Dual-Sim-Handys: Welchen Vorteil bieten sie?

Dual Sim
Dual Sim(© 2014 iStock.com/albln)

Insbesondere für Berufstätige mit Diensthandy oder Urlauber im Ausland bietet sich ein Dual-Sim-Handy mit zwei Sim-Karten an. Der Vorteil: Du kannst ein Gerät mit zwei Mobilfunknummern nutzen, da diese Geräte zwei Sende- und Empfangseinrichtungen besitzen. Das macht zum einen den Besitz eines zweiten, privaten Mobiltelefons überflüssig, zum anderen lässt sich im Ausland Geld sparen – auch im Inland wird das Tarif-Sharing möglich.

Unpraktische Dual-Sim-Adapter sind heute überflüssig

Um zwei Sim-Karten mit einem Handy zu nutzen, waren lange Zeit Dual-Sim-Adapter notwendig. Diese hatten den Nachteil, dass sie extern an das Mobiltelefon angeschlossen werden mussten, zudem ließen sich beide Karten nicht gleichzeitig nutzen. Das änderte sich 2006, als Dual-Sim-Handys auf den Markt kamen und die unpraktischen Adapter schrittweise ablösten – das Samsung D880 war 2007 das erste namhafte Modell, das auch in Europa erhältlich war.

Berufliches und Privates trennen und im Urlaub Geld sparen

Den größten Vorteil von einem Dual-Sim-Handy haben Berufstätige, die ihre private und berufliche Kommunikation trennen und dafür nur ein Mobiltelefon nutzen wollen. Denn: Vor jedem Anruf oder jeder SMS kann einfach die gewünschte Nummer der beiden Sim-Karten gewählt werden. Somit ermöglichen Dual-Sim-Handys auch das sogenannte Tarif-Sharing: Kombiniere auf diese Weise zwei Sim-Karten mit unterschiedlichen Angeboten oder von unterschiedlichen Mobilfunkprovidern – zum Beispiel einen Vertrag mit einer Prepaid-Karte oder eine Karte mit Daten-Flatrate zum Surfen mit einer Telefon-Flatrate-Karte.

Im Ausland kannst du als zweite Karte eine mit Prepaid-Funktion vor Ort erwerben und so teure Roaming-Gebühren sparen. Mitunter kann es sich auch anbieten, sich zwei Karten von unterschiedlichen Providern anzuschaffen – beispielsweise, um im Freundeskreis untereinander immer so günstig wie möglich zu telefonieren.

Von einer besseren Netzanbindung profitieren

Wer auf zwei Karten von unterschiedlichen Netzbetreibern setzt, der minimiert zudem das Risiko, in ein Funkloch zu geraten. Hat eine Karte des Dual-Sim-Handys keinen Empfang, kannst du wahrscheinlich noch auf das Netz der anderen Karte zugreifen. Darüber hinaus ist auch das Risiko eines Datenverlusts bei einem Dual-Sim-Handy geringer – vorausgesetzt, beide Karten werden regelmäßig gepflegt. Fällt eine Karte aus, sind die Kontakte immer noch auf der anderen gespeichert. Zu guter Letzt erleichtert ein Dual-Sim-Handy die Datenübertragung von einer zur anderen Sim-Karte. Stecke dafür beide Karten ins Handy und starte die Übertragung – der Telefonspeicher dient hier als Zwischenspeicher.

Zusammenfassung

  • Dual-Sim-Handys ermöglichen die Nutzung zweier Mobilfunknummern mit einem Gerät
  • Unpraktische Dual-Sim-Adapter werden dadurch überflüssig
  • Berufstätige können zwischen privater und dienstlicher Nutzung trennen
  • Ein Vorteil: Tarif-Sharing spart Kosten, zum Beispiel im Ausland und im Freundeskreis
  • Unterschiedliche Netze minimieren das Risiko eines Funklochs
  • Daten sind auf einem Dual-Sim-Handy sicher und können einfach übertragen werden

Weitere Artikel zum Thema
Das Samsung Galaxy S8 und S8 Plus im Vergleich: der haar­feine Unter­schied
Marco Engelien1
Samsung Galaxy S8 und S8 Plus
Samsung hat das Galaxy S8 und das Galaxy S8 Plus vorgestellt. Wir verraten Euch, ob es neben der Bildschirmgröße noch weitere Unterschiede gibt.
Nokia 3310: Nutzer können Artworks für das Gehäuse einrei­chen
Dieses Beispiel-Design vom Nokia 3310 erinnert uns an die 90er
Das Nokia 3310 mit Eurem Artwork auf dem Gehäuse: Der Hersteller hat eine Aktion gestartet, bei der Ihr eigene Designs für das Handy einreichen könnt.
Galaxy S8 erin­nert daran Finger­ab­drücke von der Kame­ralinse zu entfer­nen
1
Beim Galaxy S8 und S8 Plus befindet sich der Fingerabdrucksensor direkt neben der Kamera
Viele Nutzer halten die Position des Fingerabdrucksensors beim Galaxy S8 für ungünstig. Womöglich ist sich auch Samsung darüber im Klaren.