ZTE Blade V8 im Test: zwei Linsen, zwei Funktionen

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Die Dual-Kamera des ZTE Blade V8 könnt Ihr auf zwei Arten einsetzen.
Die Dual-Kamera des ZTE Blade V8 könnt Ihr auf zwei Arten einsetzen.(© 2017 CURVED)

Endlich mal eine Dual-Kamera mit zwei Funktionen: Mit dem ZTE Blade V8 könnt Ihr sowohl Porträt-Aufnahmen mit Unschärfe als auch 3D-Fotos aufnehmen. Der Test.

Die Fotos liefert hauptsächlich die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Blade V8. Die zweite Kamera mit einer Auflösung von zwei Megapixeln hilft bei den "besonderen Aufnahmen". Entweder liefert sie die Infos zur Tiefenschärfe – und ermöglicht eine nachträgliche Veränderung des Fokuspunktes und der Blendenöffnung mit Auswirkung auf die Unschärfe – oder sorgt dafür, dass Ihr 3D-Fotos betrachten könnt. Das funktioniert aber nur, wenn Ihr das Smartphone bei der Aufnahme im Hochformat haltet. 3D-Bilder gibt es nicht im Querformat.

Damit Ihr die 3D-Fotos betrachten könnt, hat ZTE die Verpackung des Blade V8 so gestaltet, dass sie sich auch zu einer VR-Brille umfunktionieren lässt. Das ist für den Start ganz nett und lässt Euch schnell Eure 3D-Fotokünste bewundern. Auf Dauer ist die Konstruktion aber zu unhandlich und ungenau. Wollt Ihr mehr 3D- und VR-Inhalte sehen, seid Ihr mit jedem Cardboard besser bedient.

Unabhängig davon, dass eine unscharfer Hintergrund das Motiv für den Betrachter hervorhebt und das 3D gegenüber Virtual und Augmented Reality derzeit deutlich den Kürzeren zieht, gefallen mir die Fotos des ZTE Blade V8. Positiv fallen die Detailgenauigkeit und der zuverlässige HDR-Modus auf. Die Farben dürften für meinen Geschmack aber auch bei trübem Hamburger Wetter kräftiger sein. Für Panorama- und Nachtaufnahmen bietet sich das Blade V8 wiederum nicht an. Der Rundumblick ist zwar ordentlich zusammen gesetzt, aber insgesamt zu dunkel und mit zu wenig Details. Bei Nacht erweist sich die Schärfe als Problem, Bildrauschen dagegen weniger. Es lohnt sich sehr, das Smartphone bei wenig Licht stabil zu halten.

Die Frontkamera bietet Euch keinen Autofokus wie die Rückkamera, aber dafür ebenfalls eine Auflösung von 13 Megapixeln. Für ein Selfie weisen die Aufnahmen viele Details und klare Farben auf. Als kleines Problem erweist sich der feste Fokus. Ich habe das Gefühl, dass man für eine wirliche scharfe Porträtaufnahme den perfekten Abstand erwischen müsst. Bei mir war oft die sich etwas weiter vorne befindliche Schulter schärfer als mein Gesicht.

Metallgehäuse, 5,2 Zoll und Nougat

Die Kameras des ZTE Blade V8 stecken in einem ordentlich verarbeiteten Metallgehäuse, das sich gut und sicher greifen lässt. Es mag zwar ungewöhnlich klingen, aber gegenüber den vielen 5,5 Zoll großen Smartphones fühlt sich das Blade V8 mit seinem 5,2 Zoll großen Display noch recht handlich an. Die Full-HD-Auflösung sorgt für ein scharfes Bild und auch die Farben, die Helligkeit und die Blickwinkelstabilität stellen das Auge des Betrachters zufrieden.

Beim Chipsatz war ZTE allerdings zu knauserig: Im Blade V8 steckt nur der Snapdragon 435. Dem für Einsteiger-Geräte vorgesehenem Bauteil stehen drei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Das reicht im Antutu-Benchmark nur für etwas mehr als 42.000 Punkte, bei Geekbench für 656 und 2444 Punkte. Keine Topwerte, aber im Alltag bedeuten die Zahlen, dass das Smartphone für viele Zwecke schnell genug ist. Zwar fällt die eine oder andere Ladezeit mal länger aus, aber Ihr könnt mit dem Smartphone auch Spiele wie Asphalt Xtreme zocken.

Android Nougat und die vorinstallierten Apps belegen rund 10,5 Gigabyte des 32 Gigabyte großen internen Speichers des Blade V8. Bei Bedarf könnt Ihr ihn mit einer microSD-Karte erweitern. Die Nutzeroberfläche von ZTE kommt ohne App Drawer aus und wirkt aufgeräumt. Ihr könnt sie ein wenig an Eure Bedürfnisse anpassen und zum Beispiel auch die Hintergründe bei den App-Symbolen entfernen.

Der Homebutton lässt sich drücken und verfügt über einen integrierten Fingerabdrucksensor. Mit diesem entsperrt Ihr das ZTE Blade V8 schnell und zuverlässig. Der Akku mit einer Kapazität von 2730 mAh ist nicht besonders groß. Das Smartphone überzeugte im Test aber mit einem guten Akku-Management. Ein kompletter zweiter Tag war zwar nicht mehr drin, aber bis zum Wecker am nächsten Morgen hatte ich noch genug Energie. Allerdings hatte ich auch wenig Zeit zum Zocken. Mit Spielen bekommt Ihr den Akku natürlich schneller leer.

Fazit

Das ZTE Blade V8 ist bereits für eine unverbindliche Preisempfehlung von 270 Euro erhältlich. Dafür erhaltet Ihr in erster Linie eine Dual-Kamera mit zwei Anwendungszwecken. Ansonsten ist das Smartphone ordentlich verarbeitet, verfügt über eine Kamera mit durchschnittlich guter Bildqualität und hat – wie es inzwischen Standard sein sollte – Android Nougat an Bord. Die Hardware reicht für die meisten Einsatzzwecke aus, würde aber mit einem Mittelklasse-Prozessor noch besser gefallen.

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