Akku-Check: So testet Ihr Eure Smartphone-Batterie

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Die Lebensdauer eines Smartphone-Akkus ist begrenzt
Die Lebensdauer eines Smartphone-Akkus ist begrenzt(© 2015 CURVED Montage)

Nichts ist für die Ewigkeit: Die Lebensdauer eines Akkus im Smartphone oder Tablet ist mitunter sehr begrenzt. Da Euer mobiles Gerät ohne Energiespeicher aber in den meisten Fällen nur noch als Untersetzer verwendbar ist, solltet Ihr den Akku von Zeit zu Zeit testen. Auch dann, wenn die Batterie schon kurze Zeit nach dem Aufladen den Geist aufgibt, solltet Ihr ihn überprüfen. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, worauf es dabei ankommt.

Den Akku genau untersuchen

Von Zeit zu Zeit solltet Ihr Euren Akku einer visuellen Inspektion unterziehen, da einige Fehler auch für Laien auf den ersten Blick zu erkennen sind. Das geht natürlich nur dann, wenn Ihr Euer Smartphone öffnen und den Akku entnehmen könnt.

Dass etwas mit dem Akku nicht stimmt, erkennt Ihr beispielsweise an Verformungen des Materials. Auch eine Zersetzung der Oberfläche nahe der Metallteile ist ein Hinweis darauf, dass etwas damit nicht stimmt. Grüne oder weiße Flecken deuten darauf hin, dass der Akku undicht ist. Dann solltet Ihr auf jeden Fall die Batterie aus dem Gerät entfernen, damit es nicht durch austretende Chemikalien beschädigt wird. Seid aber vorsichtig, da die Stoffe auch für Menschen gesundheitsgefährdend sein können.

Dreh-Test durchführen

Lithium-Ionen-Akkus werden mit jedem Ladevorgang schwächer. Wenn sie zusätzlich extremer Kälte oder Hitze ausgesetzt werden, kann dies die Lebensdauer zusätzlich verkürzen. Auch das Aufbewahren eines ungeladenen Akkus ist der Lebensdauer nicht unbedingt zuträglich.

Mit einem einfachen Vorgehen könnt Ihr testen, ob ein alter Akku vielleicht beschädigt ist: mit dem Dreh-Test. Legt den Akku auf eine glatte Oberfläche und versucht, ihn zu drehen. Wenn er sehr schnell im Kreis rotiert, ist dies ein Hinweis auf Verformungen – die wiederum eine altersbedingte Beschädigung nahelegen.

Ladezustand der Batterie im Auge behalten

Vor allem Nutzer eines Smartphones, bei dem der Akku nicht selbst entnommen werden kann, müssen sich auf andere Weise behelfen. Gut ist es immer, den Ladezustand des Akkus im Auge zu behalten. Wenn Ihr beobachtet, dass sich der Akku nach dem Aufladen in immer kürzeren Abständen entlädt, solltet Ihr das Smartphone zum Hersteller schicken, damit dieser einen Austausch vornehmen kann.

Hilfreiche Diagnose-Apps

Wenn Ihr Eigentümer eines iPhones seid, kann Euch die App iBackupBot bei der Diagnose des Akkus helfen. Mit dieser Anwendung, die für PC und Mac kostenlos verfügbar ist, könnt Ihr viele Informationen zu Eurem iPhone abrufen. Unter dem Menüpunkt "More Information" könnt Ihr Euch unter anderem den Ladezyklus und die Kapazität des Akkus anzeigen lassen.

Bei einem Android-Smartphone könnt Ihr im Wählfeld des Telefons den Code *#*#4636#*#* eingeben, um detaillierte Informationen zu Eurem Akku zu erhalten. Wenn dies nicht funktioniert, kann Euch die App Battery von MicroPinch weiterhelfen, die zum Beispiel die Temperatur und den Status des Akkus anzeigt.

Diese Apps sind vor allem hilfreich, um wichtige Detailinformationen zu erhalten. So bekommt ihr beispielsweise die Ladekapazität des Akkus angezeigt. Diese kann im Laufe der Zeit allerdings nachlassen. Daher empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen sowohl die Kapazität, die Entladeladekurven und Ladezyklen zu überprüfen. Die Apps geben Euch zudem genaue Informationen, wie hoch der Akkuverbrauch bei starker Benutzung sowie im Standby ist — wodurch Ihr unnötige Stromfresser identifizieren könnt.

Beim Akku kommt es auch auf die richtige Pflege an. Doch es gibt viele Mythen, was den Umgang damit betrifft. In einem anderen Ratgeber findet Ihr eine Übersicht, was Ihr tun dürft und was nicht, damit Euer Akku möglichst lange lebt.

Zusammenfassung

  • Von Zeit zu Zeit solltet Ihr den Akku Eures Smartphones testen
  • Wenn Ihr Verformungen oder Verfärbungen wahrnehmt, ist dies ein Hinweis darauf, dass der Akku gewechselt werden sollte
  • Wenn Ihr den Akku entnehmen könnt, lassen sich Schwellungen mithilfe des Dreh-Tests ermitteln
  • Eine hilfreiche Diagnose-App für iOS ist der iBackupBot für Mac oder PC
  • Bei einem Android-Smartphone kann Euch die App Battery weiterhelfen

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