eSIM-Anbieter: Wer unterstützt die SIM-Karte der Zukunft?

Welcher Anbieter eSIM-Karten unterstützt, erfahrt ihr hier.
Welcher Anbieter eSIM-Karten unterstützt, erfahrt ihr hier.(© 2019 Shutterstock-Creative)

Diese neue Technik soll die Smartphone-Branche revolutionieren: die eSIM-Karte. Doch was ist so besonders daran und welche Anbieter und Handyhersteller setzen schon auf die SIM-Karte der Zukunft? Die Antworten auf diese Fragen, findet ihr hier. 

Zunächst einmal die Frage: Was ist eine eSIM-Karte überhaupt? Das Kürzel eSIM steht für "embedded SIM". Dabei handelt es sich um eine direkt in das Smartphone eingebaute SIM-Karte. Vorbei also die Plastik-Karten, die mühsam in das Gerät eingesteckt werden müssen. Der Vorteil: Dank der neuen Technik entfallen nicht nur die SIM-Karten-Formate Mini, Micro und Nano, auch die Umwelt wird auf den Verzicht von Plastik geschont und ein Vertragswechsel wird einfacher.

Ein weiterer, interessanter Aspekt: Da die eSIM kleiner ist als herkömmliche Karten, bietet sie mehr Platz für andere Gadgets im Smartphone.

Wie funktionieren eSIM-Karten?

Die neueste Innovation auf dem Markt kann vom Anbieter entsprechend programmiert werden. Über das elektronische eSIM-Profil wird dann die Verbindung zum Mobilfunknetz hergestellt.

Bisher sind die eingebauten SIM-Karten vor allem auf dem asiatischen Markt gängig und kommen erst langsam nach Deutschland. eSIM-fähige Geräte bieten derzeit meist eine Dual-SIM-Funktion, also eine Kombination aus eSIM und herkömmlicher SIM-Karte, sodass der Kunde entscheiden kann, welche der beiden er letztlich nutzen möchte. Die embedded SIM kann übrigens auch ein fester Bestandteil von Tablets oder Smartwatches sein.

Welche Mobilfunkanbieter bieten eSIM-Tarife an?

Grundsätzlich sind bei eSIM sowohl Prepaid- als auch Laufzeitverträge möglich, abhängig vom Provider. Hier ein kleiner Blick auf die größten, deutschen Anbieter Vodafone, Telekom und O2. Sie bieten die besten Tarife für eine eSIM als Hauptkarte.

  • O2: Bei O2 gibt es eSIM-Tarife mit Laufzeit- An der Prepaid-Front sieht es noch etwas mau aus. Hier gibt es keine speziellen eSIM-Tarife, sondern die gängigen O2 Free Angebote, die zusammen mit dem Gerät erworben werden können.
  • Vodafone: Auch Vodafone bietet ausschließlich Laufzeitverträge mit eSIM an.
  • Telekom: Die deutsche Telekom ist der einzige Anbieter, bei dem eSIM-Karten auch als Prepaid-Modell zu haben sind.

Folgende Smartphones unterstützen die neue eSIM bereits:

  • Apple iPhone XS
  • Apple iPhone XS Max
  • Apple iPhone XR
  • Google Pixel 3 und Pixel 3 XL
  • Google Pixel 3a und 3a XL

Diese Geräte können mit eSIM erworben werden:

  • Samsung Gear S2 3G Smartwatch
  • Samsung Galaxy Watch LTE
  • Apple Watch Series 3 und Series 4
  • Apple iPad Pro 2018 11 und 12,9 Zoll
  • Apple iPad Air 2
  • Apple iPad Mini 3

Eine Besonderheit bei Apple-Modellen: Hier ist eine spezielle Apple-SIM verbaut, wodurch die Geräte nur mit bereits vorgegebenen Tarifen verkauft werden.

So funktioniert der Wechsel zur neuen SIM-Karte

Ihr wollt auf eSIM Umsteigen? Das ist ganz einfach: Die neue SIM kann kostenlos gegen eine klassisch aktivierte SIM-Karte eingetauscht werden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ihr bei einem Gerät mit dualer SIM-Karte eine zusätzliche klassische SIM bestellt und diese anschließend in eine eSIM tauscht. Der Tausch einer klassischen SIM-Karte zu einer "embedded SIM" ist kostenfrei.

eSIM-Karte aktivieren – so geht's

Im nächsten Schritt müsst ihr das eSIM-Profil aktivieren. Und das geht sehr viel schneller und einfacher als bei den früheren Karten im Plastikmantel – es gibt auch kein Zuschneiden mehr! Die eSIM wird nämlich nicht postalisch versendet, sondern lediglich ein Aktivierungscode in Form eines QR-Codes. Der Nutzer lädt sein eSIM-Profil via QR-Code herunter – fertig! Danach ist der Code nicht noch einmal nutzbar.

Unabhängig vom SIM-Karten-Format könnt ihr weiterhin die Rufnummer mitnehmen, Drittanbieter verwalten oder Rufumleitungen nutzen.

eSIM-Vorteil: Auslandstarife

Mobile Daten sind auch mit einer eSIM wie üblich in der ganzen EU nutzbar. Interessant wird es aber in Asien oder USA: Dual-SIM-fähige Geräte bieten hier die Möglichkeit, die eSIM bei den Providern GigSky oder Truphone zu aktivieren, während ihr über die deutsche Nummer weiterhin erreichbar bleibt. Die Installation, Anmeldung und Nutzung des eSIM-Profils erfolgt über eine App des jeweiligen Anbieters – die eSIM kann dann nach Belieben aktiviert oder ausgeschaltet werden.


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