TomTom Curfer im Test: das PkWearable

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TomTom Curfer: Dieser kleine Stecker macht fast jedes Auto zum Smart Car.
TomTom Curfer: Dieser kleine Stecker macht fast jedes Auto zum Smart Car.(© 2016 CURVED)

Dieses Gadget zählt keine Schritte, sondern Drehzahlen, Kurven und Kilometer und verrät Euch, wie gut Ihr fahrt: TomTom Curfer ist ein Fitnesstracker für Euer Auto.

Mit dem TomTom Curfer wird jedes Auto ein bisschen smarter. Der kleine unauffällige Stecker kommt an die ODB2-Buchse, die in fast jedem seit 2004 gebauten Auto vorhanden ist. Bei der Einrichtung zeigt die App dankenswerterweise auf einer kleinen Grafik für jedes Modell an, wo sich der Anschluss befindet - und wenn man das weiß, dauert die gesamte Einrichtung inklusive Anlegen eines Nutzerkontos nur ein paar Minuten.

Daten für Auto-Nerds

Der Curfer kommuniziert per Bluetooth mit Eurem Smartphone und zeigt aktuelle Daten und Messwerte an. Dazu gehören beispielsweise die Batteriespannung, die Motorlast, die Kühlmitteltemperatur, die Drosselklappenstellung, der Saugrohrdruck und vieles mehr. Moderne smarte Autos können diese Daten zwar oft auch auf Ihren Bildschirmen anzeigen, aber der Curfer versorgt auch Fahrer von weniger smarten PKWs mit diesen Infos.

Neben der Anzeige dieser Echtzeitdaten, könnt Ihr mit der Curfer-App auch Eure Fahrten aufzeichnen und anschließend auswerten. Hierzu bewertet die App vier Parameter: Beschleunigung, Bremsen, Kurvenfahrten und Leerlauf. Abzüge gibt es für den Bleifuß, harte Bremsmanöver, zu hohe Fliehkräfte beim Lenken und zu lange Standzeiten mit laufenden Motor. Im Idealfall bewegt sich alles im grünen Bereich. Sobald eine der vier Ecken auf dem Startbildschirm Gelb, Orange oder sogar Rot wird, solltet Ihr im Sinne der Umwelt, Verkehrssicherheit und dem Teile-Verschleiß Euren Fahrstil überdenken. Vorschriften, wie Ihr zu fahren habt, macht die App aber nicht, sondern zeigt nur an, wie effizient Ihr unterwegs seid.

Für die Nutzung der App sowie langes und gutes Fahren gibt es Belohnungen, wenn auch nur virtueller Natur. Ich fand es allerdings sehr störend, wenn während der Fahrt plötzlich ein Pop-Up auf ein neu errungenes Abzeichen hinwies. Damit wäre ich auch schon bei einem generellen Problem: Als Fahrer ist mir persönlich die App-Anzeige zu viel Ablenkung. Beim Test hatte ich sie zwar an, habe aber nur als Beifahrer oder nach der Fahrt auf sie geschaut und sonst den Blick vor allem auf der Straße gehabt.

Fazit: interessant, aber noch nicht zu Ende gedacht

Für mich ist das Auto in erster Linie ein Fortbewegungsmittel. Ich weiß zwar welches Modell ich fahre, aber die genaue Motorleistung vergesse ich immer wieder. Trotzdem fand ich die Daten, die mir der TomTom Curfer zeigte, interessant. Wer sich intensiver mit seinem Auto beschäftigt, dürfte ob der Datenfülle dagegen sicherlich Freudensprünge machen.

Für mich persönlich attraktiver war es eine Rückmeldung zu meinem Fahrverhalten zu bekommen. Ebenfalls praktisch finde ich, dass der TomTom Curfer den Fehlerspeicher auslesen kann. So weiß ich immerhin, warum die Kontrolllampe aufleuchtet. Eine genaue Diagnose überlasse ich aber immer noch lieber der Werkstatt meines Vertrauens.


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