CURVED-Jahresrückblick: Unsere Fitnesstracker des Jahres 2019

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Kein Fitnesstracker, aber Lukas' Liebling: Die Huawei Watch GT 2.
Kein Fitnesstracker, aber Lukas' Liebling: Die Huawei Watch GT 2.(© 2019 CURVED)

Dieses Jahr haben uns einige kleine Gadgets ganz besonders ins Schwitzen gebracht – allerdings auf eine gute Art und Weise. Mit Fitnesstracker wurden wir nicht nur zum Sport treiben animiert, sie haben uns auch ziemlich Spaß gemacht. Einer unserer Redakteure tanzt allerdings ein wenig aus der Reihe.

Martins Fitnesstracker des Jahres 2019: Xiaomi Mi Band 4 – ein treuer Begleiter

Eigentlich bin ich ja der absolute Minimalist. Was ich nicht brauche, schlepp ich nicht mit mir rum. Meine Handyhülle hat gleichzeitig Platz für EC-Karte und Ausweis, und Apps kommen mir nur aufs Smartphone, wenn ich zu eintausend Prozent weiß, dass ich sie auch nutze.

Dass ich einen Fitnesstracker dauerhaft anlegen würde, hätte ich vor einem halben Jahr wohl noch mit heftigen Kopfschütteln kommentiert. Doch mittlerweile trage ich das Xiaomi Mi Band 4 – und zwar 24 Stunden am Tag. Weil es einfach Spaß macht.

Der günstige Fitnesstracker ist mindestens eine unauffällige Armbanduhr, habe ich mir beim ersten Anlegen gedacht. Doch mittlerweile weiß ich auch die Funktionen zu schätzen. Schon irgendwie witzig, die Schritte analysieren zu können, die Radtour aufzuzeichnen oder die Herzfrequenz nach einem aufreibenden Ereignis in die Höhe schießen zu sehen.

Außerdem ist es interessant, meine Schlafqualität zu messen. Mittlerweile kann ich beurteilen, warum ich am Morgen eher schläfrig oder topfit in den Tag starte – und das liegt nicht immer nur daran, dass ich zu kurz geschlafen habe.

Da die Akkulaufzeit locker eine Woche übersteht und das Armband durch seine geringen Abmessungen nie stört, ist es mir sozusagen ins Fleisch gewachsen. Es ist wasserdicht, leicht und robust – und wegen des geringen Preises habe ich auch keine Hemmungen, es bei allen Aktivitäten zu tragen. Selbst wenn es dabei unter Umständen kaputt gehen könnte.

Bei Smartwatches wie der Galaxy Watch Active 2 wäre ich vorsichtiger. Nicht, weil die Uhren weniger robust sind, sondern einfach nur, weil ich im Kopf hätte, dass da ein dreistelliger Eurobetrag an meinem Handgelenk sitzt.

Und ja, die Mi Fit App ist eine ziemliche Datenkrake. Allerdings ist das eher eine Grundsatzfrage: Wer Fitnesstracker tragen möchte und seinen Puls messen, die Schlafqualität beurteilen oder Workouts tracken möchte, muss diesen Kompromiss eingehen. Da gibt es kein Konkurrenzprodukt, das nicht derart viele Berechtigungen braucht. Bis jetzt jedenfalls.

Lukas' "Fitnesstracker" des Jahres 2019: Die Huawei Watch GT 2 - weil sie einfach mehr kann

Ja, in diesem Artikel geht es eigentlich um Fitnesstracker – ich trage aber keinen. Was ich aber getragen und getestet habe, sind Smartwatches. Ja, das ist nicht ganz das Gleiche, aber vergleichbar. Unter anderem trug ich die Huawei Watch GT 2 eine ganze Weile, die für mich rückblickend ein kleines Highlight unter den Wearables dieses Jahr war.

Zwar haben andere Smartwatches wie beispielsweise die Apple Watch 5 mehr Funktionen, aber in meinen Augen spielt das keine große Rolle. Denn seien wir mal ehrlich: Wer lässt denn sein Smartphone zu Hause und geht nur mit einer Smartwatch mit SIM-Karte aus dem Haus, um zu telefonieren oder sich unterwegs auf einem 44 mm-Display eine Route anzeigen zu lassen? Ich jedenfalls nicht.

Deswegen war für mich die Kombination aus Huawei Watch GT 2 und meinem Smartphone ideal. Die Watch zählt Schritte und verbrannte Kalorien, setzt Tagesziele, misst die Herzfrequenz und zurückgelegte Distanzen via GPS. Außerdem hat sie einen internen Musikplayer. Über Bluetooth kann sie ebenfalls Anrufe entgegennehmen, Schlafphasen und Stress messen und hat diverse integrierte Fitnessprogramme.

Kurzum: Eine richtig gute Smartwatch mit allen Funktionen eines Fitnesstrackers. Plus, und das ist für mich der mit Abstand der größte Vorteil der Huawei Watch, der Akku hält locker die ganze Woche – bei einem Preis von vergleichsweise günstigen 200 Euro kann sich wirklich niemand beschweren. Da kann die Apple Watch auch noch so viele Features haben, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis der GT 2 wird sie für mich niemals toppen können.

Außerdem macht sie auch äußerlich etwas her. Sie ist zwar etwas breiter am Handgelenk, aber das stört mich nicht weiter. Mit dem schlichten Design kommt die Uhr bei mir immer gut an. Der beste Fitnesstracker des Jahres ist deswegen für mich kein Band, sondern eine Smartwatch. Aus dem einfachen Grund, weil sie eben ein Tracker ist – nur besser.

Viktorias Fitnesstracker des Jahres – und Herzens: das Fitbit Charge 3

In diesem Jahr habe ich einige Fitnesstracker und Smartwatches mit Fitness-Funktion ans Handgelenk bekommen. Dort geblieben ist jedoch nur ein Tracker: der Fitbit Charge 3. Das Gerät hat mir so gut gefallen, dass ich es mir tatsächlich auch für den privaten Gebrauch angeschafft habe. Klar, es gibt günstigere Fitnesstracker, doch für 150 Euro (der normale Fitbit-Preis) wird einem von Fitbit auch einiges geboten.

Kommen wir zunächst zu dem Punkt, der bei mir an erster Stelle steht: eine intuitive Bedienung. Mir fehlt kurz gesagt die Geduld, ein smartes Device stundenlang einzurichten oder konkrete Sporteinheiten händisch einzugeben. Ich wünsche mir einen Tracker, der von alleine erkennt, ob und wann ich jogge, schwimme oder Fahrrad fahre – ohne, dass ich mich daran erinnern muss, erst noch das smarte Gerät auf die konkrete Bewegung einzustellen.

In der App kann ich dann am Ende des Tages ganz genau verfolgen, was ich in den letzten 24h alles getrieben – und wieviel Kalorien ich verbrannt habe. Der Schrittzähler ist außerdem besonders genau und reagiert nicht übermäßig auf ausschweifende Gesten. Extrem wichtig für jemanden wie mich, die grundsätzlich wilde Handbewegungen in jede Geschichte integriert.

Theoretisch könnte ich mithilfe der App auch meine Ernährung oder meinen Zyklus tracken, aber das geht mir dann doch etwas zu weit. Auch ein so schönes Gerät wie das Fitbit Charge 3 muss nicht alles aus meinem Leben protokollieren.

Neben all den sinnvollen Funktionen hat der Fitnesstracker aber auch durch sein Design mein Herz erobert. Die Kombination aus Schwarz und Roségold ist dezent, schlicht, unauffällig – und passt so perfekt zu meiner Alltagsgarderobe. Also der perfekte Begleiter durch dünn und hoffentlich nicht dick.


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