Umidigi Z Pro im Test: das Günstige mit der Dualkamera

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Das Umidigi Z Pro unterscheidet sich nur durch die Dualkamera vom Umi Z.
Das Umidigi Z Pro unterscheidet sich nur durch die Dualkamera vom Umi Z.(© 2017 CURVED)

Aus dem Umi Z wird das Umidigi Z Pro. Was die neue Dualkamera taugt, erfahrt Ihr im Test.

Das Umidigi Z Pro ist, von der Dualkamera abgesehen, komplett identisch mit dem Umi Z – auf den Millimeter und das Gramm genau. Deswegen werde ich mich hier auf die Kamera konzentrieren und verweise Euch für alle weiteren Eindrücke des Metallgehäuse, der mit dem Helio X 27 gut bestückten Hardware und dem 5,5 Zoll großen Full-HD-Display auf den Test des Umi Z. Der unterschiedliche Name rührt daher, dass sich der Hersteller mittlerweile von Umi zu Umidigi umbenannt hat.

Zweite Linse für den Bokeh-Effekt

Die zwei Kameras des Umidigi Z Pro nehmen jeweils Fotos mit 13 Megapixeln auf. Der Hersteller lässt Euch mit der Dualkamera Fotos mit Bokeh-Effekt, also einem scharfgestellten Motiv im Vordergrund und einem verschwommenen Hintergrund, aufnehmen. Ihr könnt den Grad der Unschärfe schon bei der Aufnahme beeinflussen, indem Ihr die Blendenöffnung zwischen f/16 und f/0.6 verändert. Nach der Aufnahme könnt Ihr die Blende aber auch noch nachträglich verstellen und den Fokuspunkt neu setzen. Sogar einen 3D-Effekt, bei dem sich das Bild beim Betrachten leicht bewegt, zaubert die Software aus den Bilddaten der zwei Kameras. Zudem könnt Ihr noch den unscharfen Hintergrund durch ein anderes Bild ersetzen. Das Ergebnis mag lustig aussehen, erinnert aber auch an die ersten Versuche eines Photoshop-Neulings.

Qualitativ fallen die Bokeh-Aufnahmen aber sehr unterschiedlich aus. Wie gut die Software die richtige Trennlinie zwischen scharfem Vordergrund und unscharfem Hintergrund zieht, hängt sehr vom Motiv ab. Wirklich überzeugt hat mich die Funktion aber nur selten. Dafür ist die Unschärfe oft nicht nur an den Kanten ungenau, sondern auch ungleichmäßig verteilt.

In Sachen Bildqualität kann ich sonst keinen wirklichen Unterschied zum Umi Z erkennen. Insgesamt ist die Bildqualität gut, aber nicht herausragend. Die Farben sind kräftig und trotzdem natürlich. Starke Kontraste gleicht die Kamera gut aus, der HDR-Modus glättet sie aber noch mehr. Die Detailgenauigkeit ist hoch. Allerdings habe ich das Gefühl, dass das Objektiv immer nur einen vergleichsweise kleinen Bereich scharf stellen kann und vor allem zum Rand hin oft unscharfe Bereiche auftreten. Nachts solltet Ihr unbedingt die normale Automatik und nicht den Nachtmodus benutzen, der macht die Aufnahmen nur minimal heller und gleichzeitig deutlich grobkörniger.

Die Frontkamera mit ihren ebenfalls 13 Megapixeln liefert Selfies mit einer ungewohnt hohen Detailgenauigkeit, kommt mit starken Kontrasten aber nicht gut zurecht. Ihr solltet, so wie ich, keinen kahl rasierten Schädel vor hellem Himmel in die Sonne halten.

Fazit

Wenn Euch das Smartphone gefällt, aber Ihr den Bokeh-Effekt gar nicht braucht, lohnt es sich nicht, knapp 60 Euro mehr in das rund 290 Euro teure Umidigi Z Pro zu investieren. Dann könnt Ihr lieber sparen und zum Umi Z greifen.

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