Augmented Reality: Smartphone mit der Welt verknüpfen

Eingeblendete Freistoßentfernungen bei Fußballübertragungen oder Informationen über ein Gebäude, vor dem Ihr gerade steht – mit Augmented Reality (AR) erhaltet Ihr zusätzliche Informationen auf Euer Smartphone oder Tablet. Kamera und Display von Smartphone und Tablet dienen also der Sinneserweiterung. Was die „erweiterte Realität“ alles kann und wie was die Voraussetzungen für ihre Nutzung sind, erfahrt Ihr hier.

Augmented Reality im Alltag nutzen

Die Nutzungsmöglichkeiten für Augmented Reality im Alltag sind vielfältig, wie die zahlreichen Apps zeigen – aber noch nicht vollends ausgereift: So könnten Architekten beispielsweise zukünftig an einem dreidimensionalen Modell eines Hauses arbeiten – und dabei Hilfe von Kollegen in Echtzeit in Anspruch nehmen. Auch im Urlaub kann die Technik hilfreich sein, wenn sich beispielsweise ergänzende Informationen zu einer Ruine oder die Darstellung des ursprünglichen Gebäudes auf dem Smartphone anzeigen lassen. Auf diese Weise würde ein Reiseführer oder Tourguide überflüssig, da Infos zu Sehenswürdigkeiten auf dem Display als Overlay eingeblendet werden – selbst Spiele wie zum Beispiel Ingress nutzen die Technologie.

Auch für Unternehmen ist die neue Technologie interessant: So gibt es beispielsweise von einem Möbelhersteller eine Software, mit der die Einrichtungsgegenstände in der Wohnung virtuell platziert werden können. Dank der Weiterentwicklung der Gesten- und Mimikerkennung von Geräten ist in Zukunft auch die Bedienung von Smartphone und Computer mit virtuellen Knöpfen denkbar; ein Beispiel für diesen Einsatz der Augmented Reality ist in der Filmreihe „Iron Man“ zu sehen.

Voraussetzungen für die Technologie

Die technischen Grundlagen sind prinzipiell überschaubar: Um eine entsprechende Software für Augmented Reality nutzen zu können, muss das Smartphone eine Kamera enthalten, die Aufnahmen der Umgebung ermöglicht. Wichtig sind außerdem möglichst empfindliche Sensoren wie beispielsweise ein Beschleunigungsmesser, um Bewegungen aufnehmen und in die Darstellung auf dem Display umrechnen zu können. Für die meisten Anwendungen, die Informationen zu bestimmten Orten oder Wegstrecken liefern, ist außerdem ein GPS-Sender erforderlich.

Anwendungen noch nicht ausgereift

Eine App, die zukünftige Möglichkeiten der Augmented Reality erahnen lässt, ist LandscapAR augmented reality für Android. Die Software kann unter anderem ein auf dem Tablet gezeichnetes Gebirge in eine dreidimensionale Darstellung umrechnen.

Für Besucher von New York City ist die iOS-App New York Nearest Subway hilfreich: An einer Kreuzung lassen sich beispielsweise U-Bahn-Stationen, Straßennahmen und Entfernungen auf dem Smartphone anzeigen.

Viele Apps sind bisher noch nicht weit genug entwickelt, um den Nutzern einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Probleme ergeben sich bei der Anwendung der Technologie vor allem durch die bisher zu ungenauen Sensoren in Smartphones und den hohen Energieverbrauch der Apps.

Zusammenfassung

  • Die noch in der Entwicklung befindliche Technik Augmented Reality kann in vielen Arbeits- und Alltagssituationen helfen, zum Beispiel durch die Anzeige von zusätzlichen Informationen
  • Bisher gibt es vor allem Anwendungen, die für Touristen und Unternehmen zur Werbung genutzt werden
  • Die Voraussetzungen variieren je nach dem Bereich, für den die Anwendung gedacht ist; in der Regel werden eine Kamera und verschiedene Sensoren benötigt, zum Beispiel zur Geschwindigkeitsmessung

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