E-Scooter mit Straßenzulassung: Darauf müsst ihr vor dem Kauf achten

Ein Beispiel für E-Scooter mit Straßenzulassung: Der Trittbrett Kalle
Ein Beispiel für E-Scooter mit Straßenzulassung: Der Trittbrett Kalle(© 2020 Trittbrett)

Die Temperaturen steigen – und gerade zu Corona-Zeiten ist die Bahn womöglich nicht euer liebstes Fortbewegungsmittel. Etwas Sonne und frische Luft liefert euch dagegen ein E-Scooter mit Straßenzulassung. Ohne die ganze Anstrengung, die euch ein herkömmliches Fahrrad im Gegenzug bietet. Wollt ihr euch nun selbst so einen Roller zulegen, solltet ihr vor dem Kauf aber ein paar Dinge beachten. Und auch schon einen Blick auf Zubehör und Apps werfen.

Tipp der Redaktion: Derzeit gibt es bei uns ein besonders gutes Angebot: Den E-Scooter Trittbrett Kalle mit Straßenzulassung bekommt ihr für nur 99 Euro – und damit zu einem sehr günstigen Preis. Mit dabei ist Der o2 Free M. Was der Roller kann und wieso der Handyvertrag selbst dann praktisch ist, wenn ihr eigentlich gar nicht euren Tarif wechseln wollt, erfahrt ihr hier.

Straßenzulassung für E-Scooter: Was bedeutet das?

Wohl der wichtigste Punkt vor der Neuanschaffung: Hat euer Wunsch-Scooter eine Straßenzulassung gemäß StVZO für Deutschland? Nur mit einer solchen dürft ihr euch mit dem Roller über den Asphalt durch die Öffentlichkeit bewegen. Hier muss euer Gefährt einige Auflagen erfüllen. Es muss neben zwei Bremsen etwa über Front- und Rücklicht verfügen sowie ein zusätzliches Licht für das Kennzeichen. Zudem werden nur Scooter zugelassen, die maximal 20 km/h fahren.

Für die Straßenzulassung spielen noch ein paar weitere Kriterien wie die Größe und Leistung des Scooters eine Rolle. Wichtig ist für euch letztendlich, dass ihr darauf achten müsst, ob eine Straßenzulassung für ein bestimmtes Modell vorliegt. In der Regel geben Hersteller allerdings an, ob ein Roller diese hat oder nicht. Denn sie müssen eine Zulassung erwerben, nicht ihr.

Ab wie viel Jahren dürft ihr Scooter fahren?

Wenn ihr euch einen E-Scooter anschaffen wollt, solltet ihr natürlich wissen, ob ihr den auch benutzen dürft. Zum Glück gelten hier keine strengen Regeln. Ihr müsst mindestens 14 Jahre alt sein, schon habt ihr freie Bahn.

E-Scooter mit oder ohne Helm nutzen?

Es gibt zwar keine Helmpflicht, doch ungeübten und auch jungen Fahren empfehlen wir diesen besonders. Wenn ihr nicht zu diesen Gruppen gehört, solltet ihr trotzdem über einen Helm nachdenken. Da E-Scooter recht kompakt und leise sind, besteht ebenso wie auf dem Fahrrad die Gefahr, dass ihr von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werdet. Ein Helm trägt sehr zu eurem Schutz bei.

Scooter-Verleiher Lime macht es auf Pressebildern vor: Mit Helm fährt es sich sicherer. Eine Pflicht gibt es in Deutschland aber nicht.(© 2020 Lime)

Zulässiges Gesamtgewicht beachten

Gerade wenn ihr nach einem günstigen Scooter sucht, ist ein genauer Blick in die technischen Daten wichtig. Denn jeder Roller hat ein zulässiges Maximalgewicht. Hier solltet ihr natürlich nicht nur euer eigenes Gewicht einkalkulieren, sondern auch die Extra-Kilos, die ihr etwa durch Klamotten oder Gepäck mit euch herumtragt.

Ihr solltet davon absehen, das Maximalgewicht zu überschreiten. Das kann im schlimmsten Fall zu Schäden an dem Scooter führen oder Auswirkungen auf die Bremsleistung haben und eure Sicherheit sowie den Versicherungsschutz gefährden.

Reichweite: Genug Energie für die Wunschstrecke

Entscheidend für den E-Scooter-Kauf ist auch, wie weit ihr mit diesem fahren wollt. Habt  ihr eher weitere Strecken im Sinn, sollte auch der Akku über entsprechend genügend Energie verfügen, damit ihr nicht unterwegs eine Ladepause einlegen müsst. Hersteller von Scootern geben aber in der Regel an, wie hoch die Reichweite in etwa ausfällt.

Ihr solltet den Akkustand stets im Blick behalten, wenn ihr weitere Strecken fahrt. Das gilt auch für Leih-Scooter, die ihr oft nicht komplett geladen vorfindet.(© 2020 picture alliance/JOKER)

Scooter aufladen: Das solltet ihr bedenken

Wie ihr sicherlich wisst, benötigt euer E-Scooter regelmäßig neue Energie. Ihr solltet euch also die Frage stellen, wo ihr das Gadget aufladen könnt. Habt ihr eine Etagenwohnung, bietet sich etwa ein abschließbares Kellerabteil an. Hausbesitzer profitieren hingegen von einer schließbaren Garage. Wohlgemerkt sind das nur Optionen, wenn ein Stromanschluss in Reichweite ist.

Natürlich könnt ihr den Scooter auch in eurer Wohnung abstellen. Doch besonders wenn ihr beispielsweise im vierten Stock wohnt, ist es vielleicht nicht immer ein Vergnügen, den Roller direkt im Wohnraum zu verstauen. Denn Scooter mit Straßenzulassung können je nach Modell sogar etwas über 50 kg wiegen.

Alkohol: E-Scooter und Trinken verträgt sich nicht

Wer ein paar Bier trinken will, daher das Auto stehen lässt und lieber mit dem E-Scooter unterwegs ist, sollte dringend umdenken. Laut ADAC gibt's ab 0,5 Promille Ärger – in bestimmten Fällen kann sogar schon eine Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille als Straftat gewertet werden.

Es drohen ein Monat Fahrverbot, 2 Punkte in Flensburg sowie eine hohe Geldstrafe. Mit steigenden Promille steigt auch das Strafmaß weiter an. Letztlich gelten für E-Scooter  dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer. Für PKW-Fahranfänger in der Probezeit liegt die Promille-Grenze entsprechend auch auf dem E-Scooter bei 0,00.

Wo dürft ihr mit dem E-Scooter fahren?

Für einen E-Scooter gelten ähnliche Regeln wie für ein Fahrrad. Demnach dürft ihr mit dem Gadget herkömmliche Radwege benutzen oder ihr könnt (sofern kein Radweg vorhanden) die Straße befahren. In Fußgängerzonen oder auf dem Bürgersteig dürft ihr mit dem Roller hingegen nicht fahren. Eine Ausnahme gilt, wenn ihr ein Schild mit der Aufschrift "E-Scooter frei" oder "Elektrokleinstfahrzeuge frei" seht.

Seht ihr hingegen nur ein Schild mit "Radfahrer frei" ist euer Scooter damit nicht gemeint und darf die entsprechende Strecke nicht befahren.

Könnt ihr einen Freund mitnehmen?

Auch wenn ihr womöglich immer wieder Scooter-Fahrer seht, die hier eine andere Meinung haben: Es ist verboten, sich gemeinsam mit einer zweiten Person auf den Roller zu stellen. Hier können sogar Strafzahlungen fällig werden, sollte man euch erwischen. Zudem gefährdet ihr eure eigene Sicherheit sowie die eures Mitfahrers, da die wackelige Doppelfahrt schneller zu einem Unfall führen kann.

Mit zwei Personen auf einem E-Scooter? Sieht nach Spaß aus, ist aber in Deutschland verboten(© 2020 picture alliance/ZUMA Press)

E-Scooter, Versicherung und Diebstahlschutz: Was ihr wissen müsst

Wenn ihr euch einen E-Scooter gönnt, solltet ihr auch die (geringen) Nebenkosten im Blick behalten. Eine Haftpflichtversicherung benötigt ihr in jedem Fall, bevor ihr den Roller in der Öffentlichkeit benutzen dürft. Fast jede namhafte Versicherung bietet euch so eine mittlerweile an.

Damit ist aber noch nicht Schluss: Bei einigen Anbietern könnt ihr optional eine Teilkasko abschließen. So sichert ihr den Roller etwa gegen Schäden durch Unwetter oder Diebstahl ab. Welche Leistungen die Teilkasko genau enthält, hängt vom jeweiligen Versicherer und dessen Angebot ab. Habt ihr einen etwas teureren E-Scooter mit Straßenzulassung und ist der Abstellort nicht allzu gut gesichert, empfehlen wir euch definitiv eine Teilkasko mit Diebstahlschutz.

Apps und Zubehör für den E-Scooter

Damit ihr direkt mit dem E-Scooter in den Sommer starten könnt, solltet ihr euch direkt zum Kauf Gedanken über das entsprechende Zubehör machen und welche Apps nützlich für Ausflüge sein könnten. Die passenden Tipps findet ihr in diesem Artikel.


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