Feel Good Food auf der Couch: Alternativen für gesunde Online-Lieferdienste

Bowls sind total angesagt udn werden neben weiteren elckeren Alternativen inzwischen auch nach Hause geliefert.
Bowls sind total angesagt udn werden neben weiteren elckeren Alternativen inzwischen auch nach Hause geliefert.(© 2018 Unsplash/Jo Sonn)

Mal wieder Bock auf eine faule Mahlzeit auf der Couch oder keine Zeit zum Einkaufen und Kochen? Essen nach Hause bestellen muss nicht immer gleich im Widerspruch zu den Fitness- und Körperzielen stehen: Wie wäre es mit gesünderen Alternativen oder  Feel Good Food statt Fast Food? Wir stellen euch 5 passende Anbieter vor, damit ihr gar nicht erst in die Fritten-Falle tappt.

Ein verregnetes Wochenende liegt vor und ihr freut euch mal wieder auf eine faule Zeit auf der Couch oder habt einfach viel um die Ohren und weder Zeit zum Einkaufen, noch Lust zum Kochen? Was liegt näher, als sich mit zwei Handgriffen satt und zufrieden zu stellen: Netflix an und durch Lieferdienst-Apps auf dem Smartphone scrollen. Es könnte so einfach sein – wären da nicht die berechtigten Einwände der Freundin, "nicht schon wieder Junk Food", oder das eigene schlechte Gewissen, das gegen Pizza, Pasta und Burger argumentiert. Meistens ist der Hunger dann aber schon so groß, dass er schließlich siegt und ihr in der Fettfalle landet. Doch wer sagt denn, dass Lieferdienste nur Fast Food anbieten?

Typische Tücken bei Bringdiensten und wie ihr sie umgeht

Wenn alle duftende Pizza bestellen, ist es natürlich super deprimierend, bloß ein tristes Salätchen zu mümmeln. Ihr könnt eure Pizza vom Italiener auch einfach etwas "downgraden", was Fett und Weißmehl anbelangt: Fragt nach Vollkornteig, den viele inzwischen anbieten, wie etwa der bekannte Pizzadienst Smileys. Statt Salami, Hackfleisch und doppelt Käse solltet ihr fettarme Proteinquellen wie Hühnchen, Pute oder Fisch plus reichlich Gemüse wählen. Übrigens spart eine Pizza ganz ohne Käse bis zu 300 Kalorien und 30 Gramm Fett. Auch bei Pasta, Döner und Sandwiches gilt: Vollkornteig ist immer besser als Weißmehl, weil er mehr Nährstoffe enthält und den Blutzuckerspiegel nicht so auf Achterbahnfahrt schickt. Dadurch bleibt man länger satt. Bei Pasta lieber Tomaten- statt Sahnesauce.

Beim Griechen kann man zum Beispiel darum bitten, statt Pommes etwas Reis aber vor allem Gemüse in die Box zu packen. Statt Kraussalat, der viel Zucker enthält, bietet sich ein Tomatensalat an. Achtet darauf, dass euer Essen nach Möglichkeit gegrillt statt gebraten wird. Fisch oder Fleisch mit Gemüse und Hülsenfrüchten oder Antipasti ohne Brot sind eine gute Wahl.

Auch die asiatische Küche hat ihre Tücken: Süß-sauer ist immer ein Synonym für viel Zucker und selbst das "gebackene Hühnchen" wird nicht im Ofen, sondern in Fett gegart. Sogar bei der Sushi-Wahl muss man aufpassen: California Rolls werden mit Mayonnaise zubereitet und der Zusatz "Tempura" steht für Frittiertes.

Tipps für Portionen und Extras

Außer bei Feinschmeckern erwartet König Kunde mittlerweile Riesenportionen – und die bekommt man auch standardmäßig. Im Prinzip kann man sie direkt halbieren und den Rest für abends oder den nächsten Tag beiseite legen. Wir essen oft gar nicht mal das Falsche, sonder viel zu viel. Vielleicht reicht ja auch mal eine kleine Pizza mit einem Beilagensalat. Auch Vorspeisen oder Desserts könnt ihr durch kleine Proteinsnacks ersetzen: Statt Brot zu dippen, lieber lässig Lassi oder Ayran schlürfen. Statt Eis oder Tiramisu vielleicht einen Quark bestellen. Ein Gramm Eiweiß hat zwar genauso viele Kalorien wie Kohlenhydrate, sättigt dafür aber besser. Klingt einfacher, als es ist, aber hilft beim Abnehmen ungemein: Langsam essen und aufhören, wenn man satt ist.

Fragt nach einem fettarmen Dressing: Statt Mayonnaise, Remoulade, Aioli, Sahne- oder Hollandaise-Saucen und French-Dressing (viel Fett) oder Ketchup (viel Zucker) könnt ihr  Kräuterquark, Senf oder Balsamico-Dressings ordern. Letzteres ist zwar auch gesüßt, aber immerhin weniger fettig. Tipp: Fragt nach extra Schärfe und etwas Olivenöl, dann schmeckt euer Essen auch ohne Dickmacher-Saucen nicht fad und ihr kurbelt die Fettverbrennung an.

Die besten 5 Lieferdienste für eine ausgewogene Ernährung

Oft ist es auch der Gruppenzwang, der dazu führt, dass man seine Vorsätze um gesunde Ernährung ignoriert: Keiner traut sich, aus der Reihe zu tanzen. Fragt beim nächstes Mal in die Runde, ob sich jemand an einer Bestellung woanders beteiligen möchte: Jede Wette, dass ihr guten Chancen habt, wenn erstmal einer den Anfang macht. Hier kommen fünf gesunde Anbieter, die zwar eine eigene Webseite haben, aber noch keine eigene App. Dementsprechend könnt ihr über die Webansicht bestellen oder ihr nutzt die großen Lieferservice-Apps wie DeliverooFoodora oder Lieferando, die viele der folgenden Lieferdienste mit im Programm haben. Ihr müsst bei allen Anbieter mit knapp drei Euro Liefergebühr rechnen. Manchmal gibt es einen Mindestbestellwert.

Eatclever bietet euch eine tolle Auswahl an ausgewogenen Gerichten zum fairen Preis.(© 2018 CURVED)

Eatclever: Feelgood Food von Low-Carb bis vegan

Egal ob Suppen, Salate, Vollkorn-Wraps, indische Currys, mediterrane Gemüsepfanne, Hummus oder Low-Carb-Gerichte wie Zucchini-"Nudeln": Der Eatclever-Lieferservice aus Hamburg hat sich dem Feelgood Food verschrieben und ist mittlerweile in vielen Städten in Deutschland aktiv. Über die Webseite könnt ihr eure Postleitzahl eingeben und dann bei Bedarf nach vegetarisch, vegan, Low-Carb oder High-Protein filtern. Außerdem könnt ihr die Zutaten und Nährwertangaben einsehen.
Wir haben Eatclever schon probiert und sind überzeugt: faire Preise ab fünf Euro, leckere und sättigende Gerichte. Je nach Region bekommt ihr die Angebote nicht nur über die Webseite, sondern auch bei Deliveroo, Foodora oder Lieferando.

Stadtsalat: Bowl wie sie euch gefallen

Bowl-Fans aufgepasst: Bei Stadtsalat ist für jeden die richtige Schüssel Buntes dabei, ob vegan oder mit Tofu, Lachs oder Rinderfilet, komplett ohne Kohlenyhdrate, kalt oder warm. Ihr könnt à la carte wählen oder euch eure eigene Bowl kreieren. Die Bowls starten bei 9,90 Euro und werden ohne Zusatzstoffe in Pappe per Fahrradkurier geliefert, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Bisher erfolgt die Lieferung über die Webseite nur in Hamburg, ab diesem Herbst kommt der Stadtsalat aber auch nach Berlin und zeitnah in weitere Städte.

Salädchen: Der Name ist Programm

Eine Alternative zum Stadtsalat ist Salädchen: Die liefern auch in Augsburg, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Fürth, Giessen, Hamburg, Köln, Marburg und Schwerin aus – und zwar auch über Deliveroo, Lieferando oder Foodora. Ihr dürft euch auf eine breit gefächerte Auswahl an Salatvariationen ab sieben Euro freuen, bekommt aber auch Wraps, Ofenkartoffeln und Milchreis zum Dessert. Gut gefallen hat uns, das man bei jedem Topping, das man sich eventuell noch aussucht, direkt sieht, wie viele Kalorien es enthält. Nur die Übersicht der Nährstoffe fehlt. Je nach Lieferdienst, den ihr wählt, gibt es eventuell einen Mindestbestellwert von zwölf Euro plus Liefergebühr von drei Euro. Damit wird das Salatvorhaben dann nicht ganz günstig und der Gang zur Salatbar im Supermarkt kann sich lohnen – oder ihr holt eure Bestellung bei Salädchen ab.

Ein Salat muss nicht trist und fad sein – schaut her, was diese bunte Bowl bietet.(© 2018 Unsplash/Anna Pelzer)

Clever Meals: Bisher nur in Hamburg

Hamburg scheint die Hochburg für ausgewogene Mahlzeiten per Lieferung zu sein. Das nächste Startup, Clever Meals, ist derzeit auch nur an seinem Standort in der Hansestadt aktiv, will aber zeitnah expandieren. Interessierte können bereits ihre Email-Adresse hinterlegen und werden informiert, sobald Clever Meals in die jeweilige Stadt kommt. Ihr bekommt unaufgeregte Suppen, Salate, Chilis, Currys, aber auch italienisches Zucchini-Risotto oder japanische Nudeln mit Hähnchen. Die Nährstoffangaben könnt ihr vor der Bestellung einsehen und die Preise bewegen sich ab fünf Euro für eine Suppe bis zehn für ein Gemüsegericht im Rahmen.

Dean & David: Schnelles, gesundes Frühstück bis Abendessen

Vielleicht kennt ihr die Kette "Dean & David" aus Bahnhofshallen, wenn es mal schnell gehen, aber gesund sein soll. Inzwischen findet ihr das Aufgebot an Salaten, Currys, Sandwiches, Wraps, Chiapudding, Oatmeals und Smoothies auch über die Online-Lieferdienste Foodora oder Deliveroo in zahlreichen Städten. Die Preise bewegen sich zwischen vier und zwölf Euro im Rahmen. Allerdings fehlen hier die Nährstoff- und Kalorienangaben und schön wäre vielleicht auch ein eigener Webauftritt, damit man nicht doch wieder von Pizza und Co. verführt wird...

Fazit: Gönnt euch eurer Couch-Menü, aber wählt es weise

Selbst wenn ihr ein paar Pfunde verlieren wollt oder eisern an der Fitness arbeitet, könnt ihr euch ab und zu mal ein faules Menü auf der Coach per Lieferdienst ordern – wenn ihr wisst wo beziehungsweise was ihr Pizza und Pommes vorzieht. Falls es doch mal Fast Food sein soll, kennt ihr jetzt ein paar Optionen für kleinere Sünden. Und wenn euch die hier vorgestellten gesunden Lieferdienste auch irgendwann zum Hals raus hängen, könnt ihr unseren Testbericht zu den fünf großen Kochboxen lesen oder euch informieren, wie Meal Prep stressfrei gelingt.


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