Withings Activité Steel im Test: ein Klassiker für Sportler

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Die Withings Activité Steel ist ein schickes Zeiteisen.
Die Withings Activité Steel ist ein schickes Zeiteisen.(© 2015 CURVED)

"Hier, teste die Uhr mal", hieß es neulich morgens in der Redaktion. Die Withings Activité Steel? Die kann doch nur Schritte zählen! Wie falsch ich lag, dokumentiert der Test.

Vorweg ein Geständnis: Mit den beiden letzten Uhren von Withings, der Activité und der Activité Pop habe ich mich nur am Rande beschäftigt. Die Activité war mir wegen ihres Schweizer Uhrwerks und dem damit verbundenen Preis von 390 Euro viel zu teuer. Die Pop ist zwar günstiger, sieht aber, wie es der Name schon andeutet, poppig aus und ist obendrein aus Plastik. Nicht mein Stil.

Die Withings taucht was

Die Activité Steel ist ein Zwischending. Sie hat zwar kein Schweizer Uhrwerk, das Gehäuse besteht aber aus rostfreiem Edelstahl. Ein Display hat sie nicht, stattdessen gibt es zwei Ziffernblätter. Eines zeigt die Zeit an, das andere, wie nah Ihr Eurem täglichen Bewegungsziel seid. Dieser Minimalismus gefällt mir ganz gut. Die Uhr ist außerdem wasserdicht. Und nur um das klarzustellen: Wir reden hier nicht von den üblichen paar Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe. Mit der Activité Steel könnt Ihr sprichwörtlich auf Tauchstation gehen, denn sie funktioniert auch noch in einer Tiefe von bis zu 50 Metern.

Das ist aber längst nicht alles: Wie bei den anderen Acitivité-Modellen steckt in der Steel jede Menge Technik. Sie zählt nicht nur Eure Schritte, sondern errechnet auch, wie weit Ihr gelaufen seid und wie viele Kalorien Ihr dabei verbraucht habt. Außerdem kann die Uhr selbstständig erkennen, wann Ihr joggt oder schwimmt. Sicher: Ein Display würde helfen, beim Sport stets einen Blick auf die Leistung zu haben. Aber die Withings ist ja auch keine Stoppuhr. Nachts zeichnet sie Euren Schlaf auf und präsentiert Euch morgens eine Analyse, nachdem sie Euch per Vibrationsalarm geweckt hat. Nur Frühstück müsst Ihr Euch selbst machen.

Armband wechsle Dich

Daten gelangen per Bluetooth aufs iPhone oder Android-Smartphone. Die Auswertung erfolgt über die Withings-App. Damit Ihr bei der Stange bleibt, gibt es Badges zu gewinnen. Schafft Ihr etwa 6000 Schritte an einem Tag, erhaltet Ihr das "Schöner Tag"-Badge. Das macht Laune und motiviert zu mehr Bewegung. An die Steckdose muss die Uhr übrigens nie, denn Withings setzt nicht auf einen Akku, sondern eine Batterie. Die soll bis zu acht Monate Dauerbetrieb ermöglichen.

Das Tragegefühl der Uhr ist super. Durch die leichte Bauweise fällt sie am Handgelenk kaum auf. Das mitgelieferte Silikon-Armband ist sicher nicht jedermanns Sache. Auch das trägt sich aber sehr angenehm und eignet sich darüber hinaus für sportliche Aktivitäten.

Hält was aus: Die Withings Activité Steel ist bis zu 50 Meter wasserdicht.(© 2015 CURVED)

Damit Ihr die Activité nicht nur zum Sport, sondern auch zum T-Shirt oder Jacket tragen könnt, habt Ihr die Möglichkeit, die Armbänder einfach auszutauschen. Im Withings-Shop werdet Ihr fündig. Ansonsten könnt Ihr auch versuchen, andere 18-Millimeter-Armbänder mit der Uhr zu nutzen. Die Breite haben wir in der Redaktion ausgemessen, der Hersteller verrät sie nicht.

Fazit: Armbanduhr mit Mehrwert

Die Withings Activité Steel ist schlicht, schlank, smart und elegant. Den Preis von 170 Euro finde ich durchaus angemessen. Immerhin bekommt man dafür eine Uhr für fast alle Lebenslagen. Wer noch keinen Fitnesstracker hat und mit dem Kauf einer neuen und vor allem hochwertigen Armbanduhr liebäugelt, scheint bei Withings genau richtig. Wem die Uhr doch zu teuer ist, bekommt mit dem kleinen Tracker Jawbone Up Move eine günstige Alternative für 50 Euro.


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