Samsung GALAXY Note 3 - Erster Test des Topmodells!

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Samsung Galaxy Note 3: Samsungs aktuelles Top-Modell
Samsung Galaxy Note 3: Samsungs aktuelles Top-Modell(© 2013 Marc Stockrahm)

Nachdem ich nun ein wenig Zeit mit dem brandneuen Samsung GALAXY Note 3 verbringen konnte, möchte ich euch meine ersten Eindrücke nicht vorenthalten.

Lieferumfang

Das Gerät bietet das fast schon übliche "Standard"-Zubehörpaket. So findet sich in dem braunen Pappkarton folgendes Zubehör wieder:

  • Samsung GALAXY Note 3
  • Li-Ionen Akku 3200 (mAh)
  • Netzladegerät
  • USB 3.0-Datenkabel
  • 3,5 mm In-Ear Stereo-Headset
  • verschiedene In-Ear Silikonstöpsel
  • Eingabestift (S-Pen)
  • Ersatzminen und Zange
  • Kurzanleitung

Verarbeitung

Das Samsung GALAXY Note 3 kommt trotz des großen Displays und starken Akkus mit einem angenehm flachen Gehäuse, genauer mit Abmessungen von 151.2 x 79.2 x 8.3 mm, daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 168 Gramm für ein Gerät dieser Größe als sehr angemessen zu bezeichnen; bei der gebotenen Ausstattung inklusive des riesigen Touchscreens gehen das Gewicht und die Größe meines Erachtens nach vollkommen in Ordnung.

Die Gehäuseoptik mit dem schwarzen Kunststoff kann man als sehr schlicht und zurückhaltend bezeichnen. Egal, ob man die Front- oder Rückseite des Samsung GALAXY Note 3 nimmt, beide sind wohl aus Gewichtsgründen komplett aus Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, dem Gehäuse lässt sich trotz auswechselbarem Akku und der damit einhergehenden demontierbaren Rückwand, kein Knacken oder Knarzen entlocken. Klar kann es nicht mit einem Sony XPERIA Z1 oder HTC One mithalten, dafür fehlt es einfach an hochwertigen Materialien wie Glas oder Metall, doch insgesamt ist es schon auf ziemlich gutem Niveau angekommen. Hierbei wirkt das ganze Gehäuse und die Verarbeitung sehr stabil und hochwertig.

Was den Farbton des Gerätes angeht, wirkt die durchgängig schwarze Gehäusevariante wirklich edel und dezent. Das Rückcover bietet eine Lederoptik, auch wenn es Kunststoff ist, riecht es sogar nach Leder. Aufgrund der optischen Unterschiede zwischen beiden Farbvarianten ("Jet Black" oder "Classic White") muss wohl der persönliche Geschmack entscheiden. Ich empfehle die beiden Farben im direkten Vergleich live zu betrachen und dann erst eine Kaufentscheidung zu fällen.

Die Front des Gerätes wird vom großen und brillanten 5,7-Zoll-Display dominiert

Unterhalb des Displays befinden sich die drei samsungtypischen Hardware-Tasten wieder; die Tasten sind im Einzelnen von links nach rechts: "Menü", "Home" und "Zurück". Hier gilt noch anzumerken, dass nur die zentrale Taste eine echte "Hardware-Taste" ist, bei den anderen beiden Tasten handelt es sich um sensorische "Touch-Tasten".

Was mich freut, ist die Nachrichten-LED (RGB), die links vom Lautsprecher verbaut wurde. So kann man ohne Einschalten des Displays schon von weitem sehen, ob ein Ereignis in Abwesenheit stattgefunden hat. Hierzu zählen u.a verpasste Anrufe, SMS, E-Mails, Kalendereinträge. Sobald ein verpasstes Ereignis vorliegt, blinkt die LED rhythmisch hellblau. Lädt man den Akku, leuchtet die LED z.B. währenddessen rot, wenn der Akku voll ist grün. Mit Apps wie Light Flow aus dem Android-PlayStore lässt sich die LED für verschiedene Ereignisse individuell konfigurieren. So kann man eine individuelle LED-Farbe einstellen und beispielsweise die Blinkgeschwindigkeit variieren.

Kommen wir jetzt zum restlichen Teil des Gehäuses. Auf der oberen Gehäuseseite befindet sich der 3,5-mm-Headset-Anschluss. An der rechten Gehäuseseite hat man wiederum die Power-Taste, um das Gerät zu starten (bzw. zur Gerätesperre), auf der linken Seite des Gehäuses ist die Wipptaste zur Lautstärkenregelung verbaut worden. Die Geräterückseite beherbergt die 13.0-Megapixel-Kamera mit Autofocus und LED-Blitzlicht sowie die Lautsprecheröffnung. Der Akkudeckel lässt sich dank einer dafür vorgesehen Einkerbung problemlos öffnen; zum Vorschein kommen darunter der 3.200 mAh starke Akku, der micro SIM-Kartenschacht sowie der Einschub für die microSD Karte. Der Akku muss übrigens nicht entfernt werden, um die microSD Karte auszutauschen - ein sogenannter "hot swap" (Kartenwechsel im laufenden Betrieb) ist damit möglich. Die micro-SD wird übrigens direkt oberhalb der micro-SIM-Karte eingelegt, hier kommt ein neuer Kombi-Kartenschacht zum Einsatz.

Display

Der 5,7 Zoll große Touchscreen mit einer Full-HD Auflösung von 1080 x 1920 Pixeln beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt maximal 16,7 Mio Farben dar und ist selbstverständlich kapazitiv, Multitouch wird somit auch problemlos unterstützt. Das Display reagiert präzise auf die Eingabe per Finger oder S Pen (das ist der Stift auf der Rückseite). So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau treffen und bedienen.

Das besondere ist beim GALAXY Note 3 wohl der beiliegende Stift (wie gesagt auch S Pen genannt). So lassen sich wie in alter PDA-Manier sämtliche Menübefehle per Stift bedienen. Beim Note 3 ist der Stift vor allem zum Schreiben von Notizen oder kurzen Memos (S Note App) gedacht, einige entsprechende Apps liefert Samsung gleich mit. Weitere Details zur Bedienung folgen später im Test.

Was die Pixeldichte angeht, so kann sich das Samsung Galaxy Note 3 mit seinen 386 PPI (Pixel per Inch) durchaus sehen lassen. Es übertrifft hiermit die beispielsweise die 326 PPI  des "Retina Display" des Apple iPhones 5S, liegt aber hinter dem HTC One oder Sony XPERIA Z1. Fakt ist, mit bloßem Auge lassen sich bei aktuellen Top-Smartphones keinerlei Pixel ausmachen.

Einige "Groß"-Smartphones im Vergleich der Pixeldichte PPI (Pixel Per Inch):

  • ASUS Fonepad Note FHD - 6 Zoll - 367 PPI
  • Huawei Ascend Mate - 6,1 Zoll - 241 PPI
  • LG G2 - 5,2 Zoll - 424 PPI
  • Samsung GALAXY Mega -6,3 Zoll - 233 PPI
  • Sony XPERIA Z1 - 5,0 Zoll - 441 PPI
  • Sony XPERIA Z Ultra - 6,4 Zoll - 344 PPI
  • ZTE Grand Memo - 5,7 Zoll - 258 PPI

Ein vom Samsung GALAXY S4 übernommenes Feature ist übrigens die "Intelligenter Schlafmodus" (englisch: Smart Stay) genannte Funktion. Das Samsung GALAXY Note 3 hält die Displaybeleuchtung aktiv, solange man das Gerät auch wirklich betrachtet. Eine wirklich geniale Sache, wenn man wirklich mal einen längeren Text liest, so muss man nicht alle paar Sekunden das Display antippen um das Display aktiv zu halten. Um dies zu erreichen, benutzt Samsung schlicht und einfach die integrierte Frontkamera um zu überprüfen ob der Nutzer das Gerät betrachtet. Die Funktion kann übrigens im Menü aktiviert und deaktiviert werden. In wieweit sich dies auf die Akkulaufzeit auswirkt, ist schwer zu beurteilen. In meinem Test quittierte die Funktion allerdings in etwas dunklerer Umgebung den Dienst, da es dem Anschein nach die Augen einfach nicht mehr erkennen konnte.

Das Anzeigeformat wird selbstverständlich durch Drehen des Gerätes beeinflusst, da auch beim Samsung GALAXY Note 3 ein Lagesensor verbaut wurde. Hält man das Gerät also im Hochformat, ist der Bildschirminhalt auch im Hochformat ausgerichtet; hält man das Gerät dann im Querformat, so wechseln die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt ins Querformat. Hier wurde übrigens auch ein neues Feature namens "Smart Rotate" umgesetzt, das dafür sorgen soll, dass je nach Kopfneigung nicht automatisch ins Querformat gedreht wird. Dies ist vor allem beim Hinlegen praktisch, da die Anzeige so in Leserichtung bleibt.

Eine Augenweide stellen die Farbwiedergabe, der Kontrast und die Helligkeit des Samsung GALAXY Note 3 dar. Das Gerät kommt mit einem "HD Super AMOLED" getauften Display daher, was eine besonders satte und kontrastreiche Wiedergabe ermöglichen soll. Beim Test unter Sonnenlicht bleibt das Display noch lesbar, bei maximaler Helligkeit leidet allerdings die Akkulaufzeit merklich darunter.

Kamera

Das Samsung GALAXY Note 3 kommt mit einer 13.0-Megapixel-Kamera daher. Diese Kamera wurde auf der Rückseite samt eines LED Blitzlichts relativ auffällig und etwas herausstehend verbaut. Was die Einstellmöglichkeiten angeht, so hat das Samsung Galaxy Note 3 unter anderem folgende Punkte:

  • Selbstportrait (Ein/Aus)
  • Aufnahmemodus  (Auto, Schönes Porträt, Bestes Foto, Best Face, Sound & Shot, Drama, Animiertes Foto, Golf, HDR, Radierer, Panorama, Panorama-Aufnahme, Sport, Nachtmodus)
  • Smart Stability (An/Aus)
  • Auflösung (13MP/9.6MP/8MP/6MP/2.4MP)
  • Lautstärketaste (Zoom-Taste / Kamerataste / Aufnahmetaste)
  • Selbstauslöser (AUS / 2Sek./ 5Sek./ 10Sek.)
  • Weißabgleich (Auto / Tageslicht / Bewölkt / Glühlampe / Fluoreszent)
  • Belichtungswert (von -2 bis +2)
  • Hilfslinien (EIN / AUS)
  • Fotolicht (EIN / AUS / Auto)
  • Sprachsteuerung (EIN / AUS)
  • Kontextabhängige Dateinamen (EIN / AUS)
  • Speicher (SD-Karte / Gerät)

Die maximale Kameraauflösung für Standbilder liegt im 4:3 Format bei 4128x3096 Pixeln. Selbstverständlich bietet die Kamera einen Autofokus, der beim Auslösen der Kamera automatisch fokussiert und scharf stellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt ca. 3,0 - 4,5 MB groß; logischerweise abhängig vom gewählten Motiv und der Auflösungsstufe.

Was die Qualität angeht, liefert das Samsung GALAXY Note 3 wirklich sehr ordentliche Bilder. Man kann durchaus brauchbare Schnappschüsse mit der Kamera anfertigen; die Kamera steht anderen 8.0 bis 13.0-Megapixel-Modellen in nichts nach. Erst bei geringerem Licht treten die üblichen Probleme der kleinen Kameralinsen auf, so kommt es dann zu einem gewissen Rauschen und Unschärfe in den Bildern.

Wie schon beim Samsung GALAXY Note 2 beherrscht auch das GALAXY Note 3 Serienaufnahmen, bei der das Gerät sehr schnell 20 Bilder hintereinander schießt. Hierbei kann man auch einstellen, ob man per "Best Shot" das beste der 20 Bilder auswählen möchte. Die Auswahl geschieht entweder per Software oder aber man kann manuell auch mehrere Bilder aus der Serie herauspicken. Eine weitere Neuerung ist das Speichern von Fotos aus einer laufenden Videoaufnahme heraus. Hierbei erscheint während der Aufnahme ein kleines Kamerasymbol als Auslöser in der unteren Bildecke.

Das Samsung GALAXY Note 3 verfügt über eine Kamera ohne  Auslöseverzögerung

So sollte kein Bild mehr verpasst werden. In der Praxis merkt man das schon beim ersten Foto. Man will anfangs nicht glauben, dass ein geschossenes Bild schon aufgenommen und gespeichert ist. Wer bei den Bildern von Personen den Überblick behalten möchte, kann die Gesichts-Tag -Funktion nutzen. Das Gerät erkennt Gesichter auf den geschossenen Fotos automatisch. Das einzige, das man als Anwender noch tun muss, ist die jeweilige Person auf dem Foto mit dem entsprechenden Kontakt aus dem Telefonbuch zu verknüpfen. Hat man das erledigt, kann man geschossene Bilder in der Galerie nach Personen sortieren und bei Bedarf direkt mit dem passenden Kontakt per sozialem Netzwerk oder E-Mail teilen.

Neben Standbildern kann das Samsung GALAXY Note 3 natürlich auch Videos aufnehmen. Die maximale Videoauflösung liegt bei der wahnsinnigen 3840x2160 Pixeln, was dem neuen 2160p/i -Standard bzw.  Quad-Full-HD entspricht. Die Länge der aufgenommen Videos ist übrigens variabel; hier sind wahlweise zeitlich begrenzte (z.B. für MMS) oder unbegrenzt lange Aufnahmen (nur durch den freien Speicherplatz begrenzt) möglich. Insgesamt ist die Qualität gut, auch "normale" Full-HD 1080p Aufnahmen sehen auf dem heimischen TV-Gerät oder Computer wirklich sehr passabel aus. Für einen Haufen Fotos oder Videos ist übrigens erstmal ausreichend Speicherplatz vorhanden, das Samsung GALAXY Note 3 kommt mit 32GB internem Speicher daher, wovon allerdings nur ca. 25 GB nutzbar sind - der Rest wird vom Betriebssystem belegt bzw. reserviert.

Wo wir schon bei der Wiedergabe von Videos sind: Das Samsung GALAXY Note 3 kann durch die neue "Popup Play"-Funktion Videos im Fenstermodus abspielen. Das heißt man kann ein Video im Vollbild anschauen, und während der Videowiedergabe das Video nahtlos verkleinern. Nachdem das Video nun verkleinert weiterläuft, kann man die sonstigen Funktionen des Gerätes nutzen. Das Video selbst lässt sich hierbei komplett frei über den Bildschirm verschieben. Eine praktische Sache - man kann also ein Video ohne Unterbrechung laufen lassen, und währenddessen beispielsweise eine Notiz oder eine SMS schreiben.

Natürlich bietet das Samsung GALAXY Note 3 auch eine kleine Frontkamera zwecks Selbstportrait bzw. für Videochats, diese löst mit 2.0 Megapixeln auf, was 1.920 x 1.080 Pixeln entspricht.

Stift

Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, dem bereits erwähnten Stift, der eingeblendeten QWERTZ-Tastatur oder alphanumerischer Tastatur ist gut gelöst. Das Display reagiert auf die Eingaben sehr präzise, sodass es so gut wie nie vorkommt, dass man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss. Ansonsten ist die zur Verfügung stehende Fläche für die Tastatur natürlich mehr als ausreichend groß, selbst mit großen Fingern kann man so gezielt die einzelnen Tasten treffen. Sollte es aber mal doch zu einer Fehleingabe kommen, gibt es noch als kleinen Zusatz eine Rechtschreibkorrektur, die diese Fehler dann für den Nutzer ausbügelt.

Was die Eingabe per Stift angeht, so ist dies eine nette Ergänzung. Eben auf der Karte von Google Maps einen Treffpunkt eingekreist, eine kurze Notiz als Gedächtnisstütze geschrieben, all das bringt der Stift so mit sich. Auch für den, der bisher nicht mit der Bedienung per Finger auf dem Touchscreen zurechtkam, könnte die Bedienung des Gerätes per Stift eine echte Alternative darstellen.

Der Stift befindet sich übrigens fest verstaut in einer Haltemulde auf der Rückseite des Samsung GALAXY Note 3. Gegenüber seinem Vorgänger ist der Stift größer und auch zugleich griffiger geworden, auch passt der Stift nun in beiden Richtungen ins Gehäuse. Außerdem wurde die Position des Druckknopfes etwas verändert, sowie die Genauigkeit der Stiftspitze verbessert.

Der S Pen kann bis zu 1024 Abstufen der Drucksentivität auf das Display unterscheiden

Was den S Pen des Samsung GALAXY Note 3 so besonders gegenüber einfachen Stiften für kapazitive Display macht, ist die Druckempfindlichkeit. So ist es ein Zusammenspiel aus Stift und speziellem Display (Digitizer), was dafür sorgt, dass es bis zu 1024 Abstufungen in der Drucksentivität unterscheiden kann. Mit anderen Worten kann man wie mit einem normalen Stift auf dem Display des Galaxy Note 4 schreiben, je nach Stärke des Aufdrückens werden die Linien dann unterschiedlich fein oder breit auf dem Display dargestellt.

Software-Features

Natürlich hat Samsung dem GALAXY Note 3 wieder eine Menge neuer Softwarefunktionen mitgegeben. So dreht sich bei dem Gerät alles um eine neue S Pen-Funktion namens Air Command. Hierbei wird bei schwebendem Stift über dem Display ein Zusatzmenü mit 5 kreisförmig angeordneten Shortcuts eingeblendet. Die auswählbaren Funktionen sind:

  • Action Memo erlaubt es dem Anwender handschriftliche Notizen zu verfassen, die dann in Text umgeformt werden. Dabei erkennt das Note 3 automatisch die händisch geschriebenen Rufnummern, Internet- oder E-Mail Adressen und kann entsprechende Funktionen wie z.B. Anrufe ausführen.
  • Scrapbook bietet die Möglichkeit eine Art Notizbuch von besuchten Websites, videos, Bildern, etc. in einer hübsch aufbereiteten Galerie darzustellen. Dabei bleiben die gesammelten Bild- oder Textquellen jederzeit aufrufbar.
  • Screen Write hilft dabei Bildschirminhalte zu speichern und direkt Notizen in einen Screenshot zu schreiben
  • S Finder hilft dabei den Überblick zu behalten, indem man mit Stichworten oder Filtern das gesamte Smartphone auf gewünschte Inhalte durchsuchen kann.
  • Pen Window erlaubt es dem Anwender mithilfe des S Pen ein kleines, in der Größe frei definierbares Fenster zu öffnen, in dem sich spezielle Multi-Tasking-Programme wie der Browser, Taschenrechner oder YouTube öffnen lassen, ohne die Hintergrundanwendung zu verlassen.

Neben diesen neuen Funktionen gibt es auch das sogenannte MyMagazine, bei dem ähnlich zu Flipboard eine aufgehübschte Aufbreitung von Nachrichten und Social Media Content stattfindet. Endlich für alle verfügbar mit dem GALAXY Note 3 - Samsung KNOX, damit lässt sich in einen gesicherten Bereich wechseln in dem Daten und Anwendungen bzw. deren Inhalte besonders geschützt werden. Hierbei handelt es sich quasi um einen getrennten Container, der getrennt von sämtlichen privaten Smartphone-Inhalten zu betreiben ist. Dies ist vor für Firmen- bzw. Firmenkunden ein nettes und wichtiges Feature.

Weitere Software-Features

Neben denen in den anderen Kategorien bereits von mir angesprochenen neuen Funktionen des Samsung GALAXY Note 3, gibt es noch einiges das ich nicht erwähnt habe, dem ein oder anderen aber sicher schon vom Samsung GALAXY S4 bekannt ist. Dazu zählen unter anderem Air View, Smart Scroll oder Smart Pause.

Hinter dem Air View Begriff befinden sich diverse Funktionen die zum Vorschein kommen wenn man mit dem Stift einige Millimeter über dem Display verharrt ohne es zu berühren. So lassen sich Inhalte von Mails beim verbleib auf dem E-Mail Betreff anzeigen, eine Bildervorschau in der Galerie, sobald man über einem Ordner stehen bleibt und vieles mehr. Auch im Internet Broser wird die Funktion sinnvoll für eine Linkvorschau genutzt.

Unter dem Punkt Smart Screen findet man das Smart Scroll Feature, mit Hilfe dessen man per Augenerkennnung und Geräte- oder Kopfneigung auf Seiten blättern kann. Ich muss gestehen das es in meinem Test nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Und so nicht mehr als ein Marketing Gag ist. Vielleicht verbessert Samsung dieses Feature in Zukunft noch.

Ein weiterer Punkt ist Smart Pause, bei dem wiederum die Erkennung des Gesichtes genutzt wird. So bleibt ein betrachtetes Video auf der Stelle stehen sobald man sich vom Display des Gerätes abwendet. Diese Funktion ist ganz sinnvoll und funktioniert auch wirklich gut.

Multitasking / Mehrfachbildschirm

Selbstverständlich bietet das Samsung GALAXY Note 3 auch wieder die Möglichkeit des Multitaskings, d.h. mehrere Programme lassen sich parallel ausführen oder laufen im Hintergrund weiter. Seit dem GALAXY Note 2 gibt es dies Mehrfachbildschirm-Funktion (engl. Multi-Window), hier lassen sich zwei aktive Programme nebeneinander oder untereinander anordnen. Dies geht u.a. mit folgenden Programmen:

  • Google Chrome Browser
  • ChatOn
  • S Note
  • Eigene Dateien
  • Video-Player
  • Facebook
  • Galerie
  • E-Mail
  • Google Mail
  • Hangouts
  • Maps
  • S Finder
  • Scrapbook
  • Youtube

Neu ist auf jeden Fall das zwei identische Programme geöffnet werden können, also z.B. zwei Chatfenster. Per Drag & Drop Funktion lassen sich so Bilder oder zum Beispiel Textstellen von einem in das andere Fenster rüberziehen. So kann man z.B. Bilder oder Textpassagen vom einen Programm in das andere übertragen. Oder man lässt ein Video laufen und surft parallel dazu im Internet. Die Möglichkeiten sind vielseitig und erleichtern das produktive Arbeiten mit dem Gerät immens. Mal eben ein Bild aus dem Internet ausgeschnitten und in ein Word Dokument eingefügt, eine mathematische Formel mit Hilfe der "Formelübereinstimmung" gesucht und in eine Tabellenkalkulation weiterverwendet, es ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten, je öfter man die Funktion nutzt. Wie sich das ganze in der Praxis nutzen lässt, sollte jeder für sich selbst ausprobieren.

Schnittstellen und Sensoren

Kommen wir erst einmal zu den auffälligsten Features: microUSB 3.0, ein MHL-Anschluss (für HDMI), Bluetooth 4.0, NFC, GSM/UMTS/HSPA+, LTE sowie WLAN (802.11 a/b/g/n/ac mit 2,4 und 5 GHz) stehen auf der Haben-Seite. Gegenüber dem Vorgänger Samsung GALAXY Note 2 wurde neben mehr LTE Frequenzen auch die HSPA+ Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s auf 42,2 MBit/s erhöht.

Zu den weiteren Neuerungen zählt ein Infrarot-Sensor, der unter an anderem für die Fernbedienung per WatchON App genutzt wird. Infrarot wird auch genutzt, um die Air Gesture Funktion zu nutzen, bei der man das Gerät ohne Berührung des Displays durch Wisch-Bewegungen steuern kann. Weitere neue Sensoren sind der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor, mit denen unter anderem in der S Health App der aktuelle Wohlfühllevel ermittelt werden kann. Neu ist auch ein Sensor, der speziell beim S View Flip Cover zum Einsatz kommt. Dieser erkennt einen Öffnen oder Schließen der Displayabdeckung und sperrt oder entsperrt so automatisch das Gerät.

Das Samsung GALAXY Note 3 ist das erste Smartphone, das den USB 3.0 Standard unterstützt.

Hiermit sind bis zu zehn mal höhere Übertragungsraten möglich. Ob euer PC oder Notebook schon USB 3.0 beherrscht, seht ihr anhand einer blauen USB-Buchse. Doch keine Angst der Standard ist abwärtskompatibel. Ihr könnt das Gerät also auch an einem USB 2.0 Anschluss betreiben, nur eben etwas langsamer was die Datenrate angeht. Auch herkömmliche micro-USB Kabel passen an das GALAXY Note 3, egal ob es hierbei als Daten- oder Ladeanschluss verwendet wird..

Akkulaufzeit

In der Disziplin Akkulaufzeit liefert das Samsung GALAXY Note 3 aufgrund des 3.200 mAh starken Akkus eine sehr ordentliche Vorstellung ab. Mit eingeschaltetem WLAN und UMTS, automatisiertem Sync zu Google und gelegentlichem Surfen und E-Mailen bringt man das Gerät auf knapp 2 bis 2,5 Tagen Laufzeit. Bei ausgedehnterer Nutzung (mehrere Stunden telefonieren, surfen und Videos anschauen) ist das Gerät allerdings schon nach knapp einem Tag reif für die nächste Aufladung.

Sollte man mit dem Samsung GALAXY Note 3 regelmäßig telefonieren, so wird man feststellen, dass dies eine Paradedisziplin des Note 3 ist. Der Lautsprecher hat einen guten Klang und verschiedene Gesprächspartner bestätigten mir eine gute Sprachqualität. Gerade in diesem Bereich spielt der Akku seine Stärken aus. So sind deutlich über 10 Stunden Gesprächszeit ohne Nachladung möglich. Auch bei der Musikwiedergabe macht der Lautsprecher eine gute Figur, er übersteuert erst bei maximaler Lautstärke etwas. Ansonsten reicht die Lautstärke unter normalen Umständen aber locker aus, um auch mal hier und da Musik über das Gerät wiederzugeben.

Fazit

Das Samsung GALAXY Note 3 setzt neue Standards im Bereich der Phablets / Smartlets. Mit seiner Stiftbedienung, dem brillanten Full-HD Display, der relativ kompakten Bauweise, und erstklassigen Ausstattung, muss sich die Konkurrenz aus dem Hause Sony, HTC, LG, Huawei, ZTE & Co. in Zukunft strecken um eine ernsthafte Konkurrenz für das Samsung GALAXY Note 3 auf den Markt zu bringen. Schwächen gibt es kaum, außer der immer noch recht stattlichen Ausmaße, die dafür sorgen dass es nicht für jedermanns Tasche oder Hand geeignet ist.


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