Darauf solltet ihr beim Kauf einer Lauf- oder Sportuhr achten

Polar-Uhren sind speziell für Läufer konzipiert. Doch worauf kommt es eigentlich an?
Polar-Uhren sind speziell für Läufer konzipiert. Doch worauf kommt es eigentlich an?(© 2016 Polar)

Pünktlich zur neuen Laufsaison fragen sich viele Läufer und Triathleten, welche Sportuhr sie optimal beim Erreichen ihrer Ziele unterstützt. Wir haben ein paar Tipps, worauf ambitionierte Läufer beim Kauf einer Sportuhr unbedingt achten sollten.

Spätestens mit dem Frühlingseinbruch sind die Läufer unter uns wieder unterwegs und fragen sich vielleicht, wie sie ihre Pace in dieser Laufsaison noch etwas hochschrauben oder sich noch etwas besser für das Training motiveren können. Stimuliert das Belohnungszentrum im Gehirn: nicht mit Süßigkeiten – die torpedieren die sportlichen Ziele –, sondern mit nagelneuem Laufequipment. Wer meint, Läufer brauchen nichts weiter, als gut gedämpfte Laufschuhe, der irrt: Eine Sportuhr ist nicht mehr wegzudenken für die optimale Leistungsanalyse und Trainingsplanung. Wir verraten euch, welche Features beim Kauf einer Pulsuhr unverzichtbar sind.

Auf diese Funktionen solltet ihr beim Kauf einer Pulsuhr achten

1. Herzfrequenzmesser

Die Herzfrequenz ist entscheidend für die Überwachung des Trainingsbereiches. Je nach Laufziel und Trainingsplan kann man hier eben die Fettverbrennung oder Leistungssteigerung verfolgen. Ein zuverlässige Laufuhr sollte mit einem Pulsmesser ausgestattet sein und automatisch den Maximalpuls des Sportlers ermitteln können. Darüber hinaus errechnen neuere Fitnessuhren standardmäßig den persönlichen VO2max. Damit gemeint ist die maximale Sauerstoffaufnahme in Milliliter, die der Sportler pro Minute und pro Kilogramm Körpergewicht bei maximaler Leistung verwerten kann. Dieser Wert gibt Auskunft über Ausdauerleistung, die man mit dem richtigen Training stetig verbessern kann. Wearables arbeiten hier mittlerweile sehr zuverlässig und nutzen für die Berechnung Daten wie Herzfrequenz, Lauftempo, Herzfrequenzvariabilität, Alter, Gewicht, Größe sowie Geschlecht und entsprechende Algorithmen. Die Ergebnisse decken sich immerhin zu 95 Prozent mit denen medizinischer Atemgasanalysen.

2. GPS, Höhenmesser und Beschleunigungssensor

Um die aktuelle Laufgeschwindigkeit und die Pace zu ermitteln, brauchen Läufer ein Globales Positionsbestimmungssystem, kurz GPS. Wer das Smartphone beim Training nicht dauernd am Körper tragen möchte, sollte darauf achten, dass die Laufuhr mit einem GPS-Sender ausgestattet ist. Die kann dann zuverlässig die gelaufenen Distanzen ermitteln. Außerdem merkt sich die Software eure Laufstrecken, was für die Trainingsplanung sehr hilfreich sein kann. Für andere Sportarten, bei denen man sich nicht voran bewegt, ist ein Höhenmesser hilfreich. Der Beschleunigungssensor zeichnet Tempo und Distanz auf, wenn ihr auf dem Laufband oder Crosstrainer trainiert.

Läufer brauchen nichts als gute Schuhe? Von wegen: Die richtige Sportuhr bringt euch auf lange Sicht voran.(© 2018 Shutterstock/Ivanko80)

3. Eine starke Akkuleistung

Selbstverständlich erfüllen auch die neuesten Smartwatches von Apple, Samsung, Fitbit  oder Huawei die Bedingungen eines Lauf-Analyse-Tools. Allerdings solltet ihr euch darüber im klaren sein, dass die vielen nützlichen Alltags-Gimmicks einer Hybriduhr auch reichlich Akkuleistung fressen. Dementsprechend muss die Uhr bei aktiven Läufern mehrmals die Woche bis täglich aufgeladen werden. Gerade Langstreckenläufer werden hier an einer Uhr, die sich mehr auf die sportlichen Features konzentriert, mehr Freude haben – nicht zuletzt, weil die App die Sportdaten auch detaillierter aufbereitet als eine allgemeine-Health-App.

4. Robuste Verarbeitung

Was nützt die tollste Technik, wenn sie nicht richtig verpackt ist? Gerade Sportler sollten beim Tracker der Wahl nicht nur auf Technik und Optik achten, sondern sich für ein robustes Modell entscheiden. Was nützt ein schickes Lederarmband, wenn es beim Sport scheuert und sich nicht richtig reinigen lässt? Reicht es aus, wenn die Uhr resistent gegen Spritzwasser, Schweiß und Staub ist, aber nicht wasserdicht bis 10 Meter Tiefe? Vielleicht wollt ihr euch nach dem ersten (Halb-)Marathon irgendwann zum Triathleten steigern, und da wäre eine Uhr praktisch, die auch das Schwimmtraining trackt und verschiedene Sportarten automatisch erkennt. Wichtig ist darüber hinaus, dass die Uhr gut am Handgelenk sitzt: Gerade Frauen mit zierlichen Ärmchen sollten das vor dem Kauf anprobieren.

5. Eine übersichtliche Companion-App

Viele Sportler achten bei der Wahl ihres neuen Sport-Wearables vor allem auf die Hardware und Optik. Viel entscheidender ist aber die Software: Spezialisierte Sportuhren sammeln natürlich viel mehr Daten als allgemeine Fitnesstracker. Doch wie bereiten die Apps die wertvollen Fitnessdaten auf? Diese können Anwender anfangs ganz schön erschlagen, und darum sollte man schauen, mit welcher App man gut zurechtkommt. Zunächst einmal sollte das Wearable der Wahl mit einer eigenen Anwendung arbeiten. Greifen Anbieter auf allgemeine Fitness-Apps wie Google Fit zurück, sind hier keine detaillierten Trainingsauswertungen zu erwarten. Am besten ladet ihr euch vor dem Kauf die  Companion-Apps eurer Favoriten einfach mal aufs Handy. Auch wenn ihr noch keine Daten vorfindet, könnt ihr schonmal schauen, welche Trainingsinformationen in welcher Weise aufbereitet und interpretiert werden. Obwohl Sport-Wearables immer genauer und umfangreicher werden, sehen wir auch 2018 noch einige Dinge, die sämtliche Fitnessuhren besser machen können.

Empfehlungen der Redaktion und weiterführende Tipps für Läufer

Ihr wisst jetzt, auf welche inneren und äußeren Werte es bei einer Pulsuhr für Sportler ankommt. Falls ihr noch keinen Lieblingsanbieter habt und euch die Suche nach eurem idealen Modell ersparen wollt, schaut euch die Empfehlung der Redaktion für die besten Sportuhren für Läufer und Triathleten an: Hier stellen wir euch fünf Modelle vor.
Wenn ihr euch am Ende doch lieber für eine richtige Smartwatch, wie die Apple Watch Series 3Samsung Gear SportFitbit Ionic  oder die Huawei Watch entscheidet, bedenkt, dass diese durch mehr Alltagsfeatures auch mehr Akkuleistung fressen. Eine Kaufberatung für die beste Smartwatch liefert unser geschätzter Kollege Marco. Falls ihr noch ein paar Hörbücher für eure Touren oder Workout-Tipps speziell für Läufer sucht, oder euren ersten Triathlon anvisiert, haben wir weitere passende Ratgeber für euch.


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