Besser Shoppen mit dem iPhone

Apps können helfen beim Shoppen die richtigen Angebote zu finden
Apps können helfen beim Shoppen die richtigen Angebote zu finden(© 2013 istock.com/Apriori1)

Komfortabel online einkaufen, im Laden Schnäppchen finden und im Supermarkt garantiert nichts vergessen: Wir geben Tipps zum Shopping mit dem iPhone. Shopping gehört wohl zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten überhaupt: Das iPhone kann Euch in vielerlei Hinsicht beim Geldausgeben behilflich sein – aber auch beim Sparen. Zunächst findet Ihr auf dem iPhone mit den On-Board-Apps für den Zugang zum iTunes Store und zum App Store sowie der optionalen iBooks-App natürlich die Möglichkeiten, mit dem iOS-Gerät in den Apple-eigenen digitalen Shops für Musik, Apps und Bücher einzukaufen. Jeder Online-Versandhandel, der etwas auf sich hält, ist darüber hinaus ebenfalls über eine App verfügbar und intelligente Einkaufsführer und Listen für das iPhone sollen Euch dabei helfen, beim „realen“ Shopping nichts zu vergessen und die richtigen Angebote zu finden. Doch welche Apps benötigt Ihr wirklich – und worauf müsst Ihr beim Shopping mit dem iPhone achten? Bewusster in Apples Shops einkaufen Mit den vorinstallierten Apps „iTunes Store“ und „App Store“ sowie der kostenlosen App „iBooks“ kauft Ihr via iPhone bekanntermaßen Musik, Filme, TV-Serien, Apps oder E-Books bei Apple. Das kann unterwegs oder im Urlaub praktisch sein, belastet aber natürlich das Datenvolumen des Mobilfunkvertrags, wenn Ihr Euch nicht im WLAN befindet. Wenn Ihr deshalb sichergehen wollt, Euch abends auf dem Hotelzimmer nicht doch einmal einen mehrere GB großen Spielfilm über das Mobilfunknetz auf das iPhone zu laden, deaktiviert Ihr in den Einstellungen des iPhones unter „iTunes & App Store“ die Option „Mobile Daten verwenden“. Wenn Ihr mit dem iPhone einen Film in HD (möglich ab iPhone 4) kauft, könnt Ihr übrigens später über iTunes auf dem Computer – sofern hier der gleiche iTunes-Account aktiviert ist – auch die SD-Version (für ältere Mobil-Geräte) des Films laden. Da einmal gekaufte Filme in Deutschland noch nicht über die iTunes-in-der-Cloud-Funktion für den erneuten Download zur Verfügung stehen, müsst Ihr hierfür die Option „Nach verfügbaren Downloads suchen…“ in iTunes verwenden. Die HD-Version des Films übertragt Ihr vom iPhone auf den Computer, indem Ihr in iTunes mit Rechts auf das iPhone klickt und die Option „Einkäufe übertragen“ wählt. Vorsicht gilt beim Leihen von Filmen mit dem iPhone. Diese können während der Leihdauer nicht via iTunes auf den Computer übertragen werden, um sie dort zu schauen. Stattdessen stehen sie während der gesamten Leihfrist nur auf dem iPhone zur Verfügung. Da es sich gerade auf dem kleinen iPhone-Bildschirm nicht zwangsläufig lohnt, die HD-Version eines Films zu leihen, bietet sich hier der Griff zur einen Euro günstigeren SD-Version des Films an.

Vorsicht gilt beim Leihen von Filmen mit dem iPhone. Diese können während der Leihdauer nicht via iTunes auf den Computer übertragen werden, um sie dort zu schauen.[ad id="mobile_half"]

Besitzer eines iPhone 5s müssen nicht jeden Einkauf im iTunes Store und im App Store mit der Eingabe des Passwortes ihrer Apple ID auf dem iOS-Gerät bestätigen. Stattdessen könnt Ihr auf Wunsch hierfür auch den Fingerabdruckscanner Touch ID konfigurieren. Wer dies nicht gleich bei der Einrichtung des iPhones getan hat, findet die entsprechende Möglichkeit unter „Einstellungen | Allgemein | Touch ID & Kennwort“. Apple stellt nicht nur Apps für den Kauf digitaler Medien zur Verfügung, sondern bietet mit seiner Apple-Store-App auch die Möglichkeit, Apple-Produkte und Zubehör mit dem iPhone zu bestellen. Um hierbei Zeit zu sparen, könnt Ihr die Express-Checkout-Funktion nutzen. Sind sämtliche Rechnungs-, Liefer-, und Adressdaten einmal hinterlegt, genügt es, nur einmal auf die entsprechende Schaltfläche zu tippen, um ein Produkt zu kaufen. Ihr umgeht dabei den Kaufvorgang über den Warenkorb und gebt lediglich das Passwort der Apple ID einmal zur Bestätigung ein. Vor Ort in einem Apple Store, hilft die Apple-Store-App ebenfalls dabei, Zeit zu sparen. Mit dem EasyPay-Feature könnt Ihr den Strichcode ausgewählter Zubehörprodukte scannen und diese direkt mit dem iPhone bezahlen – sofern Kreditkartendaten in der App hinterlegt wurden. Die Belege werden in der App gesammelt und können jederzeit vorgezeigt werden. Bislang nur in US-amerikanischen Apple Stores findet das Shopping mit Unterstützung durch iBeacons statt. Dies sind kleine Bluetooth-Sender, die Push-Nachrichten auf das iPhone senden und Kunden im Laden so navigieren und auf Angebote aufmerksam machen können. Erste Tests in den USA bei Einführung der Technologie im Dezember zeigten, dass Apple die iBeacon-Funktionalität derzeit noch eingeschränkt verwendet. Anstatt abhängig von der Position des Kunden im Laden auf konkrete Angebote aufmerksam zu machen, werden bislang in der Regel eher allgemeine Informationen mit Push-Nachrichten auf das iPhone gesendet. Digitale Einkaufslisten verwenden Zettel und Stift zum Anlegen einer Einkaufsliste für den Supermarkt werden durch das iPhone überflüssig. Neben der Möglichkeit über die Notizfunktion des iPhone Shopping-Listen zu erstellen, stehen Euch im App Store zahlreiche Einkaufslisten-Anwendungen mit weitreichenderen Funktionen zur Verfügung. Eine der bekanntesten Apps in diesem Bereich ist „Buy Me a Pie!“. Diese findet Ihr in einer „Classic“-Version und einer separaten für iOS 7 optimierten Variante, wobei die Entwickler für jede Version 2,69 Euro verlangen. Als Besitzer der Classic-Version müsst Ihr nicht zwangsläufig auch zur neuen Version greifen. Der Vorteil einer App wie „Buy Me a Pie!“ liegt in der Tatsache, dass Ihr Einkaufslisten auch mit Freunden und Familienmitgliedern teilen könnt und Einträge in Echtzeit synchronisiert werden. Hierfür ist eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse, Benutzername und Passcode notwendig. Zugriff auf den Dienst habt Ihr dabei nicht nur über die iOS-App, sondern auch über das Online-Portal buymeapie.com. Weitere Features von „Buy Me a Pie!“ sind die Gruppierung von Produkten über Farbcodes sowie das einfache Hinzufügen und Entfernen von Listeneinträgen. Noch ein wenig zeitsparender und innovativer beim Erstellen von Einkaufslisten ist die App „Bring!“, die ebenfalls 2,69 Euro kostet. Aufgrund zahlreicher handgezeichneter Produkt-Icons fügt Ihr Produkte ganz intuitiv einer Einkaufsliste hinzu und könnt diese über ein einfaches Tippen genauso schnell auch wieder entfernen. Auch mit Bring! teilt Ihr darüber hinaus Einkaufslisten mit anderen und könnt neue Einträge als Push-Nachrichten verschicken. Die Anzahl noch einzukaufender Artikel zeigt das App-Icon als Badge-Mitteilung an. Wenn Ihr auf der Suche nach einer Einkaufslisten-App mit weniger umfangreichen Funktionen seid, die sich aber für diesen Zweck dennoch besser als die Notizfunktion des iPhones eignet, bietet sich das kostenlose „ShopShop“ an. Gekaufte Produkte streicht Ihr durch einmaliges Tippen in Eurer Einkaufsliste durch, Listen werden auf Wunsch über Dropbox synchronisiert, und die Anzahl von Produkten zeigt auch ShopShop am Icon an. Schnäppchen machen So gut wie jede große Supermarktkette wie Aldi, Real oder Netto bietet eine eigene iOS-App an, in der Ihr die aktuellen Angebote seht oder Filialen suchen könnt. Vielfach sind auch Einkaufslisten-Funktionen integriert, teilweise kann sogar über die entsprechenden Apps im Supermarkt bezahlt werden. Sie sparen die Lektüre der wöchentlichen Angebots-Flyer auf dem Papier und haben den Vorteil, dass ihr die Übersicht immer dabei habt. Sämtliche Supermarkt-Apps sind in der Regel kostenlos. Wenn Ihr es noch komprimierter und übersichtlicher haben wollt, lohnt sich die Installation des ebenfalls kostenlosen „MeinProspekt HD“. Diese bietet gesammelt Zugriff auf zahlreiche lokale Angebotsprospekte von Aldi und Lidl bis zu Saturn, Media Markt & Co. Durch das Anlegen von Favoriten könnt Ihr dabei die Übersichtlichkeit steigern. Natürlich ist das Angebot von Shopping-Apps insgesamt fast unbegrenzt. Egal ob H&M, IKEA oder Karstadt – jeder bietet auch das virtuelle Shopping via iPhone an. Die Nutzung zu vieler Shopping-Apps sollte man nicht zuletzt aus Datenschutzgesichtspunkten allerdings vermeiden. In Ausgabe 11.2012 hat Stiftung Warentest von zwölf getesteten Apps sechs in Sachen Datenschutz als „kritisch“ oder „sehr kritisch“ eingestuft. Die Bezeichnung „unkritisch“ erhielt zum Beispiel die App des Internetauktionshauses eBay. Als „kritisch“ wurde unter anderem Amazons App bezeichnet, da diese Geräteerkennung und Netzbetreiber an den Internethändler übermittelte. Wen das nicht stört, der kann über die Amazon-Anwendung allerdings  schnell, übersichtlich und komfortabel einkaufen.