Withings Activité Pop im Test: Diese Uhr zählt Schritte

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Sand ist nur eine der zur Auswahl stehenden Farben. Blau und Schwarz gibt es ebenso.
Sand ist nur eine der zur Auswahl stehenden Farben. Blau und Schwarz gibt es ebenso.(© 2015 CURVED)

Mit der Activité Pop ist kurz nach der teuren und schicken Activité die günstige Version von Withings Fitnesstracker-Uhr in der Redaktion eingetroffen. Technisch sollen beide identisch sein und nur die unterschiedlichen Materialien von Armband und Gehäuse für den Preisunterschied von 240 Euro verantwortlich sein.

Mit der Activité hatte Withings schon den in meinen Augen schönsten Fitnesstracker im Angebot. Die Armbanduhr hatte nur leider zwei große Mankos: Die Synchronisierung mit der App auf dem iPhone klappte nur mit Hilfe eines Tricks reibungslos. Mit einem Preis von 390 Euro ist sie zudem sehr teuer. Die Activité Pop kostet dagegen nur 150 Euro und ist technisch identisch.

Kunststoff und Stahl statt Kalbsleder und Edelstahl

Den günstigen Preis der Activité Pop erreicht Withings durch die Verwendung günstigerer Materialien. Statt Kalbsleder und Edelstahl kommen bei Armband und Gehäuse "nur" Kunststoff und rostfreier Stahl zum Einsatz. Auch die Packung wirkt weniger elegant, aber die landet nach dem Auspacken ja sowieso meistens im Müll. Der Wechsel der Armbänder vor dem Schwimmengehen oder Sporttreiben entfällt somit, und beim Gehäuse machen sich die verschiedenen Materialien nur durch etwas weniger Glanz bemerkbar.

Natürlich wirkt die Activité Pop nicht so elegant und passt nicht so gut zum Anzug wie eine Uhr mit Lederarmband. Sie sieht aber trotz Kunststoff-Armband nicht billig aus, sondern wie eine sportliche Uhr - und eben nicht wie ein Fitnesstracker.

Und anders als bei der teuren Schwester, gibt es mit der Activité Pop von Anfang an keine Probleme bei der Synchronisation der Daten. Die Kopplung per Bluetooth klappte auf Anhieb, und danach lief die Datenübertragung automatisch ab, sobald die Health Mate-App von Withings geöffnet war und sich die Uhr in der Nähe des iPhones befand. Bisher lässt sich die Pop nur mit der iOS-Version der App verbinden, die Android-Version soll nach Angaben des Herstellers im Februar soweit sein.

Gesundheitsapp protokolliert Schritte, Schlafdauer, Gewicht und Herzfrequenz

Withings hat seine App Health Mate nicht extra für die Activité Pop programmiert, sondern bietet sie schon länger zum Download an. Neben der Fitnessuhr könnt Ihr auch andere Produkte des Herstellers wie Waagen, ein Blutdruckmessgerät, ein Pulsmessgerät oder eine Schlafüberwachungsmatte mit der App verbinden.

Die Anwendung präsentiert die Daten in einer Timeline und hält für die gezählten Schritte und den registrierten Schlaf jeweils eine Tagesansicht mit Verlaufsgrafik bereit. Für Gewicht und Herzfrequenz steht auch eine Verlaufsansicht bereit, die Ihr aber manuell mit Daten füttern müsst - außer Ihr besitzt schon das passende Messgerät von Withings.

Dezenter Schrittzähler mit Schluckauf

In Sachen Zählgenauigkeit schneidet die Activité Pop insgesamt betrachtet gut ab. Statt 1000 von Hand gezählter Schritte kam sie auf 1022 Schritte. Allerdings schwankten die Zwischenstände pro 100 gezählte Schritte zwischen 35 und 169 gemessenen Schritten. Auf lange Sicht kommt so ein brauchbares Ergebnis mit einer akzeptablen Abweichung von 2,2 Prozent zustande. Für Messungen von kleineren Strecken sollte man die Uhr allerdings nicht verwenden.

So genau zählt die Withings Activité Pop | Create infographics

Im Vergleich zur Activité ist die Activité Pop zwar deutlich günstiger, verglichen mit anderen Fitnesstrackern aber immer noch zwischen 30 und 100 Euro teurer. Dafür ist sie aber auch nicht nur ein Armband, sondern eine richtige Armbanduhr. Hier zahlt Ihr für das Design und das Schweizer Uhrwerk einen Aufpreis, der völlig im Rahmen ist, wenn man eine richtige Uhr zum Schritte zählen haben will.


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