuständig.

Wasserdicht und schweißfest

Das Besondere an den Kopfhörern ist, dass sie wasserfest sind. Bis zu einem Meter und 30 Minuten (IP57) könnt Ihr mit den BackBeat Fit "auf Tauchstation" gehen. Doch die Bluetooth-Verbindung funktioniert unter Wasser nicht. Habt Ihr beim Sport viel geschwitzt, könnt Ihr die BackBeat Fit einfach im Wasser abspülen. Im Test hat das mit unserem Modell problemlos funktioniert.

Die Plantronics BackBeat Fit sind wasserfest: Regen macht den Kopfhörern nichts aus, und Ihr könnt sie problemlos abwaschen.(© 2016 CURVED)

Gute Akkulaufzeit

Mit dem Deepsleep Mode gehen Eure Kopfhörer automatisch in einen Standby-Modus, der sehr batterieschonend ist. Das ist vor allem praktisch, wenn Ihr vergesst sie auszuschalten und sie in Eurer Sporttasche liegen bleiben. So habt Ihr beim nächsten Training trotzdem noch genug Power, um Musik zu hören.

Wer zwischendrin wissen möchte, wie denn gerade der Akkustand der Kopfhörer ist, muss keine LED suchen. Ein Klick auf den Power-Button reicht, schon bekommt Ihr den aktuellen Ladezustand durchgesagt. Das ist entweder "fully charged", "listen time 1-8" hours" oder "battery low" (weniger als eine Stunde Musik hören). Insgesamt hielt der Akku im Test etwa für sieben bis acht Stunden Spielzeit. Im Standby halten sie laut Herstellerangaben etwa zwei Wochen. 15 Minuten am Strom reichen für eine Stunde Musik hören. Es dauert etwa zwei Stunden, um sie vollständig aufzuladen.

Musik- und Anrufqualität

Gut gefallen hat mir das problemlose Annehmen von Anrufen. Die Tasten sind gut zu erreichen. Mein Gesprächspartner hat mich immer gut verstanden – auch wenn die Qualität ungefähr so klingt, als wenn im Fernsehen ein Anrufer zum Moderator durchgestellt wird. Die Umgebungsgeräusche werden mittelmäßig gut unterdrückt. Immer wenn ich gesprochen habe, war fast ausschließlich meine Stimme zu hören. Doch wenn mein Gesprächspartner redete, war er dann doch ab und an wegen des Geräuschpegels in meiner Umgebung abgelenkt.

Auch beim Musikhören war ich mit der Qualität der Backbeats zufrieden. Die Mitten sind angenehm, die Höhen manchmal etwas schrill, viel Bass braucht man nicht zu erwarten. Doch insgesamt ist die Klangqualität gut. Da die Kopfhörer für eine sichere Benutzung im Straßenverkehr gemacht wurden, schneiden sie Euch nicht komplett von der Außenwelt ab. So könnt Ihr beim Joggen immer noch hören, wenn sich ein Auto oder ein Radfahrer nähert. Ich empfinde das als sehr angenehm, weil geschlossene Kopfhörer gerade beim Laufen oft dumpfe Schläge in den Ohren produzieren.

Fazit: sehr gelungene Fitnesskopfhörer

Ich würde sie vielleicht nicht als Alltagsheadset verwenden, aber beim Sport bestechen die BackBeat Fit vor allem durch den guten Tragekomfort. Dass man sie abwaschen kann und der Akku lange hält, hat mich ebenfalls überzeugt. Ich trage sie ausschließlich beim Sport und bin nur von dem Gefummel beim Aufsetzen ein wenig genervt. Doch das kann ich gemessen an der guten Qualität der Kopfhörer, verschmerzen. Die BackBeat Fit von Plantronics gibt es in sieben verschiedenen Farben für ca. 130 Euro.

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