Fitness-Apps: Tipps fürs smarte Training mit Smartphone

Information und Austausch sind wichtige Bestandteile eines gesunden Trainings
Information und Austausch sind wichtige Bestandteile eines gesunden Trainings(© 2014 CC: Flickr/Seán Venn)

Fit und gesund dank Gadgets und Apps? Mittlerweile gibt es viele Gadgets mit passenden Apps auf dem Markt, die Euch beim Training und der richtigen Ernährung unterstützen können. Doch das alleinige Erfassen von für die Gesundheit relevanten Daten ist nur der erste Schritt; denn diese wollen auch richtig ausgewertet werden, um zu einem Erfolgreichen Training zu verhelfen. Wir geben Euch ein paar praktische Hinweise für den idealen Einsatz von Fitness-Apps.

Apps als Ernährungsberater?

Mit geeigneten Anwendungen könnt Ihr Euch im Bereich Ernährung wertvollen Beistand holen. Apps können Euch beispielsweise dabei helfen, Ziele zu stecken und die nötige Motivation aufzubringen, diese auch zu erreichen. Die meisten Ernährungs-Apps funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Ihr versorgt die Anwendung mit Informationen zu Eurem physischen Zustand, also beispielsweise Gewicht, Alter oder Essgewohnheiten. Dann legt Ihr ein Ziel fest und gebt täglich in die App ein, was Ihr wann gegessen habt.

Viele Apps werten die Daten aus und stellen sie in anschaulichen Grafiken dar. So seht Ihr immer, ob Ihr Eure Ziele erreicht habt und wie die Tendenz aussieht. Das kann Eure Motivation stärken, wenn Ihr dem Ziel näher kommt oder das Wunschgewicht erreicht habt.

Darauf solltet Ihr bei Fitness-Apps achten

Bei Ernährungs-Apps solltet Ihr immer im Hinterkopf haben, dass sie lediglich eine Ergänzung darstellen. Sie können eine professionelle Beratung durch einen Arzt oder Sportwissenschaftler nicht ergänzen. Das gilt auch für Anwendungen, die Euch zu mehr Bewegung motivieren sollen: Es besteht immer die Gefahr, dass Ihr es ohne zusätzliche Informationen übertreibt und somit Eurer Gesundheit schadet.

Viele Fitness-Apps erfassen eine Menge persönlicher Daten von Euch: Je nachdem, welches Smartband oder welche Smartwatch Ihr benutzt, erhalten die Apps durch die Gadgets Informationen über Euren Kreislauf, Euer Schlafverhalten, Eure Aktivitäten und Bewegungsräume sowie Euren Blutzuckerspiegel. Zusammen mit Name, Alter und Gewicht ist dies ein sehr sensibles Datenpaket. Durch die Kommunikation mit anderen Geräten wie dem Smartphone ist es möglich, dass sich Unbefugte Zugang zu den Daten verschaffen können – das solltet Ihr bei allem Enthusiasmus im Hinterkopf behalten.

Außerdem haben viele Fitness-Apps einen werbenden Charakter. Gerade bei kostenlosen Apps ist es oft so, dass Euch der Anbieter innerhalb der Anwendung den Einsatz bestimmter Produkte nahelegt, beispielsweise von einem Pharmaunternehmen oder einem Sportartikelhersteller. Achtet deshalb immer darauf, welcher Herausgeber eine App herausgibt und welche Interessen er damit vertreten könnte.

Netzwerke für aktive Sportler

Für einen gesunden Einsatz von Fitness-Apps ist der Austausch mit anderen Menschen wichtig, die ebenfalls viel Sport treiben oder sich bewusst ernähren. Auf diesem Weg könnt Ihr beispielsweise erfahren, ob Eure Ziele realistisch sind oder welche Erfahrungen andere Nutzer mit bestimmten Apps gemacht haben. Ein Beispiel für solche Netzwerke sind unter anderem fitocracy, gymondo, newmoove oder pure-life. Diese bieten zum Teil auch Video-Workouts und Beratungen an, sind aber teils kostenpflichtig.

Zusammenfassung

  • Apps können Euch in den Bereichen Fitness und Ernährung beistehen
  • Sie sind aber kein Ersatz für eine professionelle Beratung, sondern nur eine Ergänzung
  • Achtet darauf, welche persönlichen Daten Ihr einer App zur Verfügung stellt
  • Seid Euch bewusst, dass viele Apps einen werbenden Charakter haben
  • Tauscht Euch mit anderen Menschen über Aktivitäten, Ernährung und Apps in Netzwerken aus

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