Clever grillen: 6 Tipps für gesunde Barbecues

Wer clever grillt, packt nicht nur das Richtgie aufs Rost, sondern beachtet auch Tipps rund um Kohle und Co.
Wer clever grillt, packt nicht nur das Richtgie aufs Rost, sondern beachtet auch Tipps rund um Kohle und Co.(© 2018 Shutterstock / alicja neumiler)

Grillparties und Fitnessbewusstsein sind kein Widerspruch – wenn man ein paar Barbecue-Regeln beachtet. Die betreffen aber längst nicht nur fettarme Alternativen für das Grillrost, sondern auch clevere Marinaden und die Vermeidung von Risikostoffen beim Grillen.

Jeder Fitnessfan, der sich intensiv mit dem Thema ausgewogene Ernährung befasst, weiß: Eine Grillparty kann auch ohne fettige Nackensteaks, Bauchfleisch und Rostbratwürstchen zu Weißbrot mit Kräuterbutter und Nudelsalat ein Fest für alle Sinne werden. Zum Beispiel mit einem mageren Steak: Das ist leicht, schnell zubereitet, reich an Protein und auch ohne fettige oder süße Saucen köstlich. Auch Hähnchen-Gemüse-Spieße oder Fisch gelten als gesunde Grill-Alternative zu Bratwurst und Co. Selbst Vegetarier und Paleo-Anhänger finden mit Grillkäse oder Gemüse inzwischen in jedem Supermarkt schnell das Richtige für die heiße Glut. Aber habt ihr euch schon mal Gedanken darum gemacht, dass gesundes Grillen nicht beim Grillgut aufhört? Wir haben sechs Tipps, die ihr beim nächsten Barbecue auf jeden Fall im Hinterkopf haben solltet:

Grilltipp Nummer 1: Nicht bei der Grillkohle sparen

Falls ihr noch nicht in Besitz eines fancy Gasgrills seid, solltet ihr zumindest nicht an der Grillkohle sparen. Damit ist nicht gemeint, viel davon zu verbrennen, sondern beim Kauf des Brennmaterials kritisch zu sein. Die Holzkohle der Wahl sollte nur aus einer Holzart bestehen. Wenn es auf dem Etikett keine Infos dazu gibt, lasst lieber die Finger von dem Produkt. Denn wenn Hersteller verschiedene Holzsorten mixen, kann es sein, dass die Kohle schädliche Rückstände auf dem Grill hinterlässt. Schaut auch nach dem Aufdruck "DIN EN 1860-2" auf dem Etikett – der garantiert, dass die Kohle auf Schadstoffe geprüft wurde.

Grilltipp Nummer 2: Geduld statt Spiritus

Je nach Wetter und Wind und Hungerempfinden kann es gefühlt schon mal eine Ewigkeit dauern, bis der Grill glüht. Wie beim Einkaufen gilt auch am Grill: Nicht erst mit Bärenhunger loslegen. Da kauft und isst man nicht nur mehr als nötig. Ungeduldige Griller greifen oft zu Brandbeschleunigern wie Spiritus. Die sind aber nicht ganz ungefährlich, weil es beim Anzünden der Flüssigbrennstoffe zu einer Verpuffung und schweren Verbrennungen kommen kann. Feste Anzündehilfen wie Zündwürfel sind nicht nur einfacher zu kontrollieren, sondern hinterlassen auch weniger Schadstoffe und Spiritus-Beigeschmack auf dem Grillgut. Tipp: Ein kleiner Anzündekamin für den Grill ist eine lohnende Investition und ist schon ab zehn Euro erhältlich. Mit Zündwürfeln und einem Anzündekamin ist der Grill dann auch in spätestens zwanzig Minuten startklar für die große Fleischparty.

Grilltipp Nummer 3: Biermarinade statt Bierdusche

Jaja, die Deutschen und ihr Bier. Die Liebe geht so weit, dass das Fleisch am Ende gern noch einer Bierdusche ausgesetzt wird. Aus zweierlei Gründen raten wir allerdings von diesem Brauch ab: Erstens qualmt der Grill dabei sehr und es entstehen Schadstoffe, die sich auch um euer Abendessen hüllen. Zweitens wäscht man die leckere Marinade ab und wirbelt stattdessen Asche auf das Grillgut: weder lecker noch gesund. Die clevere Alternative ist eine leckere Marinade mit Bockbier, Balsamico, Honig, Senf und leckeren Gewürzen.

Grilltipp Nummer 4: Mit den richtigen Kräutern Risikostoffe beim Grillen reduzieren

Apropos Marinade: Wusstet ihr, dass Risikostoffe entstehen können, wenn die leckere Fleischsauce oder Öl in die Glut tropft? Die verdampfen in der Hitze direkt und landen dann auf dem Fleisch – als sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die krebserregend sein sollen. Darum sollte man sein Grillgut lieber auf eine Aluschale oder Alufolie legen. Dann können die Flüssigkeiten nicht runtertropfen.
Zugegen, Alufolie hat aus gesundheitlicher wie ökologischer Sicht nicht den besten Ruf: Gerade säure- oder salzhaltige Speisen setzen darin eingewickelt Aluminiumionen frei, die wir dann mitessen. Grundsätzlich sollten wir unsere Lebensmittel so selten und kurz wie möglich mit Alufolie in Kontakt bringen. Grillen ist aber eine vertretbare Ausnahme, eben um die anderen Risikostoffe zu vermeiden. Am besten würzt man Fleisch, Fisch oder Grillkäse dann aber erst später auf dem Teller nach. Wer jetzt verunsichert ist, kann Marinaden mit Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Oregano zubereiten – und dann auch auf die Alufolie verzichten: Studien zufolge sollen diese Kräuter dank ihrer geballten Antioxidantien die Entstehung der krebserregenden Stoffe um knapp 90 Prozent reduzieren.

Marinade selber machen ist ein Kinderspiel – und lohnt sich.(© 2018 Shutterstock / vanillaechoes)

Grilltipp 5: Nach der Grillparty kommt der Abwasch

Logisch, auf einer geselligen Grillparty kann es spät werden. Dennoch solltet ihr bis zum nächsten Barbecue den Grill gründlich gereinigt haben. Denn was die Wenigsten wissen: Die Brandrückstände auf dem Rost können ebenfalls giftig sein und setzen sich dann unter Umständen auf dem frischen Grillgut fest. Wer einen guten Grill hat, kann die Brandreste auch einfach ausbrennen: Deckel drauf und den dann Grill auf 260 Grad Celsius erhitzen, damit alle Fett- und Speiserückstände sowie Bakterien vernichtet werden. Im Anschluss den Grill etwas abkühlen lassen und dann mit der Drahtbürste und etwas Spülmittel endreinigen – fertig. Die saubere Alternative für Faule ist hier natürlich der Elektrogrill. Denn die Risikostoffe entstehen nur beim Garen auf dem offenen Feuer. Schneller fertig ist das Essen damit natürlich auch und es darf sogar auf Balkonien gegart werden. Damit spart man sich die Schlepperei zum nächsten Grillplatz. Viele vermissen zwar das würzige Aroma, aber dafür gibt es auch wieder passende Gewürzmischung für die Marinade – selbstgemacht versteht sich.

Grilltipp Nummer 6: Einfach nur Würstchen grillen war gestern – mit den richtigen Rezepten und Timing wird euer Barbecue der Knaller

Fertig mariniertes Fleisch und gekaufte Saucen braucht eigentlich kein Mensch: Wer einmal in der ersten Grill-Liga spielen möchte, beeindruckt mit einem perfekt gegarten Rib-Eye-Steak oder verpasst dem Huhn das richtige Aroma und der Salsa die individuelle Menge Chili. Und wer dann noch Lachssteak und Garnelenspieß auf den Grill legt, der hat es allen Grillmastern gezeigt. Weil Grillen längst eine Wissenschaft für sich ist, dürft ihr ruhig Nachhilfe nehmen und spicken – Grill-Apps machen es möglich:

Außergewöhnliche Rezeptideen und leckere Saucen für den Grill

  • In der "Grillen"-App von GU (für iOS und Android) findet ihr für 2,99 Euro 70 köstliche Rezepte mit Fotos, allen Zubereitungsschritten und Tipps. Außerdem findet ihr in der App die Grundlagen der Grillpraxis, wie etwa "Die perfekte Glut". Mit der intelligenten  Einkaufsliste für unterwegs seht ihr alle Zutaten, die ihr braucht, auf einen Blick.
  • Monotonie auf dem Rost muss nicht sein. Die App "Grillrezepte" (iOS, 0,99 Euro  und Android, 1,19 Euro) liefert satte 5.000 Rezepte – vom klassischen Fleischgericht bis hin zum modernen Gemüseteller. Dazu gibt es Anleitungen für Beilagen, Soßen und Marinaden. Die Rezepte können nach Zutaten, Kategorien und Regionen gefiltert werden. Hier finden selbst erfahrene Profi-Griller Inspiration und neue Ideen.
  • Eine gute Soße oder ein vollendeter Dip sind das i-Tüpfelchen auf jedem Grillgut – sei es Fleisch oder Gemüse. Wer Ideen sucht, die über "Deckel abschrauben und Ketchup drauf" hinausgehen, findet eine Vielzahl an Rezepten für spezielle Barbecue-Soßen, aber auch für Salate und Co., in der Grill-Sammlung bei Eat Smarter – das Magazin gibt es auch als kostenlose App für iOS und Android.
Wer meint, er könne nicht grillen, probiert es vielleicht mal mit einer Grill-App: Die bieten nicht nur Rezepte, sondern auch infos zur Garzeit von verschiedenem Fleisch.(© 2018 CURVED)

Grill-Timer für das perfekte T-Bone-Steak

  • Ihr wollt keinen Schnick-Schnack, sondern ein ordentliches T-Bone-Steak auf den Punkt? Dann fragt den kostenlosen kleinen "SteakMate" für Android und iOS: Gebt ein, was ihr habt, wie dick das Fleisch ist und wie ihr es garen wollt, und zack, timt euch der SteakMate die optimale Garzeit. Lasst es euch schmecken. Eine Alternative, die genauso funktioniert, ist der "Steak-Timer" (gibt's ebenfalls für iOS und Android). Die App sagt einem sogar, wann man das Grillgut wenden soll.

Fazit: Grillen kann jede(r)

Grillen kann wirklich jeder und jede. Man muss nur wissen, wie. Sich dafür einen Ratgeber runterzuladen, ist nun wirklich keine Schande – eher ist es eine, immer nur die Männer am Grill zu parken. Damit das Barbecue auch zum gesundheits- und fitnessbewussten Lebensstil passt, haben wir euch sechs Tipps mit ans Rost gegeben, die nicht nur abwechslungsreiche Rezepte und Marinaden umfassen, sondern schon bei der richtigen Kohle anfangen und bei der Vermeidung von Schadstoffen enden. Übrigens sollten gerade Ausdauersportler öfter mal zur Grillzange greifen und rotes Fleisch auflegen: Sie sind häufiger betroffen von Eisenmangel.


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