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RHA MA750i im Test: Edelstahl, Edelklang

RHA MA750i
RHA MA750i (© 2014 CURVED )
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27.07.14 von

Shu On Kwok

Das junge Unternehmen RHA aus Glasgow hat sich auf die Fahnen geschrieben, hochqualitative In-Ear-Kopfhörer in außergewöhnlicher Qualität zu moderaten Preisen herzustellen. Ob es ihnen gelungen ist, verrät Euch unser Test des MA750i.

Was ist RHA? Dieser Gedanke schoss mir das erste mal durch den Kopf, als die erste Pressemitteilung in mein Email-Fach aufpoppte. Nach ein wenig Recherche stieß ich schnell auf den Apple Store, die neben Beats, Sennheiser, BeoPlay, Bowers & Wilkins auch Kopfhörer der besagten Firma Namens RHA im Sortiment hatten. Na, wenn Apple die auch schon in seinem Store führt, dann kann das schon mal keine minderwertiger Technik sein. Nach einigen Mails und wenigen Tagen lag auch schon das erste Paar schottischer In-Ear-Kopfhörer auf meinem Tisch.

Alleine bei der Verpackung haben sich die Klangspezialisten aus Glasgow Mühe gegeben. Und dieses Engagement setzte sich auch in der Verpackung fort. Während sich die meisten Hersteller von In-Ear-Kopfhörern nur drei oder vier Paar Silikonaufsätze für einen tadellosen Sitz im Ohr beilegen, begrüssen einem bei den RHA MA750i gleich eine ganze Armada bestehend aus acht paar Aufsätze. So ausgerüstet sollten die edlen Kopfhörer in nahezu jeden Gehörgang passen. Neben diesen wichtigen Aufsetzen gibt es noch einen Kabelclip, ein kleines Leder-Täschen und natürlich der Kopfhörer selbst.

RHA MA750i
Für jedes Ohr etwas dabei: So viele unterschiedliche Aufsätze bietet kein anderer Hersteller (© )

Edle Haptik

Die RHA MA750i sind schwerer als gewöhnliche Kopfhörer. Das liegt sicher auch daran, dass die Klangspezialisten aus Glasgow diverse Teile aus Edelstahl haben fertigen lassen. Das Gehäuse des Kopfhörers ist genauso aus dem hochwertigen Metall wie der Klinkenanschluss und die Kabelfernbedienung. Für Haptik-Fetischisten wie mich ist das schon mal ein klarer Pluspunkt. Hier hätte sich sogar Apple eine Scheibe davon abschneiden können, denn deren In-Ear Kopfhörer werden an diesen Punkten aus Plastik gefertigt.

RHA MA750i
Viel Edelstahl kommt beim MA750i zum Einsatz. Das fühlt sich gut an (© )

Wieviel Liebe im Detail steckt, merkt man erst auf den zweiten Blick. Der Klinkenstecker besitzt am Anschluss einen kleinen Plastiküberstand. Dieser verhindert, dass der ansonsten aus Edelmetall bestehende Stecker Euer ebenfalls aus Metall gefertigtes iPhone 5S oder HTC One M8 zerkratzt. Auch am Knickschutz: eine kleine Feder oberhalb des Steckerendes schützt das Kabel an dieser Stelle vor möglichen Kabelbrüchen recht gut.

RHA MA750i
Liebe zum Detail: Der Plastikring am Stecker schützt vor Kratzern am Smartphone und die Feder vor Kabelbrüchen. (© )

Die Fernbedienung ist speziell für die Nutzung von Apple-Produkten ausgerichtet. Angeschlossen an ein iOS-Device oder einen Rechner mit OS X kann man durch mehrfaches Drücken der mittleren Taste einen Track weiter- oder zurückspringen. Schließt man den Kopfhörer an ein Telefon mit Android oder Windows Phone an, dann kann man über die Fernbedienung immer noch die Lautstärke justieren, Musik abspielen, anhalten und auch telefonieren, lediglich die Skip-Funktion fehlt. Ein Vorteil für iOS- und Mac-Nutzer.

Tragekomfort auch für aktive Träger

Gewöhnungsbedürftig ist die Trageweise der schottischen Kopfhörer. Bei den meisten In-Ear-Kopfhörern verlaufen die Kabel von den Ohrstöpseln senkrecht nach unten. Bei den MA750i verläuft das Kabe lvielmehr einmal um die Ohrmuschel herum und erst dann in Richtung meines iPhone 5. Nach einigen Tagen des Tragens ist diese Trageform angenehmer, besonders beim Joggen oder anderen Freizeit-Aktivitäten. Den Ohrstöpsel schnell mal herausziehen ist auch kein Problem, denn das Kabel ist durch das Ohr gesichert und verhindert, dass der Ohrstöpsel der Schwerkraft folgt.

RHA MA750i
Wie ein Haken, den man sich um die Ohrmuschel legt, schmiegen sich die MA750i an (© )

Klarer Sound ohne übertriebene Beats

Klasse Design, tolle Haptik und guter Tragekomfort. Wo ist der Haken? Doch nicht etwa beim wichtigsten Kriterium eines Kopfhörers, dem Sound? Hier kann man aber Entwarnung geben: Die MA750i zeichnen sich durch sehr klare Höhen und Mitten aus. Der Bass ist präsent, aber nicht zu druckvoll. Genau das Richtige also für meine Bedürfnisse. Wer aber druckvolle und omnipräsente Bässe braucht, der sollte bei Beats-Kopfhörern bleiben.

Fazit

Die RHA MA750i sind wirkliche Ohrenschmeichler, die aber auch durch das Design und die edlen Materialen auch den anderen Sinnen schmeicheln. Einzig das gummierte Kabel fiel aus dem hochwertigem Gesamtpaket heraus. Was kostet's? Mit einem Listenpreis von 99,95 Euro seid Ihr dabei. Kein Schnäppchen, so viel steht fest. Aber im Vergleich zu den Beats Tour In-Ear mit einem Listenpreis von 149 Euro sind die RHA MA750i tatsächlich doch noch ein Schnäppchen.

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In diesem Artikel

RHA MA750i: Testbericht und Fotos

Top
  • Sehr guter ausgewogener Klang
  • Überzeugende Verarbeitung
  • Hochwertige Materialauswahl
  • Viel Zubehör
Flop
  • Gummierung des Kabels
  • Zu wenig Bass für Beats-Anhänger
Wie findet ihr das? Stimmt ab!

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