ZTE Spro Plus im Hands-on: Android-Beamer mit großem Display

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ZTE Spro Plus: Beamer mit 8,4 Zoll großem Touchscreen
ZTE Spro Plus: Beamer mit 8,4 Zoll großem Touchscreen(© 2016 CURVED)

Beamer werden wieder cool: Der ZTE Spro Plus ist nicht nur ein Projektor, sondern gleichzeitig auch ein Android-Tablet zum Arbeiten und Spielen. Ein Hands-on.

ZTE hat bereits zwei mobile Android-Beamer im Angebot, doch der Spro Plus übertrumpft sie nicht nur bei der Größe, sondern auch bei der Lichtstärke deutlich. Die Lampe des neuen Projektors erstrahl mit 500 Lumen und soll bei einer maximalen Projektionsentfernung von 2,4 Metern eine Bilddiagonale von 80 Zoll schaffen.

Zehnmal heller als Lenovos Beamer-Tablet

Am Messestand von ZTE beim Mobile World Congress konnte ich die Bildqualität nicht in einer realistischen Umgebung testen. Aber was ich gesehen habe, sah nach einem brauchbaren Beamer auf, für den man das Zimmer nicht komplett abdunkeln muss. Nur als kleiner Vergleich: Der im vergangenen Jahr beim MWC vorgestellte ZTE Spro 2 verfügte über 200 Lumen, das Lenovo Yoga Tab 3 Pro leuchtet mit nur 50 Lumen. Die Auflösung des DLP-Beamers fällt mit 1366 x 768 Pixeln nicht superscharf aus, aber mit dem richtigen Ausgangsmaterial ergibt sich ein ordentliches Bild.

Auf der Oberseite des für ein Tablet klobigen, aber für eine Beamer sehr handlichem ZTE Spro Plus befindet sich ein 8,4 Zoll großes AMOLED-Display mit 2560 x 1440 Pixeln. Das ist nur als Bedienelement für den Beamer viel zu schön, und so lassen sich darauf auch Filme schauen, wenn der Projektor ausbleibt. Mit einem kleinen Standfuß auf der Unterseite lasst Ihr die Lampe leicht nach oben strahlen, feiner justieren lässt sich die Ausrichtung allerdings nicht.

Allerdings installiert ZTE auf dem Spro Plus nicht einmal Android Lollipop, sondern die inzwischen veraltete Version Android 4.4 Kitkat. Hier wäre ein Update vor dem für den Sommer geplanten Verkaufsstart angebracht, damit Ihr als Nutzer wirklich alle Apps auf dem Beamer installieren und nutzen könnt. Denn geht es nach ZTE, ist er nicht nur eine Abspielstation für Filme und Serien, sondern bei Bedarf auch ein Working Station. Dazu muss man natürlich Maus und Tastatur per Bluetooth verbinden. Geht es nach ZTE, ersetzt der Spro Plus mit einem angeschlossenen Gaming Controller sogar Spielekonsolen.

Großer Akku, JBL-Lautsprecher und eine LTE-Version

Der Akku mit eine Kapazität von 12.100 mAh soll für sechs Stunden Filme schauen fernab jeder Steckdose reichen. Das konnte ich beim MWC nicht überprüfen, werde es aber nachholen. Die zwei 4-Watt-Lautsprecher von JBL reichen nicht an ein großes Heimkino-Soundsystem heran, aber waren nicht nur laut, sondern hatten auch einen ordentlichen Sound. Der Lautstärkeregler in Form einer Sensorfläche neben dem Display ist zwar eine Mischung aus Spielkram und Designelement, gefiel mir aber trotzdem sehr gut.

Zur Ausstattung des ZTE Spro Plus gehören ein HDMI- und ein USB-3.0-Anschluss für externe Monitore und Datenträger. Beim internen Speicher wird es zwei Modelle mit 32 und 128 Gigabyte Speicherplatz geben, den Ihr in beiden Fällen mit einer microSD-Karte erweitern könnt. Der Beamer mit Tablet verfügt über drei Gigabyte Arbeitsspeicher, zum Prozessor machte ZTE aber noch keine Angaben. Da aber schon im Spro 2 der Snapdragon 800 steckte, erwarte ich hier auch einen ordentlichen Chipsatz. Optional könnt Ihr den Spro Plus auch als LTE-Version erwerben und mit ihm mobil online gehen.

Fazit: große Versprechungen

Wenn der ZTE Spro Plus alle Versprechen des Herstellers hält, dann ist es ein All-in-One-Gerät, das gleich mehrere Gadgets ersetzen könnte. Ob das wirklich so ist, erfahrt Ihr im ausführlichen Test an dieser Stelle.

Der ZTE Spro Plus soll im Sommer 2016 erscheinen. Einen Preis nannte der Hersteller noch nicht, da aber bereits der ZTE Spro 2 letztes Jahr 599 Euro kostete, dürfte der Nachfolger kaum günstiger werden.


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