Die besten Musik-Streaming-Dienste für Mobilgeräte

Simfy, Spotify, Napster und Co. – die Zahl an Musik-Streaming-Diensten ist heute auch in Deutschland sehr groß. Doch welcher dieser Anbieter passt am besten zu den eigenen Bedürfnissen oder überzeugt objektiv gesehen am stärksten? Stiftung Warentest hat sich die neun größten Dienste angeschaut – wir stellen die besten fünf Anbieter vor. Auffällig ist: Selbst die drei besten Musik-Streaming-Dienste teilen sich Platz eins mit einer Gesamtnote von gerade einmal 2,5. Insbesondere an der Benutzerfreundlichkeit und der Vielseitigkeit mangelt es.

Simfy: gutes Rundumpaket mit Datenschutz-Mängeln

© 2014 Simfy.de

Zusammen mit Spotify und Wimp teilt sich das deutsche Webportal Simfy den Thron der besten Musik-Streaming-Dienste. Insbesondere bei der Hörqualität schneidet Simfy im Test sehr gut ab (1,2). Aber auch bei dem Angebot an Songs liegt der Dienst weit vorne (1,9) – von 100 gesuchten Musikalben fanden die Tester 83, was in dieser Kategorie für Platz zwei reicht.

Ein positives Vorbild ist Simfy bei den AGB, an denen Stiftung Warentest kaum etwas zu kritisieren hat.Trotzdem: Deutliche Mängel zeigen sich beim Datenschutz der Smartphone-App für Android und iOS, der Benutzerfreundlichkeit und der Transparenz der Verträge.

Das beste Repertoire an Alben hat Spotify – und das sogar kostenlos

© 2014 Spotify.com

Auch Spotify gehört zu den besten drei Musik-Streaming-Diensten für Tablet- und Smartphone-Besitzer – insbesondere bei dem Repertoire sticht er hervor. Die Tester fanden 84 von 100 gesuchten Alben (1,8), was das beste Ergebnis unter den Anbietern ist. Sehr gelungen ist das kostenlose, werbefinanzierte Angebot – wer hingegen auf die Werbeeinblendungen verzichten will, zahlt 9,99 Euro für eine Smartphone- und Tablet-Flatrate. In Sachen Datenschutz der Smartphone-Apps für iOS und Androidist Spotify vorbildlich.

Wimp punktet mit einer Smartphone-App für die Audiosuche

© 2014 Wimp.de

Wimp ist der dritte Dienst, der in der Gesamtwertung neben Simfy und Spotify auf Platz eins steht. Auch hier gibt es ein Alleinstellungsmerkmal: Die Smartphone-App hat eine Audiosuche, der den Vergleich mit Shazam nicht scheuen braucht. Du brauchst dein Smartphone beispielsweise nur an ein Radio zu halten, die App erkennt den Song. Auch die Hörqualität überzeugt (1,2) wie bei den anderen Top-Platzierten.

Allerdings kommt auch Wimp nicht ohne Mängel aus: Zum einen könnte das Angebot an Alben besser sein (2,5). Zum anderen übermittelt die Android-App Daten nicht ausreichend verschlüsselt. Ein weiterer Kritikpunkt sind der Informationsfluss und die Verträge, da es hier an Transparenz mangelt.

Juke: deutliche Abzüge wegen der Menüführung

© 2014 MyJuke.com

Mit einer Gesamtwertung von 2,7 hebt sich Juke nicht großartig von der mit 2,5 benoteten Konkurrenz ab. Zwar ist die Hörqualität der Alben bei der mobilen Nutzung im Vergleich etwas schwächer als bei den übrigen Anbietern, sie lässt sich laut Stiftung Warentest aber noch als sehr gut (1,4) einstufen. Auch das Angebot an Songs bewerten die Tester als gut(2,1) ein. Allerdings sind die Suchfunktion der App sowie die Menüführung verbesserungswürdig, weswegen es bei der Bedienung nur die Note 3,3 gibt. Überraschen kann Juke mit den AGB: Hier entdeckten die Tester keine Mängel.

Napster: Mängel bei der Bedienung und den AGB

© 2014 Napster.de

Seine Anfänge hatte Napster 1999 als Filesharing-Dienst, heute ist man aber in der Seriosität angekommen – für einen führenden Listenplatz unter den Musik-Streaming-Diensten reicht es aber nicht ganz. Insgesamt bewerteten die Tester Napster nur mit einem befriedigend (3,3). Die Gründe dafür: Zwar überzeugt der Dienst bei der Hörqualität (1,2), auch die Songauswahl ist gut (2,1). Diesen positiven Eindruck reißen allerdings die Mängel bei der Bedienung, den AGB und den Verträgen deutlich herunter.


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