Datenverbrauch überwachen: So lassen sich Kosten sparen

Musikstreams können den Datenverbrauch in die Höhe treiben.
Musikstreams können den Datenverbrauch in die Höhe treiben.(© 2014 CC: Flickr/Media-Saturn-Holding GmbH)

Je nach Flatrate-Vertrag werden meist nur ein paar Hundert Megabyte zugesichert, die im High-Speed-Tempo mit dem mobilen Internet genutzt werden dürfen – doch schon das Streamen einzelne Songs mit einer Qualität von 192 kbit/s hat einen Datenverbrauch von 4 oder 5 MB. Ist der digitale Tempo-Hügel überschritten, war es das bei den Smartphones und Tablet mit LTE und UMTS. Die Übertragungsgeschwindigkeit fällt dann auf den Stand einer ISDN-Leitung mit 64 kbit/s oder sogar noch darunter. Da die Erhöhung des monatlichen Datenvolumens zusätzliche monatliche Kosten mit sich bringt, kann man alternativ nur versuchen, den eigenen Datendurchsatz zu reduzieren.

Streaming vermeiden und Daten speichern

Klar – das Streaming von Musik und Videos ist komfortabel und funktioniert gut, solange das Datenvolumen noch nicht aufgebraucht ist. Trotzdem solltet Ihr darüber nachdenken, ob Ihr manche Inhalte nicht vielleicht auch per WLAN herunterladen und dauerhaft auf dem Smartphone speichern werden könnt – das betrifft Songs oder Videos, die Ihr häufiger nutzen wollt. Spotify etwa erlaubt es, Songs und Alben herunterzuladen. Auch bei Youtube funktioniert das Herunterladen von Videos: Inhalte, die per WLAN heruntergeladen werden sollen, müssen nur mit dem gleichnamigen Button auf die "Später ansehen"-Liste gesetzt werden. Ruft Ihr fernab des WLAN nun ein Video aus der Liste auf, werden die Inhalte aus dem internen Speicher geholt und nicht erneut heruntergeladen.

Apps nur über WLAN aktualisieren und automatische Updates ausschalten

Apps können mitunter recht groß sein, das gilt genauso für ihre Updates. Damit diese Aktualisierungen nicht große Teile des Datenvolumens verbrauchen, solltet Ihr darauf achten, dass die automatische Aktualisierung deaktiviert ist. Ladet die Updates zum Beispiel nur dann herunter, wenn Euer Smartphone über ein WLAN mit dem Internet verbunden ist. Nutzt Ihr ein Android-Gerät, lässt sich im Google Play Menü "Meine Apps | Einstellungen" festlegen, dass App-Updates zwar automatisch heruntergeladen werden können, dies aber nur geschehen soll, wenn das Smartphone per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Beim iPhone und iPad deaktiviert Ihr die automatischen Aktualisierungen im Store mit der Option "Einstellungen | iTunes & App Store | Automatische Downloads | Updates", zudem könnt Ihr den Apps unter "Einstellungen | Mobiles Netz" den Zugriff auf das mobile Netz sperren.

Statistiken über Datenverbrauch überwachen

Die aktuellen Smartphone-Betriebssysteme bieten entweder direkt oder über zusätzliche Apps die Möglichkeit, alle aktiven Apps und sogar deren Datenverbrauch abzurufen – hier erklären wir, wie es bei Android funktioniert. Beim iPhone und iPad könnt Ihr die Daten unter "Einstellungen | Mobiles Netz" abrufen. Es macht also durchaus Sinn einmal in die Einstellungen zu schauen und zu prüfen, ob vielleicht selten genutzte Apps Daten bewegen und daher deaktiviert oder gar deinstalliert werden sollten. Auch kann es sein, dass sich hier zusätzliche Optionen verborgen halten, über die Datenübertragungen bis zur nächsten WLAN-Verbindung aufgeschoben werden können.

Zusammenfassung:

  • Vermeidet das Streaming bei einem engen Datenvolumentarif und speichert Songs und Videos lieber lokal
  • Aktualisiert Apps nur über WLAN und deaktiviert die automatischen Updates
  • Einstellungen häufig genutzter Apps kontrollieren
  • Überwacht die Statistiken über den Datenverbrauch, damit Ihr frühzeitig erkennen könnt, welche Anwendungen übermäßig viel Traffic verursachen

Weitere Artikel zum Thema
OnePlus 5: Das sagt Pete Lau zu den Vorwür­fen
Michael Keller5
Das Design des OnePlus 5 erinnert an das des iPhone 7 Plus
Das OnePlus 5 musste schon vor dem Release viel Kritik einstecken, nicht zuletzt wegen des Designs. Nun äußert sich der OnePlus-CEO zu den Vorwürfen.
Erste ARKit-Apps zeigen: Apple ist bei Augmen­ted Reality weiter als Google
Guido Karsten3
Her damit !5Mit den passenden AR-Apps löst das iPhone in Zukunft den Zollstock ab
Mit iOS 11 erhalten iPhone-Nutzer die Möglichkeit, ARKit-Apps auszuführen. Erste Previews davon machen schon jetzt einen praktischen Eindruck.
Android O: Google Chrome unter­stützt bereits Bild-in-Bild-Feature
Michael Keller
Der Chrome-Browser integriert bereits Features von Android O
Bis zum Release von Android O wird es noch dauern – doch der Chrome-Browser von Google unterstützt schon jetzt eine praktische Funktion des Updates.