Fotos unkomprimiert per WhatsApp verschicken: Mit dieser App funktioniert's

Steg tarnt Dateien und schmuggelt sie so über WhatsApp.
Steg tarnt Dateien und schmuggelt sie so über WhatsApp.(© 2017 CURVED)

WhatsApp reduziert beim Versand die Qualität von Fotos und schont so das Datenvolumen. Aber was, wenn man Erinnerungen in voller Auflösung mit anderen teilen will? Beim Versand unkomprimierter Bilder hilft die App "Steg". Die macht nebenbei auch noch den Versand sämtlicher Dateitypen über den Messenger möglich.

Kontakte, den Standort, Fotos, Videos, Audiodateien und Dokumente: Mit WhatsApp lassen sich bereits etliche Dateitypen verschicken. Aber längst nicht alle. Installationsdateien, gepackte ZIP-Archive oder Fotos im RAW-Format sind da nur einige Beispiele. Um diese und anderen Dateiarten sowie unkomprimierte Fotos über den Messenger zu schmuggeln, nutzt die App "Steg" einen Trick: Die App täuscht WhatsApp vor, dass es sich um PDF-Dateien handelt – und hebelt so gleichzeitig die automatische Komprimierung bei Fotos aus.

Steg tarnt Dateien als PDF

Steg steht nicht im Play Store zum Download bereit. Ihr müsst die App als APK-Installationsdatei herunterladen und installieren. Eine Quelle ist das Entwickler-Forum XDA-Developers. Damit die Installation von außerhalb des Play Store klappt, muss in den Sicherheitseinstellungen des Smartphones die Installation von Apps aus "Unbekannten Quellen" erlaubt sein.

Nach dem Start stellt Steg die Nutzer vor die Wahl: "Decode" oder "Encode". Letzteres ist die richtige Wahl, um eine Datei vor WhatsApp zu tarnen. Über "Choose" hinter "Input File Path" wählt man die gewünschte Datei auf dem Smartphone aus. Den Ausgabepfad legt die App automatisch fest. Anschließend genügt ein Klick auf "Encode" und einer auf "Share Encoded File", um anschließend WhatsApp auszuwählen und die getarnte Datei zu verschicken.

Der Empfänger dieser Dateien müssen diese dekodieren und benötigt dafür ebenfalls Steg. Dann genügt ein Klick auf die Datei in WhatsApp und die anschließende Wahl von Steg als App, mit der die Aktion durchgeführt werden soll. Alternativ lässt sich Steg auch starten und auf dem Startbildschirm auf "Decode" klicken, um anschließend die Datei zu "enttarnen".

Eine Einschränkung von WhatsApp kann aber auch Steg nicht umgehen: Versendete Dateien dürfen maximal 100 Megabyte groß sein. Für größere Dateien ist ein Cloudspeicher also die sinnvollere Wahl.


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