Sonos Beam im Test: Die TV-Soundbar, die keinen Fernseher braucht

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Die Sonos Beam ist in der weißen Variante sehr dezent – außer ihr habt einen schwarzen TV-Tisch.
Die Sonos Beam ist in der weißen Variante sehr dezent – außer ihr habt einen schwarzen TV-Tisch.(© 2018 CURVED)

Die Sonos Beam ist eine Soundbar für den Fernseher, die man auch nutzen kann, wenn das TV-Gerät ausgeschaltet ist. Musik lässt sich über die Sonos-App abspielen und Amazons Alexa steht für die Sprachsteuerung bereit. Der Test.

Für eine Soundbar ist der Sonos Beam vergleichsweise klein und kompakt – 65,1 Zentimeter breit, 6,8 Zentimeter hoch und 10 Zentimeter tief. Idealerweise steht sie direkt vor dem Fernseher, lässt sich mit einer Halterung aber auch an der Wand befestigen. Anders als bei der Sonos Playbase kann das TV-Gerät nicht direkt auf ihr stehen. Über einen HDMI-ARC-Anschluss holt die Beam sich den Sound vom Fernseher und schaltet gleichzeitig dessen eingebauten Lautsprecher aus.

Viel Technik für perfekten Sound

Auch wenn die Sonos Beam nicht riesig ist, steckt doch jede Menge Audio-Technik in der Soundbar. Der Hersteller zählt vier Fullrange-Woofer, einen Hochtöner, drei passive Strahler, separate Bass- und Höhen-Equalizer sowie fünf digitale Verstärker der Klasse D auf. Eine beeindruckende Auflistung, doch wie hört sich das in der Praxis an?

Vor dem Fernseher verschwindet die Sonos Beam.(© 2018 CURVED)

Nahezu perfekt! Der Klang ist kristallklar und angenehm ausgesteuert. Da hört man nicht nur jedes gesprochene Wort, sondern jede einzelne Silbe klar und deutlich. Verschiedene Instrumente heben sich bei Musik wunderbar voneinander ab. Bei den Höhen und Mitten muss man bei der Sonos Beam keinen Kompromiss eingehen. Und das, obwohl der Bass sehr kräftig und druckvoll ist. Trotzdem überlagert er den Klang nicht.

Die Sonos Beam kann mit ihrer Lautstärke zwar ein ganzes Haus beschallen und füllt ganze Räume aus, für einen richtigen Surround Sound reicht sie alleine allerdings nicht aus. Dafür sind weitere Lautsprecher notwendig. Sonos selbst bietet dafür ein Set aus einer Beam und zwei Play:1 an.

Alexa mit Problemen und eine App für alles

Die Musikwiedergabe auf der Beam kontrolliert man über die Sonos-App. Über 60 verschiedene Musikdienste kann man hier einbinden. Das klingt im ersten Moment gut, da Sonos auch viele kleinere und wenig bekannte Dienste unterstützt. In der Praxis ist die Einbindung in die Sonos-App allerdings mit Einschränkungen verbunden. So kann man z.B. bei Spotify und Amazon Music nicht nach Songs, Hörbüchern oder Podcasts suchen. Stattdessen hat man nur Zugriff auf Playlisten und gespeicherte Titel. Bei iOS kann man dank AirPlay 2 immerhin laufende Streams von Deezer, Spotify, Apple Music und Co. von einem iPhone oder iPad auf der Beam ausgeben. Unter Android funktioniert dies, anders als etwa beim JBL Link 500, wegen der fehlenden Chromecast-Unterstützung nicht.

Alexa ist nicht auf der Sonos Beam vorinstalliert. Stattdessen muss man den Sprachassistent in der Sonos-App einrichten und dabei auch die Alexa-App auf seinem Smartphone installieren. Das ist nach einigen Minuten erledigt und klappte im Test ohne Probleme. Anschließend beantwortete Alexa wie gewohnt Fragen und bediente unsere Smart-Home-Gadgets ohne Beanstandung. Selbst bei erhöhter Lautstärke sorgten die fünf verbauten Fernfeld-Mikrofone dafür, dass Alexa die Kommandos hörte. Mit einer Taste an der Beam kann man die Mikrofone ausschalten, wenn Alexa nicht mehr zuhören soll.

Bei der Musiksteuerung tat sich der Sprachassistent allerdings schwer. Zwar verstand Alexa die Kommandos und bestätigte sie sogar, aber anschließend blieb es still. Von der angekündigten Musik war trotz Einbindung von Spotify und Amazon Music nichts zu hören. Habt ihr neben der Beam auch ein Fire TV an euren Fernseher angeschlossen, könnt ihr über Alexa auf der Soundbar auch Serien und Filme per Sprachsteuerung starten.

Sonos hat bei der Vorstellung der Beam zudem angekündigt, dass später eventuell. auch der Google Assistant auf die Soundbar kommt. Dafür müsste der Hersteller allerdings auf seine eigene App verzichten, denn für Google ist die Verwaltung der Geräte über die eigene Home-App eine Voraussetzung für die Nutzung des Assistant.

Über die Sonos-App kann man die Beam mit anderen Sonos-Lautsprecher zu einem Multiroom-System verbinden. Anschließend lässt sich nicht nur festlegen, in welchen Räumen die Musik läuft, sondern auch verschiedene Audioquellen für unterschiedliche Räume auswählen. Hier wird die Einbindung der Musikdienste in die Sonos-App zu einem Vorteil. Die Beam und andere Sonos-Lautsprecher sind dafür vorgesehen über WLAN online zu sein und so z.B. Musik zu streamen. Sollte am idealen Standort in eurer Wohnung das drahtlose Netzwerk zu schlecht sein, könnt ihr die Beam auch über ein Ethernet-Kabel mit dem Internet verbinden.

Fazit

Im Vergleich zu den bisherigen Sonos-Soundbars ist die Sonos Beam mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro sehr günstig. Abstriche beim Sound muss man dafür nicht wirklich hinnehmen. Egal ob Fernsehprogramm oder Musikstreaming, der Klang schmeichelt in den Ohren. Das Zusammenspiel mit dem Fernseher funktioniert einwandfrei. Die notwendige Sonos-App hat ihre Vor- und Nachteile, für mich überwiegen allerdings die Einschränkungen bei Spotify die Vorteile beim Multiroom-Einsatz. Alexa hat als Sprachassistent noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen.

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