Darum solltet ihr euren Schlaf mit einem Wearable tracken

Ihr schlaft zu schlecht? Womöglich kann ein Wearable helfen, den Grund zu finden
Ihr schlaft zu schlecht? Womöglich kann ein Wearable helfen, den Grund zu finden(© 2018 Shutterstock / LightField Studio)

Schlafen gehört neben Essen und Trinken zu den wichtigsten Grundbedürfnissen des Menschen – gerade deshalb solltet ihr schon euren Schlaf mit einem Wearable tracken. So findet ihr heraus, ob Schlafdauer und -qualität stimmen. In diesem Ratgeber erklären wir euch, wieso ihr euer Wearable dafür nutzen solltet, eure Nachtruhe selbst zu überwachen.

Anzeichen für Schlafprobleme

Wichtig ist, dass ihr euch ausgeschlafen fühlt. Wacht ihr mehrmals in der Nacht auf oder leidet unter extremer Müdigkeit am Tag, sind das Anzeichen für Schlafprobleme. Gründe für einen schlechten Schlaf sind etwa Gedanken an die Arbeit, Streit mit dem Partner oder andere Stressfaktoren. Auf Dauer schadet das der Gesundheit und senkt die Leistungsfähigkeit.

Wer über längere Zeit zu wenig oder schlecht schläft, hat ein erhöhtes Sterberisiko. Das ist das Ergebnis einer Studie des Stockholmer Karolinska Instituts. Mehr als 40.000 Teilnehmer wurden dazu über einen Zeitraum von 13 Jahren untersucht. Ob ein Erwachsener sieben, acht oder neun Stunden Nachtschlaf braucht, um ausgeruht zu sein, ist individuell verschieden.

Tiefschlafphasen mit Wearable tracken

Ob ihr Schlafprobleme habt und wie stark diese ausfallen, könnte euch eine Smartwatch oder ein Fitnesstracker verraten. Viele dieser Gadgets können euch dabei helfen, eure Schlafqualität einzuordnen. Dokumentiert werden beispielsweise Schlafdauer, Einschlaf- und Aufwachzeiten sowie die verschiedenen Schlafphasen.

Zwischen Leicht- und Tiefschlaf- sowie REM-Phase zu unterscheiden, ist besonders wichtig, damit die Daten auch verlässlich sind. REM steht für "rapid eye movement" und bezeichnet den Zeitraum, in dem wir vermehrt träumen und so die Ereignisse des Tages verarbeiten, eine wichtige Phase. Ein Fitnesstracker oder eine Smartwatch mit Herzfrequenzsensor kann diese Schlafphase mit höherer Genauigkeit erfassen.

Alternative: Schlaf tracken mit Apps

Gute Wearables kosten schnell mehr als 100 Euro. Eine günstige Alternative sind Apps, die euren Schlaf überwachen. Diese funktionieren meist nach einem bestimmten Prinzip: Wählt in der App eine Aufwachzeit aus und legt dann das Smartphone unter oder neben euer Kopfkissen. Anhand eurer Bewegungen und Geräusche im Schlaf zeichnet die App die unterschiedlichen Phasen auf.

"SleepBot" ist eine der bekanntesten Schlaf-Apps für iPhone. Sie bietet euch zudem weitere Features wie eine intelligente Weck-Funktion und das sogenannte Sound-Tracking. Dabei werden während des Schlafens Hintergrundgeräusche aufgenommen, um Lärmquellen zu identifizieren, die euren Schlaf womöglich stören. Anschließend müsst ihr noch noch herausfinden, woher der Lärm genau stammt und was ihr dagegen tun könnt.

Ein kleines Gimmick für alle Schlafredner: Ihr könnt euch am nächsten Morgen anhören, was ihr im Schlaf erzählt habt, denn auch das zeichnet "SleepBot" auf. Die App ist kostenlos für iOS verfügbar. Eigentlich gibt es auch eine Variante für Android, derzeit ist diese aber nicht im Google Play Store aufzufinden (Stand: 22. Juni 2018). Alternativen sind etwa die Programme "Pillow" (iOS) oder "Runtastic Sleep Better" für Android und iPhone. Ein kleiner Nachteil gegenüber Wearables allerdings bleibt: Unter Umständen sind die Apps weniger genau.


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