Wie das Razer Phone 2 von Formel-1-Technologie inspiriert wurde

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RAZER_2(© 2019 Benjamin Kratsch)

In der Grafschaft Wantage konnten wir nicht nur hinter die Kulissen von Williams Formel-1-Team blicken, sondern auch das Razer Blade in der 4K-OLED-Variante anspielen, das F1-eSports-Team treffen und uns erzählen lassen, wo eigentlich die Idee für das 120 Hz-Display des Razer Phone 2 herkam.

Das Königreich von Williams Martini Racing liegt im beschaulichen Wantage, nur ein paar SpieleKilometer entfernt von Schloss Windsor, dort wo Prinz Harry und Herzogin Meghan geheiratet haben. Royal geht’s auch bei Williams Formel-1-Team zu: Vorbei am Pförtner fahren wir auf eine riesige Grünanlage, an die sich Hauptquartier, Fabrikationshallen und Windkanal von Williams schmiegen. Wenn die Glastüren aufschwingen, steht direkt im Eingangsportal der aktuelle Formel-1-Wagen, der FW42: Mercedes M10 EQ-Power trifft hier auf einen V6 im edlen Karbon-Mantel, der elektronisch auf 15.000 Umdrehungen pro Minute abgeregelt wird.

Etwas zum Leid der Fans wird ja mittlerweile in der Formel 1 extrem viel reguliert. Gamer haben es da besser: Direkt neben dem Williams Formel-1-Boliden steht ein Racing-Seat mit brandneuem Razer Blade in der 2019-Edition: Intel Core i7 der neunten Generation unter der Haube, Nvidia GeForce RTX 2080 Max-Q, 16 GB Arbeitsspeicher und die Wahl zwischen pfeilschnellerem 240 Hz-Panel oder luxuriösem 4K-OLED-Display, einem der ersten im Markt.

Razer Phone 2: das ultimative eSports-Smartphone

Wir Mobile Gamer sind ja durchaus verwöhnt, Smartphones haben schon lange OLED-Displays. Für PC-Spieler ist das ein ganz neuer Genuss und bislang echte Rarität. Razer möchte das ändern, weil OLED einfach diesen perfekten Schwarzwert bietet und Farben herrlich leuchten lässt. Direkt daneben liegt ein alter Bekannter: Das Razer Phone 2, besser bekannt als das ultimative eSports-Gamer-Smartphone mit 120 Hz-Screen. Passt ja perfekt, schließlich haben wir das komplette Racing- und eSports-Paket in England erlebt.

Im Hauptquartier von Williams haben wir nicht nur "Battlefield 5", "Apex Legends", "Doom" und "Quake Champions" auf einem 4K-OLED-Screen des Blade 2019 gespielt, sondern auch Williams Ingenieure sowie Razers hauseigenes Formel-1-Team getroffen, die in der F1 eSports Series Gas zum offiziellen Spiel "F1 2019" Gas geben und gegen die Clans anderer renommierter Motorsport-Marken antreten: Mercedes AMG Petronas, McLaren, Red Bull Racing, Renault Sport Team Vitality und Toro Rosso.

Razer von eSports und der Formel 1 inspiriert


Bei Razer ist immer alles kompromisslos auf Speed getrimmt. Das gilt nicht nur für die Blade-Laptops, sondern auch mobile Gamer – das Razer Phone 2 war das erste Smartphone mit 120 Hz-Screen und ist in der Kategorie nach wie vor ungeschlagen. Zwar hat OnePlus mittlerweile mit dem OnePlus 7 Pro mit 90 Hz nachgelegt, den maximalen Speed gibt’s aber auf Smartphones aktuell nur bei Razer. Tatsächlich kam dieser Impuls von Razers eSports-Teams und auch aus Gesprächen mit seinen Formel-1-Partnern, wie uns Vice President Mathias Kjeskler erzählt. Als wir so durch die Gänge der Williams Hall-of-Fame wandeln, vorbei an den Helmen von Legenden wie Jacques Villeneuve, Williams Weltmeister von1997, erzählt er davon, wie sich die Firma von seinen eSports-Teams inspirieren lässt: "Wir lieben den eSports. Unser Chief Gamer, Min-Liang Tan – Gründer und CEO von Razer, hat das Kompetitive im Blut und unsere eSports-Teams sind oft die Impulsgeber für Innovation.“

Razer sponsort unter anderem SK Telecom, das beste "League of Legends"-Team der Welt, rund um Superstar Faker. Aber eben auch die World Championships für das Mobile-Game "Vain Glory", wofür sie ebenfalls ein eigenes Team stellen – hier wird übrigens nicht nur auf Razer Phone gespielt, sondern auch iPads, iPhones, Samsung Galaxy und Huawei Mate. Jeder darf frei seinen Favoriten nutzen. "Vain Glory" ist so taktisch und schnell wie "League of Legends". Die Spieler meinten, wie sehr sie sich ein schnelleres Panel wünschen würden, welches ihre Eingaben sofort und ohne Verzögerung umsetzt. So kam es dann zu dem ersten 120 Hz-Panel für ein Smartphone beim Razer Phone. Eine Philosophie, die sich jetzt auf die Blade-Gaming-Laptops überträgt, die mit 240 Hz-Screens ins Rennen gehen.

Wer sich für das Razer Phone 2 interessiert, hier noch die wichtigsten technischen Daten:

  • Qualcomm Snapdragon 845 Octa-Core mit Vapor-Chamber-Kühlsystem
  • 2 vorwärts gerichtete Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos und 24-bit-USB-C-DAC
  • Dual Kamera mit optischen Bildstabilisator
  • Neues Design mit Rückseite aus Gorilla Glas: Wireless Charging / Kabelloses Laden via Dock
  • Razer Chroma RGB-Logo und Schutz vor Staub und Wasser nach IP67-Standard

Razer Blade Pro im Hands-On: Machen euch 240 Hz zum besseren Gamer? 

Es ist die Frage aller Fragen: Merken wir eigentlich den Unterschied zwischen 144 und 240 Bildern? Macht uns das sogar zu einem besseren Gamer – bringt es also einen echten spielerischen Vorteil? Der Unterschied ist schon enorm, gerade in extrem schnellen Shootern wie "Doom" und "Quake Champions". Wenn wir über Situationen reden, in denen ihr aus der Luft einen Headshot ziehen wollt, kann dieses wahnsinnig schnelle Panel schon sehr nützlich werden.

Das Bild ist einfach extrem flüssig und bleibt bei jeder Bewegung, egal wie hart ihr die Maus verzieht, knackig scharf. Wer von einem klassischen 60 Hz-Panel kommt, der wird sich verwundert die Augen reiben – das ist schon ein bisschen Magie. Für wen ist also welche Gerätekategorie gedacht? Das ist leicht gesagt: Wer eSports-Ambitionen hat und wirklich auf höchstem kompetitiven Niveau spielt, der kann sich das 240 Hz-Modell anschauen.

4K-OLED ist perfekt für Singleplayer-Enthusiasten

Wer in erster Linie farbenfrohe Singleplayer-Games liebt, wie beispielsweise ein "Shadow of the Tomb Raider" oder auch "Battlefield 5", der ist mit OLED besser bedient. 240 Hz-Technologie braucht extrem viel Power, deshalb sind diese Notebooks auf Full-HD-Displays begrenzt. Das ist sinnvoll, für eSports-Titel wie ein "League of Legends" oder "Counter-Strike: Global Offensive", wo die Bildwiederholrate über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Aber in 4K spielt ihr einfach schöner und schärfer, jeder Titel ist damit ein Genuss. Gerade in "Apex Legends" zeigt das OLED-Panel, wie fantastisch es diese regelrecht funkelnden Farben herausarbeiten kann, während es in einigen düsteren Szenen in der Kampagne von "Battlefield 5" mit exzellenten Schwarzwerten punktet. Exzellent verarbeitet ist auch das Chassis an sich: Ihr könnt neuerdings zwischen einem mattschwarzen oder silberweißen Aluminiumgehäuse wählen, deren Haptik einfach Freude macht. Sie sind mit 2 Kilo auch nicht zu schwer, allerdings teuer – für die 4K-OLED-Flaggschiff-Variante werden 3000 Euro fällig.

F1 eSports: Von der realen in die virtuelle Formel 1 

Es war ein faszinierendes Event, welches einmal mehr gezeigt hat, wie viel doch Gaming und der Motorsport gemein haben. Bei Willams treffen Moderne und Historie so herrlich aufeinander, wie ihr das nur selten erlebt. Neben dem Museum, wo jedes Auto aus allen Serien, egal ob Formel oder Rallye seit 1977 bewundert werden darf, öffnen sich die Türen zu einer Garage, wo der ehemalige Chefingenieur des F1-Teams hingebungsvoll an Motoren aus einer anderen Zeit schraubt. Wohlhabende Engländer lassen hier ihre Schätze restaurieren – und direkt daneben werden in hochmodernen 3D-Druckern Teile gefertigt, die anschließend um die Welt fliegen. 

Denn die Formel 1 ist ein Sport, der immer in Bewegung ist, wo sich die Autos permanent entwickeln. Jeden Tag sitzen Simulatorfahrer in einer hundertprozentigen Nachbildung des aktuellen Autos und versuchen, noch ein Hundertstel irgendwo rauszuholen. Und jeden Tag verlassen Bauteile und Materialien das Hauptquartier, um zum Team zu fliegen, welches zur Zeit meines Besuchs gerade in Monaco war. Das Williams-HQ ist auch deshalb ein magischer Ort, weil alles irgendwie verbunden ist – geheime Türen führen vom Museum in einen Bereich, in dem ein völlig verrückter Racing-Simulator steht, der mit Hydraulik die Bewegung und G-Kräfte eines echten F1-Autos simuliert.

Toll zu sehen, wie der reale und virtuelle Motorsport, die Formel 1 und Gaming zusammenwachsen: "Traditionell sind unsere Simulator-Profis, die die Daten für jede einzelne Strecke erfahren, ehemalige Testfahrer. Aber mittlerweile experimentieren wir auch mit eSports-Profis, die mitunter neue Impulse bringen und neue Ideen, um die höchstmögliche Effizienz aus dem Auto zu holen", erzählt der Chefanalyst von Williams F1-Team. Gaming und Motorsport – zwei Welten verschmelzen. 


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