Star Wars: Jedi Fallen Order: Ein großes Abenteuer

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Held des Spiels ist Cal Kestis, der von Cameron Monaghan gespielt wird – dem Joker aus der Serie "Gotham".
Held des Spiels ist Cal Kestis, der von Cameron Monaghan gespielt wird – dem Joker aus der Serie "Gotham". (© 2019 Respawn Entertainment)

Star Wars, wie sich Star Wars anfühlen muss. Mit Star Wars: Jedi Fallen Order erwartet euch ein großes Jedi-Abenteuer, zwischen der Reise eines Uncharted 4 und den Rätseln und dem Mut zur Erkundung von Shadow of the Tomb Raider. Star Wars: Jedi Fallen Order im Preview. 

Star Wars: Jedi Fallen Order bringt diesen Kindheitstraum, den so viele von uns hatten, auf die Konsole. Dieses Gefühl, ein Jedi zu sein – mächtig, aber verantwortungsbewusst und taktisch denkend. Denn genau diese Charakterstärke ist in dem neuen Spiel von Respawn Entertainment gefragt. Cal Kestis, der hervorragend gespielt wird von Cameron Monaghan (der Joker in der Serie Gotham), lebt lange nach der Order 66 von Kanzler Palpatine. Jener Befehl an die Klonsoldaten ihre Generäle, die Jedi, zu liquidieren. Er lebt im Untergrund, versteckt sich, verdingt sich als Arbeiter auf einer Werft, in der ausgerechnet die Schiffe der Republik recycelt werden – quasi der symbolische Traum von der Demokratie kommt hier in die Schrottpresse.

Ein Padawan, angestachelt zum Jedi zu reifen

Ein Unfall und vertrackte Umstände führen dazu, dass Cal andere Jedi kennenlernt, die ihm Hoffnung geben und mit ihm zusammen einen neuen Orden aufbauen wollen. So reist er in der jüngsten Demo nach Kashyyyk, jenen Wookie-Planeten, wo zunächst die Order 66 ankam und sich dann über das ganze Universum verbreitete: Das Imperium hat die Generäle und Kommandanten der Klonarmee ermorden lassen und die Wookies versklavt, um ihren Planeten auszubeuten. Unser junger Padawan-Schüler, der erst noch zum Jedi reifen muss, will hier Spuren finden, doch zunächst gilt es einen Verteidigungsring zu durchbrechen, der zu einer großen Industrieanlage im Herzen von Kashyyyk führt. Und wie macht man das am besten? Mit viel Feuerkraft. 


Egal ob in Star Wars: Das Imperium schlägt zurück, Rogue One oder auch dem starken Star-Wars-Multiplayer-Shooter Battlefront 2 – wir haben schon oft gesehen, wie man einen AT-AT knackt. Aber eher selten einen gesteuert. Denkt sich auch Cal Kestis, als er mit seinem knuffigen Droiden-Freund BD-1, quasi dem virtuellen Nachfolger von BB-8, durch den Sumpf schwimmt und sieht, dass sich der Schlick bis hoch zu einem der Walker zieht. Er schwingt sich von Liane zu Liane, kriecht in den AT-AT rein und wir sind erstmal erstaunt: Ganz schön viel Platz hier.

In einer Art Startschussrampe stehen drei Speederbikes bereit, die Piloten sitzen schon drauf. Cal zückt in der Demo sein Lichtschwert, doch der Kampf darf warten – die Jungs wurden bereits von Lasergeschossen der Rebellen durchbohrt. Ein kurzes Ablenkungsmanöver später, sitzen wir an den Joysticks eines gigantischen AT-ATs und mähen förmlich durch die feindlichen Linien. Diese Biester aus Stahl und Titan sind hoch wie ein Haus und ihre Feuerkraft legt eine komplette imperiale Basis in Schutt und Asche, ehe wir das Hauptziel erreichen – ein Kraftwerk, in dem die versklavten Wookies im Gefängnis vor sich hin vegetieren. 

Eine Reise im Uncharted-Stil mit Tomb-Raider-Rätseln

Star Wars: Jedi Fallen Order ist strukturiert wie Uncharted meets Mass Effect: Es ist eine Reise über die unterschiedlichsten Planeten, weil das ist es, was die Faszination Star Wars ausmacht. Das wir gerade noch auf Hoth in klirrender Kälte kämpfen und im nächsten Moment in eine wunderschöne Unterwasserwelt switchen können. Deshalb gibt es auch ein Raumschiff, welches recht geräumig ist und Möglichkeiten gibt, seine Crew kennenzulernen. Ganz ähnlich wie in Mass Effect.

Auch viel Tomb Raider findet sich im Gameplay wieder. Eine Szenerie spielt in klirrender Kälte, ewigem Eis, Respawn möchte den Namen noch nicht enthüllen, doch der Planet erinnert schon verblüffend an Vandor. Und jene Szene, in der ein imperialer 20-Tonnen-Railcrawl-Panzerzug am Bergmassiv in Solo: A Star Wars Story auf Schienen entlangfährt und Han versucht, ihn mit Chewie zu kapern. Auf diesem Eisplaneten tauchen TIE-Fighter auf, während Cal unter Zeitdruck versucht, eine Art Krypter zu öffnen - schließlich muss er die Macht studieren und langsam zum Jedi reifen.


Star Wars: Jedi Fallen Order lässt euch sehr viel Raum, euch auszutoben: Ihr könnt mit Machtgriffen Stormtrooper umher schleudern, sie per Schub über einen Abgrund schubsen. Ihr könnt elegant das Lichtschwert kreisen lassen und gerade einige Kämpfe gegen Purge Trooper, spezielle Eliteeinheiten in pechschwarzer Rüstung, fühlen sich knackig an, fordernd und haben ein schönes Gewicht. Das ist nicht einfach nur Hack & Slay, es gibt ein Ausdauermeter, wie etwa in einem Dark Souls oder auch Ubisofts For Honor. Es kommt sehr stark aufs Timing an, weil sich manche Angriffe kontern lassen, andere wiederum nicht – glüht der Feind rot auf, hat sein Schlag so viel Power, dass er sich nicht blocken lässt.

Das Actionspiel lebt von seiner Bewegung. Aber auch von der Exploration, was vielleicht die schönste Überraschung ist: Es gibt keine Missionsmarker und Pfeile zum nächsten Ziel. Stattdessen beamt BD-1 eine Karte in die Spielwelt, die uns ungefähr verrät, wo es hingeht. Auch gefällt, wie lebendig die Welt ist: Es gibt viele Shooter, wo halbe Armeen nur auf uns als Spielfigur warten. Hier hingegen schlägt Kashyyyks Tierwelt zurück, fast schon wie in einem Avatar. Riesige Wespen greifen an und die Wyyyschocks, Monsterspinnen, die es dem Imperium schwer machen.

Erstes Fazit:
Star Wars: Jedi Fallen Order ist auf einem guten bis sehr guten Weg. Es liefert knackige Lichtschwertkämpfe, die sich durchaus fordernd anfühlen und mehr als einfach nur Button-Mashing erfordern. Es hat auch die Epik, die Star Wars braucht. Und es hat die Schauspieler – einer der wichtigsten Charaktere im Cast ist Saw Gerrera, einer der Hauptcharaktere aus Star Wars: Rogue One, einem, wie ich finde, exzellentem Spin-off-Film. Interessant auch, dass das Action-Adventure nicht so linear ist, wie gedacht. Es belohnt aktiv Erkunder und versteckt viele Geheimnisse in seinen atmosphärischen Welten. Man darf gespannt sein, ob Electronic Arts und Respawn diese Qualität halten können.

Star Wars: Jedi Fallen Order scheint am 15.11.2019 für Playstation 4, Xbox One und PC


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