Coronavirus-News: Hier findet ihr Live-Karten, Ticker und Infos

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Viele nutzen derzeit einen Mundschutz. Laut RKI verringert dieser allerdings das Ansteckungsrisiko eher nicht
Viele nutzen derzeit einen Mundschutz. Laut RKI verringert dieser allerdings das Ansteckungsrisiko eher nicht(© 2020 Stocksy)

Update, 19. Oktober 2020: Wir haben unsere Corona-News-Übersicht um diverse Informationen ergänzt.

Kaum etwas dominiert die Schlagzeilen aktuell so wie das Coronavirus. Bei der ganzen Flut an bedrückenden Nachrichten fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Wir wollen euch einige Informationsquellen an die Hand geben.

  • Live-Karten liefern weltweit und regional einen Überblick
  • Diverse Redaktionen tickern über aktuelle Situation
  • Corona-Apps sollen bei der Kontaktverfolgung helfen

Live-Karten zum Coronavirus

Wenn ihr wissen möchtet, wie der aktuelle Stand der Verbreitung ist, könnt ihr euch eine Corona-Live-Karte anschauen. Die wohl bekannteste stellt die renommierte John Hopkins University zur Verfügung. Deren Karte zeigt die weltweite Situation, lässt sich aber auch nach einzelnen Ländern filtern. Ihr könnt also exakt nachschauen, wie viele bestätige Corona-Fälle es in welchem Land gibt.

Bedrückenderweise gibt die Live-Karte zum Coronavirus auch Auskunft über die Todesfälle – sowohl weltweit als auch für die jeweiligen Länder einzeln aufgeführt. Aber: Auch die Anzahl der Genesenen könnt ihr dort abrufen. Ähnliche verhält es sich bei der Corona-Live-Karte der WHO.

Google bietet mittlerweile ebenfalls eine entsprechende Karte an und liefert euch zudem viele weitere Informationen zum Thema, wie ihr in einem anderen Artikel nachlesen könnt.

Eine sehr aktuelle Corona-Live-Karte für Deutschland findet ihr etwa bei der Berliner Morgenpost. Sie listet bestätigte Infektionen, Genesene und Todesfälle für die einzelnen Bundesländer auf.

Wichtige Corononavirus-News und -Infos

Da im Netz zurzeit auch viele Falschinformationen kursieren, solltet ihr euch ausschließlich an seriöse Quellen halten. Erste Anlaufstelle für fundierte Corona-Infos ist hierzulande das Robert-Koch-Institut. Hier findet ihr etwa aktuelle Fallzahlen, eine Risikobewertung zu COVID-19 und Antworten auf die häufigsten Fragen zum Coronavirus (FAQ). Ebenfalls interessant sind der Corona-Steckbrief und die aktuellen Risikogebiete.

Live-Ticker zum Coronavirus

Nahezu alle großen Nachrichtenportale und Tageszeitungen haben einen Live-Ticker eingerichtet. Überregional bekommt ihr Corona-Infos unseren Beobachtungen nach am schnellsten im Bild-Ticker. Auf der Website der Zeitung gibt es sogar eine noch umfangreichere Live-Berichterstattung mit Videos zu dem Thema. Allerdings sind einige Informationen auch mit Vorsicht zu genießen.

Wer die Boulevardmedien lieber meidet, kann sich auch bei anderen großen Tageszeitungenwie der Süddeutschen umschauen. Oder ihr haltet euch an die Corona-Live-Ticker von Rundfunkanstalten wie dem NDRWDR, SWR oder dem Bayerischen Rundfunk. Diese konzentrieren sich zum Teil aber etwas stärker auf ihre jeweilige Region.

Wohnt ihr in einer größeren Stadt, dürften die großen lokalen Tageszeitungen die wertvollsten Corona-News für euren Alltag liefern. Hier erfahrt ihr, welche Maßnahmen bei euch bislang gelten. Also etwa, ob Schulen, Restaurants und Geschäfte in eurem Umkreis geschlossen haben.

Hier findet ihr Corona-Hotlines

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, sollt ihr bei Grippesymptomen nicht einfach unangemeldet bei eurem Hausarzt aufkreuzen. Ruft ihn stattdessen an oder wendet euch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117). Abhängig vom Infektionsgeschehen sind  vorübergehend auch telefonische Krankschreibungen möglich.

Viele Städten bieten außerdem eine eigene Hotline an. Die Telefonnummer solltet ihr auf der offiziellen Website der jeweiligen Stadt erfahren. Sie variiert von Ort zu Ort. Ein bisschen Geduld ist dabei allerdings gefragt. Berichten zufolge sind viele Corona-Hotlines – und auch die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes – nicht selten überlastet.

Darüber hinaus haben viele Krankenkassen eine Corona-Hotline eingerichtet. Auch dort könnt ihr euch also telefonisch beraten lassen.

Große Menschenmengen sind ein gefundenes Fressen für das Coronavirus(© 2017 CURVED)

Corona-Apps für euer Smartphone

Corona-Warn-App

Die bekannteste Anwendung kommt mit dem Segen der Bundesregierung: Sie hat die Corona-Warn-App in Auftrag gegeben, die seit Juni 2020 verfügbar ist. Vorgesehen ist Anwendung hauptsächlich zur (anonymisierten) Kontaktverfolgung: Seid ihr einem COVID-19-Infizierten begegnet, warnt euch die Anwendung und zeigt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ihr euch angesteckt habt.

Darüber hinaus erhaltet ihr Handlungsempfehlungen. Allerdings ist die Corona-Warn-App auf die Mithilfe aller Nutzer angewiesen: Je mehr Bürger die Anwendung verwenden, desto besser funktioniert die Kontaktverfolgung. Genauso wichtig ist, dass nachweislich Infizierte ihre Erkrankung in der App auch angeben.

Erfreulicherweise hat sich die Corona-Warn-App seit dem Release weiterentwickelt. So lässt sie sich inzwischen etwa auch im Ausland nutzen. Offizielle Informationen zur Corona-Warn-App der Bundesregierung erhaltet ihr hier:

Kostenlos herunterladen könnt ihr die Corona-Warn-App im App Store und bei Google Play.

CovApp (Berliner Charité)

Eine der ersten empfehlenswerten und seriösen Corona-Apps stammt von der Berliner Charité. Die Anwendung hilft euch einzuschätzen, ob eine Infektion bei euch wahrscheinlich ist. Allerdings ist der Funktionsumfang beschränkt. Im Grunde genommen handelt es sich nur um einen Fragenkatalog. Abhängig von euren Antworten bekommt ihr eine Handlungsempfehlung. Mehr dazu findet ihr in diesem Artikel – oder hier:

Google und Apple achten auf Seriösität

Wer in seinem App-Store "Corona" eingibt, erhält mittlerweile mehr Auswahl als noch zu Beginn der Pandemie. Aber: Sowohl Apple als auch Google bemühen sich darum, dass ihr keine falschen Informationen erhaltet. Der Play Store etwa verweist auf eine Handvoll Apps von seriösen Anbietern. Die Anwendungen haben allerdings keinen direkten Corona-Bezug.

Apple achte laut CNBC streng darauf, dass ihr im App Store nur Corona-Apps von seriösen Krankenhäusern, Gesundheitsorganisationen oder Regierungen findet. Einige davon könnten bei einer Reise ins Ausland nützlich sein. Immuni etwa ist das italienische Pendant zu unserer Corona-Warn-App. Mittelfristig sollen die einzelnen nationalen Apps aber Daten miteinander teilen – sodass im Idealfall nur eine einzige Corona-App zur Kontaktverfolgung notwendig ist.

Crowdless und Google Maps

Neben dedizierten Corona-Apps gibt es auch eine Reihe anderer Anwendungen, die euch während der Pandemie helfen können. Eine davon ist "Crowdless". Die für iPhones und Android-Geräte erhältliche Gratis-Anwendung hilft euch, stark frequentierte Gegenden zu meiden. Dafür zeigt sie euch beispielsweise an, wie voll es im Supermarkt um die Ecke ist.

Eine zurzeit besonders nützliche App, die wohl jeder bereits auf seinem Smartphone installiert hat ist Google Maps. Der Kartendienst zeigt euch nun auf Wunsch an, wie viele neue Fälle pro 100.000 Einwohner bestimmte Gebiete in den letzten sieben Tagen zu verzeichnen hatten.

Die Daten stammen allerdings aus gemischten Quellen und perfekt scheint die Anzeige zumindest für Deutschland noch nicht zu funktionieren: In Hamburg zeigte Google Maps am 19. Oktober 2020 6,3 Infektionen pro 100.000 Einwohner an. Tatsächlich hatte die Hansestadt zu diesem Zeitpunkt aber bereits 50 positive Fälle pro 100.000 Einwohner zu beklagen.

Corona-News per Whats-App

Endlich gibt es auch seriöse Coronavirus-News per WhatsApp. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)informiert euch auf Wunsch über den Messenger. Dafür müsst ihr zunächst die +41 79 893 1892 in eurer Kontaktliste speichern. Anschließend sendet ihr per WhatsApp ein „Hi“ (ohne Anführungszeiten) an diese Telefonnummer – fertig! Nun bekommt ihr stets die neuesten COVID-19-Infos auf euer iPhone oder Android-Gerät.

Praktisch: Die WHO informiert via WhatsApp auch über Falschnachrichten zum Coronavirus. Fake News dieser Art verbreiten sich derzeit nämlich ebenfalls über den Messenger. Alle Neuigkeiten, die nicht aus bekannten seriösen Quellen stammen, solltet ihr mit Vorsicht genießen. Denn auch der WhatsApp-Dienst der WHO kann leider nicht jeden Blödsinn aus der Welt räumen.

Corona-Update von Virologe Christian Drosten

Kaum jemand ist seit Beginn der Corona-Krise so oft im deutschen Fernsehen anzutreffen wie Christian Drosten. Der Virologe gastiert in zahlreichen Talkshows und bemüht sich dort um Aufklärung. Dazu ist er auch mehr als qualifiziert. Nicht umsonst berät der Chef-Virologe der Berliner Charité seit Monaten die Bundesregierung.

Via Twitter wendet er sich direkt an die Bevölkerung und liefert seinen Followern dort nützliche Tipps und generell Wissenswertes. Unter anderem erklärt er immer wieder, wie gewisse Dinge einzuordnen sind. Hier etwa ein Beispiel zum Thema Masken beziehungsweise Mundschutz:

Darüber hinaus ist der Virologe regelmäßig in einem Podcast zu hören – allerdings nicht mehr täglich wie ursprünglich einmal. Wer möchte, kann dem "Coronavirus-Update mit Christian Drosten" direkt auf der Webseite des NDR lauschen. Für unterwegs ladet ihr euch den Podcasr lieber auf euer Handy – zum Beispiel über Apple Podcasts, das Pendant von Google oder auch via Spotify.

Corona-Hygiene: Smartphone desinfizieren und Mobile Payment

Als CURVED-Leser werdet ihr vermutlich oft zum Handy greifen, wodurch sich einige Bakterien und Viren auf eurem Gerät ablagern können. Zwar ist eine Schmierinfektion bei COVID-19 deutlich weniger wahrscheinlich als eine Ansteckung durch die Luft. Doch vernachlässigen solltet ihr die Hygiene eures Smartphones trotzdem nicht. Daher legen wir euch noch mal unseren Ratgeber zum Thema Smartphone desinfizieren ans Herz.

Über Geldscheine und Münzen soll sich COVID-19 zwar kaum verbreiten. Doch wer mit dem Handy oder der Smartwatch bezahlt, muss sich darüber erst gar keine Sorgen machen. Die verbreitetsten Dienste für das sogenannte kontaktlose Bezahlen sind Apple Pay und Google Pay. Ende Oktober 2020 stößt Samsung Pay hinzu. Darüber hinaus bieten diverse Banken eigene Mobile-Payment-Lösungen an.

Coronavirus erschüttert auch die Tech-Brache

Auch wenn es in der derzeitigen Situation sicherlich Wichtigeres gibt, behalten wir für euch im Blick, wie sich das Coronavirus auf die Tech-Branche auswirkt. Eine der ersten Folgen war die Absage des MWC 2020. Diese hat dazu geführt, dass sich diverse Smartphone-Launches verzögert haben. Das betraf unter anderem auch diverse Apple-Geräte: Sowohl das iPhone SE (2020) als auch das iPhone-12-Lineup hat der Hersteller später enthüllt als ursprünglich geplant.

Nahezu alle wichtigen Smartphone-Vorstellungen seit Beginn der Pandemie fanden online statt. Wann die Hersteller wieder zu Live-Events übergehen, ist derzeit unklar. Wir halten euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden, wie die Branche auf die immer noch schwer vorhersehbaren Entwicklungen reagiert.


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