Sony Smartband: Das digitale Tagebuch

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Always on: Sonys wasserdichtes  Wearbale  hilft beim digitalen Erinnern
Always on: Sonys wasserdichtes Wearbale hilft beim digitalen Erinnern(© 2014 CURVED)

Jetzt wird es bunt am Handgelenk: Mit dem Smartband will Sony bei den Wearables neue Akzente setzen. Dabei handelt es sich nicht um ein typisches Fitness-Gadget, sondern eher um ein digitales Tagebuch. 

Im Zusammenspiel mit der gerade veröffentlichten App „Lifelog“ zeichnet das Armband Alltagsaktivitäten auf. Die Technik dafür steckt im Core, einem kleinem Plastikteil, das per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird. Dafür muss auf dem Handy Android 4.4.2 installiert sein. Hat das Smartphone einen NFC-Chip, klappt die Verbindung in sekundenschnell.

Bevor man die „Lifelog“-App nutzen kann, muss man Sony gestatten, dass persönliche Daten übermittelt werden dürfen. Es bleibt zu hoffen, dass der japanische Konzern mit den privaten Daten sorgsam umgeht. Mit der Software wird der gesamte Tagesablauf protokolliert: die Anzahl der Schritte, Wegstrecken, wie und wann das Smartphone benutzt wurde und auch das Schlafverhalten.

Innerhalb der einzelnen Rubriken lassen sich Ziele festlegen, die es zu erreichen gilt. So hat der Nutzer bequem die Möglichkeit, im Einzelfall zu justieren. Denn wenn man feststellt, dass man doch mehr Zeit mit Facebook verbringt statt sich zu bewegen, zeigt die App das unbarmherzig an.

Zusätzlich dient das Armband noch als Fernbedienung für vorher festgelegte Anwendungen. Außerdem vibriert der Core, wenn ein Anruf oder eine Nachricht eingeht – oder wenn es Zeit ist, aufzustehen. Und ist etwas Außergewöhnliches passiert, an das man sich besonders erinnern möchte, setzt ein schneller Druck auf das Armband einen Bookmark in der Zeitleiste.

In Verbindung mit der GPS-Funktion des Smartphones kann man sich auch alle Aktivitäten auf einer Landkarte anzeigen lassen. So sieht man sogar, wo man das Handy für Fotos oder  Facebook genutzt hat. Das ist auch ein wenig beängstigend.

Im Gegensatz zu anderen intelligenten Armbändern ist das Smartband von Sony optisch sehr schlicht, was kein Nachteil ist. Und da sich der Core herausnehmen lässt, kann man es schnell in ein andersfarbiges Armband stecken. Vier Tage soll der Akku durchhalten, abnehmen braucht man das Smartband in der Zeit nicht: Da es wasserdicht ist, kann man damit sogar duschen.

Nach der Smartwatch ist das Smartband der zweite Wearables-Versuch von Sony. Es macht Spaß, sich mit dem modischen Accessoire auseinanderzusetzen und die Funktionen auszuprobieren. Aber für eine ernsthafte Nutzung taugt es noch nicht, da die Messungen teilweise sehr ungenau sind.

Bei einem Test zeigte die App 1200 Schritte an – bei einer Distanz von mehreren Kilometern. Auch die Anzeige des Schlafverhaltens ist eher eine Schätzung als eine Messung. Zudem muss das Smartband durch Tastendruck darüber informiert werden, dass Schlafenszeit ist. Aber es ist eine nette Spielerei mit großem Potenzial – und sieht dazu ganz hübsch aus.

 

 


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