Porsche Design Book One im Test: das Hands-on [mit Video]

Angefangen hat es mit Autos und einer Sonnenbrille. Inzwischen verpasst Porsche Design immer mehr Tech-Produkten den typischen Look. Nach Smartphones und Lautsprechern nimmt sich die Designschmiede jetzt Notebooks bzw. 2-in-1-Geräte vor – und hat auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona das Porsche Design Book One vorgestellt.

Das Porsche Design Book One schaut zunächst wie ein massiver Metallblock aus. Doch wenn man sich dem Gerät nähert, fallen die markanten Details auf. Aufgeklappt hat es gar nichts mehr von einem Block, sondern erinnert an das Surface von Microsoft. Große Überraschung, wenn man es dann in der Hand hält: Es ist viel leichter, als ich erwartet hatte. 758 Gramm wiegt das Tablet alleine, zusammen mit der Tastatur sind es 1580 Gramm.

Schickes Display, schwache Scharniere

Um das Tablet von der Tastatur zu lösen, müsst Ihr eine Taste an der Seite gedrückt halten, bis sich die Sicherung gelöst hat. Dann lässt sich das Tablet abnehmen. Ich fand das allerdings zu schwergängig und musste ruckeln und stark am Tablet ziehen. Bei unserem Hands-on-Gerät handelt es sich aber nach Angaben von Porsche Design um ein Vorserienmodell.

Das ist hoffentlich auch die Erklärung für die zu leichtgängigen Scharniere. Dafür muss man wissen: Das Display könnt Ihr, anders als beim Surface, um 360 Grad drehen. Wählte ich im Notebook-Modus jedoch einen zu steilen Winkel, klappte das Display von selbst herunter und blieb nicht stehen. Das kann eigentlich nicht Sinn der Sache sein und gestaltet sich hoffentlich bei den finalen Geräten anders.

Davon abgesehen ist das 13,3 Zoll große Display mit einer Auflösung von 3200 x 1800 Pixeln ein wahre Augenweide.

Anstecktastatur mit eigenem Akku

Die Tastatur des Porsche Design Book One ist angenehm groß, das Touchpad reagiert präzise auf Eingaben und bietet einen kleinen Hub. Mir sind allerdings die Tasten zu weich und leichtgängig. Bei einem so hochwertigen und teuren Gerät erwarte ich mehr Widerstand beim Tastenhub und Tasten, die nicht bei der ersten leichten Berührung "flattern".

In der Tastatur befindet sich ein Akku mit 45 Wattstunden, der die 25-Wattstunden-Batterie im Tablet ergänzt. Zusammen sollen die beiden Lithium-Polymer-Akkus für eine Laufzeit von bis zu 14 Stunden sorgen.

Darüber hinaus packt Porsche Design die bestmögliche Hardware in das 2-in-1-Gerät. So befindet sich ein Core i7-U7500 aus der aktuellen siebten Generation von Intel als Chipsatz an Bord. Ergänzt um 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und einen 512 Gigabyte großen SSD-Speicher. Für die Grafikberechnungen ist der Intel HD Graphics 620 zuständig, als Betriebssystem ist Windows 10 vorinstalliert.

Zu den Schnittstellen gehören je ein USB-C-Anschluss an Tablet und Tastatur und zwei USB-A-Anschlüsse an der Tastatur. Im Lieferumfang ist ein USB-C-zu-HDMI-Adapter enthalten, genau wie der Book One Pen. Der Stylus verfügt über 2048 Druckstufen, ist magnetisch und lässt sich ihn an der Seite des Tablets befestigen.

Vorläufiges Fazit

Das Book One von Porsche Design ist ein Surface im neuen Look. Den man mag oder nicht. Allerdings lässt sich Porsche Design den Namen für das 2-in-1-Gerät auch vergolden: 2795 Euro soll das Porsche Design Book One kosten, wenn es im April in Deutschland in den Handel kommt.

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