Anleitung: Ein Backup vom Android-Smartphone erstellen

Ein regelmäßiges Backup schützt vor Datenverlust.
Ein regelmäßiges Backup schützt vor Datenverlust.(© 20214 CC: Flickr/Jaymis)

Wer Fotos, Kontakte und sonstige auf dem Android-Smartphone gespeicherte Daten sichern will, muss regelmäßig ein Backup erstellen. Das gelingt mit unterschiedlichen Sicherungsmethoden. Verschiedene Sicherungsorte bringen zudem verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Hier findest du einen Überblick.

Während Apple-User ein umfassendes Backup per iTunes oder iCloud erstellen können, bieten sich Android-Nutzern zahlreiche Möglichkeiten der Datensicherung. Diese regelmäßig durchzuführen, ist aus mehreren Gründen empfehlenswert. Geht das Handy verloren, wird es gestohlen oder zerstört, sind nicht zwangsweise auch alle Daten verloren. Des Weiteren erleichtert ein umfangreiches Backup, das beispielsweise auch Einstellungen speichert, die schnelle und komfortable Einrichtung eines neuen Smartphones.

Vorteile und Nachteile eines Android-Backups am PC

Viele Hersteller von Android-Smartphones legen dem Mobilgerät eine spezielle Software zur Datensicherung am PC bei. Samsung nennt dieses Programm beispielsweise Kies, bei Sony handelt es sich um den PC Companion, aber auch HTC und LG bieten die Möglichkeit, ein Smartphone-Backup auf dem PC zu speichern.

Vorteile der Sicherung am PC sind der zumeist große zur Verfügung stehende Speicherplatz sowie die Lagerung der Daten unabhängig vom Herkunftsort. Geht das Smartphone verloren, sind die Dateien immer noch auf dem PC. Allerdings ist ein Android-Backup am Desktop-Rechner in der Regel manuell durchzuführen. Das wird von vielen Nutzern schlicht und einfach vergessen oder zu selten erledigt.

Onboard-Datensicherung: intern oder auf externer Speicherkarte?

Zahlreiche Backup-Apps ermöglichen die bequeme und einfache Datensicherung direkt auf dem Smartphone. Diese Anwendungen sind oft kostenfrei im Google Play Store erhältlich, allerdings ist das Angebot an Komplettlösungen sehr überschaubar. Häufig werden nur bestimmte Daten, zum Beispiel Fotos oder Nachrichten, gesichert. Positiv hervorzuheben sind Apps, die dem Nutzer zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten bieten, beispielsweise die Wahl des Speicherorts. Ab Android 4.0 lassen sich Daten auch in den Einstellungen sichern. Gehe dafür in das Menü „Speicher | Verschiedenes“ und verschiebe Multimedia-Dateien auf die externe SD-Karte.

Eine Onboard- Datensicherung bringt den Vorteil, dass sie schnell und einfach gemacht ist, weil sie wenig Aufwand erfordert. Allerdings sind die Dateien auf dem internen Speicher nicht sehr sicher aufgehoben. Beim Zurücksetzen des Smartphones ist auch das Backup gelöscht. Davon verschont bleibt es, wenn es auf einer externen SD-Karte erstellt wird. Geht das Handy jedoch verloren, sind die Daten endgültig weg.

Sind Nutzerdaten in der Cloud sicher aufgehoben?

Nicht nur einige Apps, auch manche Hersteller bieten bei ihren Backup-Lösungen die Sicherung der Daten in einer Cloud an. Der Gedanke dahinter ist gut: Auf diesen Speicherort lässt sich von vielen Geräten zugreifen. Wird das Smartphone gestohlen, kann ein neues Handy mit den alten Daten aus der Cloud eingerichtet werden. Allerdings stehen Cloud-Dienste, zum Beispiel die Lösung von Google, aufgrund von Sicherheitslücken häufig in der Kritik. Werden Daten unverschlüsselt übertragen, besteht die Gefahr, dass sie abgefangen und missbraucht werden. Insbesondere bei sensiblen Daten wie Passwörtern ist daher Vorsicht angebracht.

Zusammenfassung

  • Regelmäßige Android-Backups schützen vor vollständigen Datenverlusten nach Handy-Diebstahl, -Verlust und Co.
  • Backups am PC sind besonders sicher, müssen aber regelmäßig manuell erstellt werden
  • Eine Onboard-Sicherung sollte besser auf der SD-Karte als im internen Speicher erfolgen
  • Cloud-Dienste bieten nur dann Sicherheit, wenn Daten verschlüsselt übertragen werden

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