Alles über Smart-Home-Türschlösser

Zu den intelligenten Türschloss-Lösungen gehört etwa August Smart Lock Pro
Zu den intelligenten Türschloss-Lösungen gehört etwa August Smart Lock Pro(© 2018 August)

Smart-Home-Türschlösser sind ein spannendes Thema, wenn es um Lösungen für ein modernes, intelligentes Zuhause geht. Sie bieten mehr Komfort als ein klassisches Türschloss und durch die Einbindung ins Smart Home lässt sich sogar noch Energie sparen. Auch der Einbau stellt normalerweise kein Problem dar. Trotzdem gibt es nicht erst bei der Installation, sondern schon bei der Anschaffung wichtige Punkte, die es zu beachten gilt. Und wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit aus?

Was ist ein Smart-Home-Türschloss?

Ein Smart-Home-Türschloss oder auch Smart Lock ist ein Schloss für die Tür, das elektronisch geöffnet und geschlossen werden kann, wobei die entsprechende Bedienung in der Regel mittels App über das eigene Smartphone oder Tablet erfolgt. Alternativ gibt es auch Lösungen, bei denen ein spezieller, herstellerspezifischer Funkschlüssel (Transponder) zum Einsatz kommt.

Eine weitere Variante für den Zugang ohne klassischen Türschlüssel stellt ein Tastenfeld dar, über das ein individueller Zahlencode zum Öffnen der Tür eingegeben wird. Modelle mit Fingerabdrucksensor und/oder Gesichtserkennung sind bislang noch nicht sehr weit verbreitet. Einige Systeme (z.B. DanaLock) bieten sogar die Möglichkeit, die Haustür automatisch zu entriegeln und zu öffnen. Ideal, wenn man keine Hand frei hat.

Diese Vorteile bietet ein Smart Lock

Smart-Home-Türschlösser bieten aber noch weitere Vorteile. Durch den Wegfall eines klassischen Schlüssels kann dieser auch nicht mehr verloren gehen. Nächtliche Anrufe beim Schlüsseldienst oder die Anschaffung neuer Schließzylinder und Wohnungsschlüssel gehören damit der Vergangenheit an. Manche Eltern kennen sicherlich auch das Problem, dass die lieben Kleinen zwar schnell die Haustürschlüssel, aber sehr viel seltener ihr Smartphone verlieren. Und wenn doch, dann kann dem verlorenen Gerät die Zugangsberechtigung schnell entzogen werden.

Zugangsberechtigungen können dauerhaft oder auch nur zeitweise vergeben werden. Handwerker können via Zugangscode auf dem Smartphone einmaligen Zutritt zur Wohnung gewährt bekommen, selbst wenn man nicht persönlich zuhause ist. Gleiches ist für den Pflegedienst einer pflegebedürftigen Person denkbar, der täglich morgens die Wohnung betreten können muss. Oder für den Nachbarn, der im Urlaub zweimal die Woche nach dem Rechten schaut.

Einbindung ins Smart Home

Wenn Smart-Home-Türschlösser in das Smart Home eingebunden werden, ergeben sich zahlreiche spannende Möglichkeiten hinsichtlich der Heimautomatisierung. Festgelegte Funktionen lassen sich gezielt an Besucherprofile koppeln. In Verbindung mit smarten Steckdosen ist es beispielsweise möglich, dass bestimmte Geräte abgeschaltet werden, sobald die Eltern das Haus verlassen. Fernseher und Spielekonsole im Wohnzimmer bleiben dann von der Stromzufuhr getrennt, wenn der Nachwuchs vor den Eltern nach Hause kommt.

Zusätzlich ermöglichen smarte Heizkörperthermostate clevere Automatisierungen, die Geld sparen können. Das Licht oder auch die Heizung kann sich auf Wunsch beim Verlassen des Hauses aus- und beim Betreten einschalten. Damit all dies möglichst reibungslos funktioniert, müssen alle smarten Komponenten den gleichen Funkstandard nutzen. Die Systeme mancher Anbieter sind untereinander kompatibel, aber leider nicht alle. Wer sein bestehendes Smart Home also irgendwann erweitern möchte, sollte darauf ganz genau achten.

Wie steht es um die Sicherheit?

So schön die Aussicht auf ein modernes, komfortables Zuhause auch sein mag, es stellt sich die Frage: Wie sicher sind Smart-Home-Türschlösser? Im Prinzip handelt es sich dabei immer noch um ein normales Schloss, bietet also nicht mehr oder weniger Schutz. Aber was ist, wenn sich Hacker ungewollt Zutritt verschaffen wollen? Zuerst einmal müssten sich die Hacker in der Nähe des Türschlosses befinden, denn bei den meisten Herstellern wird das smarte Türschloss lokal über Bluetooth angesprochen.

Als Sicherheitsmaßnahme gegen einen solchen Angriff dient jedoch die Verschlüsselung nach AES-Protokoll, entweder mit 128 Bit oder 256 Bit. Beide Varianten gelten als sicher genug. Handelt es sich um ein sicheres Passwort, dann benötigt der Angreifer rein rechnerisch mehrere Millionen Jahre, um den Sicherheitsschlüssel herauszufinden. Wichtig: Vom Hersteller vergebene Standard-Passwörter sollten unbedingt geändert werden.

Meist einfacher Einbau

Smart-Home-Türschlösser einzubauen, erfordert keine speziellen Handwerker-Fähigkeiten. Die Installation dauert normalerweise nur wenige Minuten. In vielen Fällen bleibt das "alte" Türschloss vollständig erhalten, dem Schloss mitsamt eingestecktem Schlüssel wird auf der Innenseite zunächst eine Halterung aufgesetzt. Daran wird anschließend die in einem Gehäuse befindliche, häufig von Batterien oder Akkus angetriebene Motoreinheit befestigt. Zu beachten ist allerdings, dass bei manchen Anbietern der Schließzylinder weit genug aus der Blende herausragen muss, um das Smart Lock zu installieren.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Modelle, bei denen der bisherige Schließzylinder ausgebaut werden muss. Zwar ist dies kein Hexenwerk, es ist trotzdem etwas aufwendiger und dauert deshalb länger. Ein Rückbau ist meistens weiterhin möglich, Mieter sollten sich jedoch vorab genau über die Erfordernisse für den Einbau informieren und erst dann entscheiden, welche Lösung in Frage kommt.


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