Xiaomi Mi Pad 2 im Test: Auf diesem iPad mini läuft Android

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Xiaomi MiPad 2: Android, verpackt in einem iPad mini.
Xiaomi MiPad 2: Android, verpackt in einem iPad mini.(© 2015 CURVED)

Ihr mögt das Design des iPad mini, fühlt Euch aber bei Android wohl? Xiaomi serviert mit dem Mi Pad 2 einen Klon. Wir haben in getestet.

Das Unibody-Gehäuse vom iPad mini 4 fühlt sich gut an. Daran ändert sich auch nichts, wenn es zu einem anderen Tablet - wie dem gehört Mi Pad 2 von Xiaomi - gehört und etwas kürzer, schmaler und dicker ist.

Außen iPad mini, innen Intel

Der 7,9 Zoll große Touchscreen des Mi Pad 2 hat nicht nur die gleichen Abmessungen, sondern mit 2048 x 1536 Pixeln auch die gleiche Auflösung wie das iPad mini 4. Meine Augen freuen sich jedenfalls über eine extrem hohe Detailgenauigkeit, stabile Blickwinkel und satte Farben. Statt eines Home-Buttons befinden sich unterhalb des Displays des Mi Pad die drei Android-Softkeys, die aufleuchten, wenn Ihr sie berührt und sonst nicht zu sehen sind.

Bei der Hardware vertraut Xiaomi auf den Atom-Prozessor X5-Z8500 von Intel und stellt ihm zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Zusammen schaffen sie im neuen Antutu-Benchmark 6.0 rund 77.000 Punkte. Zum Vergleich: Das OnePlus 2 schafft rund 75.000 Punkte. Im Geekbench 3 reicht es beim Mi Pad 2 für 995 Punkte im Single-Core- und 3299 Punkte im Multi-Core-Test.

Die Nutzeroberfläche läuft flüssig, Apps starten schnell. Allerdings wählt das Mi Pad 2 bei grafisch aufwendigen Spielen nicht automatisch die höchste Grafikqualität aus. Und zwar aus gutem Grund: Selbst bei mittlerer Grafikqualität ruckeln zum Beispiel bei Asphalt 8 die Autos über die Rennstrecke.

Google zum Nachrüsten

Vom 16 Gigabyte großen internen Speicher des Testgeräts sind nach dem Start rund 11 Gigabyte noch frei. Eine Erweiterung des Speichers per microSD-Karte ist nicht möglich, doch Xiaomi bietet noch eine Variante mit 64 Gigabyte an, die in China allerdings von einer Minute ausverkauft war - wie Phonearena berichtete.

Die fünf belegten Gigabyte nehmen Android 5.1, die Nutzeroberfläche MUII 7 und einige vorinstallierte Apps ein. Als Systemsprachen stehen nur Englisch und Chinesisch zur Auswahl. Auf deutsche Menüs dürft Ihr Euch keine Hoffnungen machen.

Auch sämtliche Google-Dienste fehlen, lassen sich aber nachträglich installieren, so wie es der Händler Tradingshenzen bei unserem Testgerät gemacht hat. Auch die bleiben auf Englisch, aber immerhin die Google- und andere nachträglich installierte Tastaturen könnt Ihr auf ein deutsches Layout umstellen.

Optisch erinnert der Homescreen von MIUI 7 mit der Form der Icons und der Ordner an iOS. Soweit alles bekannt und übersichtlich, auch wenn ein App Drawer fehlt. Es gibt aber noch Kleinigkeiten, die das Mi Pad 2 von anderen Geräten abheben. So ist die Anzeige der Lautstärke kein Balken, sondern ein runder Kreis. Ebenfalls eine schöne Idee: Die Widget-Sammlung mit kleinen praktischen Helfern, wenn man auf der Startseite von links nach rechts wischt. Nichts Weltbewegendes, aber nette Ideen.

Fazit: iPad-mini-Feeling mit Android

Das Xiaomi Mi Pad 2 ist eine dreiste Kopie des iPad mini, aber gerade deswegen auch ein Hingucker. Bei Importhändlern wie Tradingshenzen, die uns freundlicherweise das Testgerät zur Verfügung gestellt haben, kostet es mit 16 Gigabyte großem Speicher rund 200 Euro und damit nur etwa halb so viel wie das iOS-Tablet. Der kleine Haken: Die Hardware kann nicht immer halten, was sie im Benchmark verspricht.


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