Alternativen zu eBay: Welche Auktionshäuser gibt es?

Fairnopoly setzt auf fairen Online-Handel.
Fairnopoly setzt auf fairen Online-Handel.(© 2014 Fairnopoly.de)

Jeden Monat werden auf eBay allein innerhalb Deutschlands mehr als 20 Millionen Artikel versteigert – weltweit sind mehr als 120 Millionen Nutzer aktiv, sodass der Online-Marktplatz der größte und bekannteste seiner Art ist. Es gibt aber auch Alternativen, die zwar nicht mit dem Angebot mithalten können, aber einen eigenen Charme bieten. Sie helfen dabei, die Welt ein Stück besser zu gestalten, sind deutlich regionaler aufgezogen oder setzen stärker als eBay auf Privat-Auktionen, weniger auf gewerbliche Verkäufe.

Angebote aus der Umgebung finden

Die wahrscheinlich bekannteste eBay-Alternative in Deutschland ist das Internet-Auktionshaus Hood. Im Gegensatz zum Marktführer ist die Produktpalette mit rund vier Millionen Angeboten am Tag deutlich kleiner – dafür muss der Verkäufer weder eine Gebühr für die Anzeige entrichten, noch eine Provision bei einem erfolgreichen Verkauf. Vor allem der umfangreiche Kleinanzeigenmarkt für Angebote aus der näheren Umgebung macht Hood sehr attraktiv, ob für DVDs, Smartphones, Bücher oder Kinderspielzeug.

Kunst und Design oder fairen Handel unterstützen

In den USA hat sich das Auktionshaus Etsyetabliert, über das in erster Linie Kunst und selbst designte Kleidungsstücke verkauft werden. Das weltweit operierende Unternehmen ist deshalb vor allem für Menschen interessant, die Kleidung und Kunst nicht von der Stange kaufen wollen und zudem lieber kleine Künstler oder Designer unterstützen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass zu dem Kaufpreis und den Versandkosten eventuell noch Zollgebühren hinzukommen können. Außerdem versenden nicht alle Anbieter ihre Produkte nach Deutschland.

Wem beim Online-Shopping gemeinnützige Werte wie Nachhaltigkeit und Fairness viel bedeuten, der findet in Fairnopoly eine interessante Alternative zu eBay. Die Philosophie hinter diesem Portal: Auf jeden Verkauf fallen sieben Prozent Gebühren an, von denen ein Teil an Anti-Korruptionsinitiativen gespendet wird. Gegründet wurde der Online-Marktplatz Ende 2012 als Crowdfunding-Projekt, seit September 2013 ist er öffentlich zugänglich. Daher verwundert es nicht, dass das Angebot noch sehr überschaubar ist.

Auktions-Flatrate nutzen und Geld sparen

Einen interessanten Ansatz verfolgt der Online-Marktplatz Auxion, da er auf Gebühren für Verkäufer verzichtete. Dafür bezahlen Verkäufer und Käufer einen Monatsbeitrag von einem Euro – eine Art Auktions-Flatrate, für die es die grundlegenden Funktionen gibt. Wer allerdings etwa ein Bild in die Auktion einstellen will muss einen Aufschlag zahlen. Eine weitere Besonderheit dieses Internet-Auktionshauses ist die Rabattfunktion: Verkäufer können dem Käufer nach einem Geschäft Rabatt gewähren, der auf den nächsten Einkauf angerechnet werden kann. Dadurch ergibt sich eine spezielle Bindung zwischen Käufer und Verkäufer, die vor allem für fleißige Nutzer interessant ist. Und viel Bewegung ist auf der Seite zu sehen: Die Zahl der ständigen Auktionen liegt bei rund einer Million.

Zusammenfassung

  • Viele Internet-Auktionshäuser versuchen mit eBay zu konkurrieren, indem sie niedrigere Gebühren erheben
  • Einige Unternehmen setzen auf bestimmte Produkte, um sich von der Konkurrenz abzuheben, wie zum Beispiel fair gehandelte Waren
  • Vor allem im Bereich Kleinanzeigen können die eBay-Konkurrenten echte Alternativen sein

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