Sonos Move im Test: Smart-Home-Box zum Mitnehmen – jetzt mit Spotify Free

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Der Sonos Move: Ein Lautsprecher zum Mitnehmen.
Der Sonos Move: Ein Lautsprecher zum Mitnehmen.(© 2019 Curved)

Update: Dienstag, 12. November, 16.10 Uhr:Wie wir soeben erfahren haben, hat Sonos mit einem Software-Update nun auch Spotify Free für Sonos-Produkte verfügbar gemacht. Im Testbericht erwähnen wir, dass ihr Premium-Accounts braucht - ab jetzt könnt ihr aber per Google Assistant selbst bei einem kostenlosen Spotify-Account Musik hören. Klarer Daumen hoch von uns, nicht nur für den Sonos Move.

Sonos ist bekannt für seine hochwertigen Lautsprecher, die über WLAN vernetzt werden. Damit bietet der Hersteller aus den USA eine elegante Lösung fürs Smart Home. Jetzt gehen die Audio-Profis noch einen Schritt weiter und veröffentlichen einen Speaker für unterwegs, den sie zur IFA 2019 mitgebracht hatten: Hier kommt der Sonos Move im Test.

Der Name ist Programm: Der Sonos Move wurde vom Hersteller mit Bluetooth-Konnektivität ausgestattet und kann überall hin mitgenommen werden. Für Sonos ist das Neuland – bisher gab es ausschließlich WLAN-Lautsprecher, die im vernetzten Zuhause per App eingerichtet und gesteuert werden, wahlweise auch mit Sprachassistent.

Jetzt also der Sonos Move. Und nicht nur der Fakt, dass ihr den mit nach draußen nehmen könnt, ist eine Neuerung. Denn Sonos verheiratet im Move den Google Assistant und Amazon Alexa: Ihr könnt euch entscheiden, welchen Sprachassistent ihr nutzen wollt. Damit öffnet der Hersteller die Kompatibilität seines Produkts für weitere Anwender. Und – das sei an dieser Stelle schon mal gesagt – aus guten Gründen!

Der erste Eindruck des Sonos Move im Test

Der neue Lautsprecher kommt stylisch-schlicht, sehr gut verarbeitet und überaus robust daher. Optik und Haptik passen einfach. Der Sonos Move ist ein schwarzer Zylinder mit Touch-Bedienelementen an der Oberseite. Dass es trotz der Zylinderform ein "hinten" gibt, erkennt ihr nicht nur daran, dass es kein 360-Grad-Lautsprecher ist, wie ihr das vielleicht von Bluetooth-Rollen wie dem UE Megaboom kennt.

Denn auf der Rückseite hat Sonos eine Aussparung eingearbeitet, damit ihr den Move ordentlich greifen und mit euch herumtragen könnt. Zudem gibt es dort noch drei Tasten: der Ein-Aus-Schalter, ein Verbindungsknopf und ein Schalter zum Umschalten von WLAN und Bluetooth-Modus.

Der smarte Lautsprecher hat eine angenehm wertige Schwere, immerhin wiegt der Speaker drei Kilogramm. An der Unterseite gibt es eine USB Typ-C Schnittstelle zum Laden, darüber hinaus liefert Sonos eine unauffällige, ringförmige Ladestation mit, die durch einfache Berührungskontakte eure Box mit Energie versorgt. Zum Transportieren gibt es außerdem noch einen schicken Stoffbeutel.

Das Anschalten des Sonos Move

Also kann es ja eigentlich losgehen, oder? Klar, eingerichtet wird auch der Sonos Move zunächst mal über die Sonos-App. Das ist schnell erledigt, sofern ihr ein Konto habt. Apple-Nutzer können dank AirPlay 2 Unterstützung darauf zurückgreifen. Dann könnt ihr alle Streamingdienste verknüpfen, die ihr nutzt – von YouTube über Spotify und Amazon Music bis hin zu Bandcamp und den Streamingdiensten von Apple oder Google ist alles möglich. Allerdings braucht ihr einen Premium-Account, wenn ihr die Musikwiedergabe per Sprachassistent steuern wollt. Für den müsst ihr euch bei der Einrichtung entscheiden, Alexa und den Google Assistant könnt ihr nicht gleichzeitig nutzen.

Etwas ungewohnt ist die Steuerung mit den Bedienelementen auf der Oberseite, Sonos-Fans mag das bekannt vorkommen, doch dass ihr zum nächsten Titel per Wischgeste kommt, ist mir persönlich ohne Blick ins Handbuch nicht auf Anhieb klar gewesen.

Verbindet ihr den Move per Bluetooth mit eurem Smartphone, nutzt ihr ihn wie einen normalen Bluetooth-Lautsprecher. Die Sonos-App braucht ihr dann nicht mehr. Die Sprachsteuerung klappt dann aber ebenfalls nicht.

Allerdings gibt es leider keinen Klinkenanschluss, falls der Smartphone-Akku irgendwann mal leer ist und ihr auf eine andere Quelle zurückgreifen wollt. Vielleicht bin ich da etwas Old-School, aber eine Box sollte meiner Meinung nach eine derartige Verbindungsmöglichkeit haben.

Der Sonos Move: Da war der Akku schon leer – zu sehen an der roten Leuchte.(© 2019 Curved)

Musik hören mit dem Sonos Move

Wollt ihr mit dem Sonos-Lautsprecher raus an die frische Luft, versorgt er euch zuverlässig mit Musik: Einen knappen halben Tag Dauerbetrieb hat er bei mir durchgehalten. Das entspricht den 10 Stunden, die der Hersteller für den Dauerbetrieb angibt.

Kommen wir zum Wichtigsten: dem Sound. Ein Feature ist mir sofort aufgefallen, immerhin wurde ich beim Einrichten in der App danach gefragt: Trueplay. Was bedeutet das? Der Lautsprecher nimmt sozusagen seine Umgebung wahr und passt die Wiedergabe daran an – so klingt eure Musik überall gleich gut.

Das funktioniert, indem der Sonos Move mithilfe seiner Mikrofone eine Messung seiner Umgebung vornimmt und sich dementsprechend anpasst. Das wird jedes Mal ausgelöst, wenn ihr den Speaker bewegt.

Die relativ große Box liefert konstant guten Klang: ausgewogen, klar und auch in höheren Lautstärken nie verwaschen. Klar – der 24 Zentimeter hohe Lautsprecher ist keine Konzertbox. Und einen richtigen Subwoofer kann ein einzelner Speaker auch nicht kompensieren. Dennoch: Tiefen, Mitten und Höhen sind kraftvoll und ausgewogen. Was ebenfalls positiv auffällt ist, dass ihr die Musik nicht übertönen müsst, um vom Sprachassistenten gehört zu werden. Er hört euch immer noch, ohne dass ihr schreit.

Sonos Move zum Mitnehmen: Eher für die Garten- als die Strandparty

Ja, der Sonos Move ist eine ordentliche Box und kann wunderbar transportiert werden. Im Vergleich zu anderen Bluetooth-Lautsprechern ist er allerdings ziemlich groß und schwer – da hilft auch keine Tragenische. Zudem ist er mit seinen 399 Euro schon eher hochpreisig.

Wer also einen mobilen Speaker zum Mitnehmen sucht, wird sicher mit anderen Geräten glücklicher. Wer allerdings zum Beispiel sowieso schon ein Sonos-System zuhause hat und einen Speaker für dort sucht, wo die WLAN-Verbindung nicht mehr hinreicht, macht mit dem Sonos Move nichts falsch.

Darüber hinaus eignet er sich auch für Leute, die mit einem smarten Lautsprechersystem noch keine Berührungspunkte hatten und das mal ausprobieren wollen. Immerhin könnt ihr den Move ja einfach in jedes Zimmer mitnehmen.


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