Display beim Galaxy kaputt? Ob sich Tausch oder Reparatur lohnen

Weg damit !9
Einmal nicht aufgepasst, schon ist das Display hin.
Einmal nicht aufgepasst, schon ist das Display hin.(© 2015 CURVED)

Einmal nicht aufgepasst, schon liegt Euer Galaxy-Smartphone auf dem Boden. Das Display ist kaputt. Was tun? Wie Ihr den Schaden beheben könnt, ob sich eine Reparatur lohnt und was Ihr sonst noch zur Garantiefällen bei Galaxy-Geräten wissen müsst, erfahrt Ihr hier.

Einmal nicht aufgepasst, da ist es schon passiert: Das nagelneue Samsung-Smartphone ist auf den Boden gefallen, das Display kaputt. Für viele Nutzer ein Horrorszenario. Was nun tun? Für manche ist die Antwort ganz einfach: Sie nutzen ihr Galaxy trotz des kaputten Displays weiter und riskieren blutige Finger. Dabei muss eine Reparatur gar nicht teuer sein. Mit dem richtigen Werkzeug und der richtigen Anleitung könnt Ihr die Arbeit sogar selbst erledigen.

Samsung bietet Hilfe in sogenannten Customer Service Plazas an und arbeitet darüber hinaus mit autorisierten Reparaturdiensten zusammen. Die könnt Ihr kontaktieren und Euer Gerät gegebenenfalls einsenden. Auf eine kostenlose Reparatur dürft Ihr aber nicht hoffen. Der Grund: “Unfälle, höhere Gewalt oder Ursachen, die außerhalb des Einflussbereichs von Samsung liegen” deckt die Samsung-Garantie nicht ab. Sogar bei einem Blitzschlag (höhere Gewalt!) habt Ihr laut Garantiebestimmungen schlechte Karten.

Drei Möglichkeiten zur Auswahl

Ihr könnt Euch also aussuchen, ob Ihr den Samsung-Support kontaktieren und Euer Gerät einsenden wollt, ob Ihr Euer Glück bei einem Drittanbieter sucht oder ob Ihr zum Schraubendreher greift und die Sache selbst in die Hand nehmt. Anders als Apple gibt Samsung keine Preise an, mit denen Ihr rechnen könnt. Da kann Euch nur eine Anfrage beim Support oder ein Kostenvoranschlag vom Partner weiterhelfen. Drittanbieter sind da schon transparenter. Um das Display eines Samsung Galaxy S6 wechseln zu lassen, zahlt Ihr beim Anbieter Justcom etwa 129 Euro (nur Displayscheibe) beziehungsweise 199 Euro (Displayscheibe und Touchpanel). Bei iCracked zahlt Ihr 179 Euro für einen neuen Bildschirm, wenn Ihr Euer Gerät einsendet. Einen Akku-Austausch fürs S6 haben beide Unternehmen nicht im Angebot.

Zumindest etwas günstiger wird es, wenn Ihr den Austausch selbst vornehmt. Auf der Webseite iFixit findet Ihr zum Beispiel detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für 74 Samsung-Modelle. Werkzeug und Ersatzteile gibt es im Shop. Der Versand erfolgt allerdings aus den USA. Wollt Ihr nicht auf die Post warten, findet Ihr unter anderem auch bei Amazon passendes Werkzeug und Ersatzteile, um Euer Smartphone wieder in Schuss zu bringen. Beim Einkauf solltet Ihr aber unbedingt einen Blick auf die Bewertungen anderer Käufer werfen. Denn wie bei Reparaturshops gilt auch bei den Ersatzteilen: Die Qualität und Preise der Bauteile kann stark schwanken.

Die Krux beim Selbsteinbau

Sowohl Einbau als auch Reparatur bei einem nicht von Samsung lizenzierten Unternehmen können allerdings einen faden Beigeschmack haben: Geht etwas kaputt, ist nicht nur die Restgarantie futsch. Die Reparatur Eures ursprünglichen Schadens wird dann auch richtig teuer. Rechnet Ihr sowieso damit, dass Euch Euer Smartphone innerhalb des Nutzungszeitraums kaputtgeht, kommt für Euch vielleicht eine Smartphone-Versicherung in Frage. Je nachdem, welches Gerät Ihr nutzt, zahlt Ihr bei verschiedenen Anbietern zwischen zwei und neun Euro. Die deckt in den meisten Fällen nicht nur kaputte Displays, sondern auch Wasserschäden in den Geräten ab. Online-Versicherer wie Schutzklick und Onlineversicherung.de bieten optional sogar Diebstahlversicherungen an.

Um das Smartphone präventiv vor Schäden zu schützen, reicht vielleicht auch schon eine Hülle. Vom einfachen Bumper bis zum schicken Lederetui sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Modelle wie die von Otterbox sollen Euer Smartphone nachträglich sturzfest machen, verwandeln es aber gleichzeitig auch in einen unhandlichen Klopper. Wollt Ihr kein zusätzliches Geld zum teuren Gerät ausgeben, hilft eigentlich nur, das Smartphone mit äußerster Vorsicht zu behandeln.


Weitere Artikel zum Thema
Spotify bietet "Behind the Lyrics" nun auch für Android an
Spotify stellt "Behind the Lyrics" nun auch für Android zur Verfügung
Viele Hintergrundinformationen zu Songs und Bands: Spotify rollt nun auch für Android-Nutzer das "Behind the Lyrics"-Feature aus.
Fotos unkom­pri­miert per WhatsApp verschi­cken: Mit dieser App funk­tio­niert's
Jan Johannsen
Steg tarnt Dateien und schmuggelt sie so über WhatsApp.
Beim Versand unkomprimierter Bilder über WhatsApp hilft die App "Steg", die nebenbei sämtliche Dateitypen über den Messenger schmuggelt – und zwar so.
Google Pixel 2: Alle drei Modelle sollen Snap­dra­gon 835 erhal­ten
Michael Keller1
Der Nachfolger des Pixel XL heißt während der Entwicklung mutmaßlich "Muskie"
Das Google Pixel 2 soll Ende des Jahres erscheinen – und offenbar in allen drei Ausführungen den Snapdragon 835 als Herzstück nutzen.