WLAN schneller machen: Tipps für eine bessere Internetverbindung

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Im Wohnzimmer ist der WLAN-Empfang super, in der Küche mies, und im Schlafzimmer kann man nicht einmal WhatsApp-Nachrichten abrufen? Wenn das drahtlose Netzwerk Probleme macht, können diese Tipps helfen.

Neben vier Grundregeln, mit deren Einhaltung Ihr die Leistung des WLANs verbessern könnt, klären wir auch einige Hintergründe zu in der Werbung gerne benutzen Schlagworten wie MIMO, Dual-Band, AC-Standard auf und erklären, was es mit den vielen Antennen an den Router auf sich hat.

Vier Grundregeln für ein schnelleres WLAN

1. Der Standort: Das wichtigste Kriterium für einen guten WLAN-Empfang in den eigenen vier Wänden ist der Standort des Routers. Er sollte möglichst zentral positioniert sein und weder an einer Seite der Wohnung, noch im Keller des Hauses versteckt sein. Da jede Mauer und jeder Fußboden das Signal schwächen, erreicht Ihr mit einem zentralen Standort alle Bereiche am besten. Zudem sollte der Route nicht direkt auf dem Boden, sondern idealerweise in etwa 1,50 bis 1,80 Meter Höhe aufgestellt sein. Auch sollte man ihn nicht hinter einem Schrank verstecken.

2. Ein Repeater sorgt für mehr Reichweite: Reicht ein zentraler Standort nicht aus oder ist nicht möglich, kann ein WLAN-Repeater weiterhelfen. Diese kleinen Geräte kommen meistens direkt in eine Steckdose und verstärken das Signal eines drahtlosen Netzwerks. Damit reicht es zwar weiter, aber schneller wird die Datenübertragung nicht. Kostenpunkt: 20 bis 60 Euro.

Mit einem Repeater wie diesem könnt Ihr mit wenig Aufwand die Reichweite Eures WLANs vergrößern(© 2016 AVM)

3. Leere Kanäle suchen: Drahtlose Netzwerke funken auf verschiedenen Kanälen. Inzwischen steht aber in fast jeder Wohnung ein WLAN-Router, was vor allem in Mehrfamilienhäusern zu einer großen Zahl an WLANs führt. Diese tummeln sich mitunter alle auf demselben Kanal, wodurch sich die Leistung verschlechtert. Deswegen lohnt es sich in den Einstellungen Eures Routers nachzuschauen, in welchem Kanal er funkt und wie voll dieser ist. Wenn möglich, solltet Ihr den Kanal manuell wechseln und Euch für den mit den wenigsten Netzwerken entscheiden.

4. Ein neuer Router: Manchmal hilft nur noch ein neuer Router. Vor allem, wenn Euer aktuelles Gerät schon viele Jahre auf dem Buckel hat und die WLAN-Standards von Smartphones und anderen Gadgets nicht mehr unterstützt.

Technischer Fortschritt macht das WLAN besser

Der aktuelle WLAN-Standard wird meist verkürzt als "ac" bezeichnet, korrekt lautet sei Name aber "IEEE 802.11ac". Die Vorgänger unterschieden sich durch die Buchstaben "n" oder "b/g" und langsamere Übertragungsgeschwindigkeiten. Besitzt Ihr ein aktuelles Smartphone, funkt dieses sicherlich mit dem ac-Standard. Ein mehrere Jahre alter Router beherrscht im besten Fall vielleicht den n-Standard. Er sendet also mit einer Netto-Datenrate von 240 Mbit/s, während mit einem WLAN nach ac-Standard bis zu 3,5 Gbit/s möglich sind.

Geräte, die Dual-Band WLAN unterstützen, können in zwei Frequenzbereichen funken. Die 13 Kanäle des 2,4-GHz-Bandes stehen schon lange für drahtlose Netzwerke zur Verfügung. Noch relativ neu und deswegen vor allem von älteren Geräten nicht genutzt werden die 24 weiteren Kanäle des 5-GHz-Bandes. Unterstützen Router und Eure Geräte diese Dual-Band-Technologie, stehen mehr mehr Kanäle zur Verfügung, um ungestört von anderen WLANs funken zu können.

Die vier Antennen sind nicht nur Deko, sondern haben einen Nutzen.

Beherrscht ein Router die MIMO-Technik – die Abkürzung steht für "Multiple Input Multiple Output" – kann er gleichzeitig mit mehreren Geräten im WLAN kommunizieren und muss sie nicht nacheinander mit Daten versorgen. Somit erhöht sich der Datendurchsatz. Für die schnellsten Übertragungsgeschwindigkeiten muss aber nicht nur der Router MIMO beherrschen, sondern auch das jeweilige Gerät im drahtlosen Netzwerk.

Mit ihren drei oder vier Antennen erwecken moderne WLAN-Router schnell den Eindruck, für eine Wohnung überdimensioniert zu sein. Die verschiedenen Antennen helfen dem Router aber dabei, Smartphones, Tablets und andere Geräte im drahtlosen Netzwerk genauer zu orten und so gezielter mit Daten versorgen zu können. Alte Router waren noch nicht darauf ausgerichtet, dass man sich mit WLAN-fähigen Geräten durch die Wohnung bewegt.  Die Streuverluste bei der Leistung nehmen dadurch bei neuen Modellen ab.


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