Urbanears Hellas im Test: Dieser Bluetooth-Kopfhörer lässt sich waschen

Der Urbanears Hellas
Der Urbanears Hellas(© 2018 CURVED)

Der Urbanears Hellas soll sich dank waschbarer Polsterung besonders für Sportler eigen. Ob auch der Sound stimmt, klären wir im Test.

Sportlich unterwegs sein und dabei Musik hören, das klappt am besten mit komplett kabellosen In-Ear-Kopfhörern. Die sind aktuell nicht nur sehr modern, sondern bieten ohne Kabel auch viel Bewegungsfreiheit. Kabellos ist auch der Urbanears Hellas. Statt in trägt man den Kopfhörer aber auf den Ohren. Für Sportler soll er sich trotz Flausch-Überzug an den Muscheln und am Bügel eignen. Der Trick: Nach dem Workout könnt ihr sie vom Kopfhörer lösen. Dann wandern sie zusammen mit den Sportklamotten in die Waschmaschine und sind nach dem Trocknen fit für die nächste Einheit oder den Einsatz im Alltag.

Sanftes Streichen und festes Drücken

Die Ohrpolster sollen natürlich auch für Tragekomfort sorgen. Das klappt aber nur bedingt. Denn der Hellas sitzt ziemlich stramm auf den Ohren. Für eine halbe Stunde Joggen ist das okay, danach drückt der Kopfhörer aber ordentlich. Weil der Bügel nur aus zwei dünnen Metallstreben besteht, ist der Hellas immerhin ziemlich leicht. Das kommt dem Einsatzzweck zugute. Zum Transport in der Sporttasche lassen sich außerdem die Ohrmuscheln einklappen.

Bevor es auf die Laufstrecke geht, müsst ihr aber erst einmal herausfinden, wie man den Kopfhörer einschaltet. Denn auch wer lange und ausgiebig sucht (so wie ich), wird am Hellas keine Tasten, sondern lediglich einen micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus finden. Erst ein Blick in die Anleitung offenbart: Den Hellas bedient ihr komplett über ein Touchpad an der rechten Ohrmuschel. Zum Einschalten müsst ihr es wenige Sekunden in der Mitte gedrückt gehalten, bevor ihr es leuchten seht. Darauf muss auch ein erfahrener Redakteur erstmal kommen.

Statt Knöpfe zu drücken, müsst ihr ein paar Tipp- und Wischgesten verinnerlichen. Einmaliges Tippen startet und pausiert die Wiedergabe. Mit einem Wisch von hinten nach vorn springt ihr zum nächsten Titel. Wischt ihr in die entgegengesetzte Richtung, spielt die Musik-App den vorherigen Track ab. Um die Lautstärke zu regulieren, wischt ihr nach oben (lauter) oder nach unten (leiser). Jede Aktion quittiert der Kopfhörer mit einem Piepsen, das einem auf der Suche nach dem richtigen Song schon gehörig nerven kann. Außerdem erkennt der Hellas nicht jede Geste einwandfrei: Oft genug wurde ein Lied nicht lauter, sondern pausierte stattdessen.

Ist der Hellas ein Dauerläufer auf der Laufstrecke?

Was beim Sound auffällt: Zwar überzeugt der Hellas durch klare Höhen. Bässe kann der Kopfhörer aber nicht ausreichend wiedergeben. Wer sich beim Sport von HipHop oder Elektro mit fetten Beats antreiben lassen will, der bleibt mit dem Hellas auf der Strecke. Immerhin der Survivor-Klassiker "Eye of the Tiger" aus dem Soundtrack von "Rocky 3: Das Auge des Tigers" klingt sehr sauber. Die Motivation fürs Workout gibt es bei dem Song gratis.

Nicht nur Orange is the new Swag: Den Hellas bekommt ihr auch in deren Farbkombinationen.(© 2018 CURVED)

Die Akkulaufzeit gibt Urbanears mit bis zu 14 Stunden an. Das ist ein Wert, den der Kopfhörer im Test auch grob erreichte. Damit liegt er hinter anderen Modellen zurück. Wer ihn aber nur zum Sport benutzen will, kommt je nach Trainingsplan Tage, wenn nicht sogar Wochen ohne eine Steckdose aus. Ist der Saft alle, gibt es übrigens keine Möglichkeit zum Weiterhören. Einen Anschluss für ein Audiokabel hat der Kopfhörer nicht.

Fazit: Sportskanone auf Sparflamme

Wer mit In-Ears beim Sport nichts anfangen kann, der sollte definitv einen Blick auf den Urbanears Hellas werfen. Ein fester Sitz und waschbare Polster machen den Kopfhörer für (Hobby-)Athleten interessant. Allerdings müsst ihr beim Kauf auch Kompromisse eingehen: Denn eben jener fester Sitz wird mit der Zeit unbequem, zudem fehlen eindeutig die Bässe für motivierende Beats.

Sollen es doch lieber In-Ears sein, dann empfehlen wir euch an dieser Stelle den besten kabellosen In-Ear-Kopfhörer. Und braucht ihr noch Anregungen für den besten Soundtrack unterwegs, dann zeigen wir euch hier die Top-Workout-Songs für 2018 auf Spotify. Wie ihr die aufs Smartphone herunterladen könnt, zeigen wir hier.

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