Gebrauchtes Handy kaufen: Worauf muss man achten?

Mit einem gebrauchten Handy lässt sich Geld sparen
Mit einem gebrauchten Handy lässt sich Geld sparen(© 2014 iStock/bakalusha)

Neue Smartphones überzeugen mit modernster Technik und lassen ihre Vorgängerversionen nicht selten alt aussehen. Insbesondere die Spitzenmodelle der großen Hersteller setzen oft neue Maßstäbe, wenn sie auf den Markt kommen. Allerdings lassen sich die Mobilfunkunternehmen ihre neuen Technologien auch gut bezahlen.

Alternativ könnt Ihr aber auch ein gebrauchtes Handy kaufen. Selbst aktuelle Modelle gibt es deutlich günstiger, wenn sie schon in Gebrauch waren. Zum Teil lassen sich beim Second-Hand-Kauf mehrere Hundert Euro sparen. Bei so viel Schnäppchen-Potenzial gibt es aber auch einige Dinge, die Ihr beachten solltet. Denn wie bei allen Gebrauchtkäufen ist auch hier die Betrugsgefahr groß.

Second-Hand-Smartphone: Vom Händler oder lieber privat kaufen?

Wenn Ihr überlegt, ein gebrauchtes Handy zu kaufen, solltet Ihr die Vorteile vom Kauf beim Händler gegenüber dem Privatkauf sorgfältig abwägen. Grundsätzlich gilt: Beim Privatkauf lässt sich meist mehr Geld sparen, allerdings sieht es hier mit der Gewährleistung schlechter aus. Ist die gesetzliche Gewährleistungsfrist des Herstellers - in der Regel zwei Jahre - abgelaufen, lassen sich weder gegenüber dem Verkäufer noch gegenüber der Herstellerfirma Ansprüche geltend machen.

Beim Händler liegen die Preise für Second-Hand-Smartphones etwas höher. Dafür gibt es dort aber eine volle Gewährleistung von mindestens 12 Monaten. Des Weiteren ermöglichen Händler die Vorabbesichtigung des Geräts – beim Internetkauf von privat fällt dieser Vorteil zumeist weg.

Vor dem Kauf Preise vergleichen und persönliches Limit setzen

Die besten Schnäppchen findet nur, wer sich umfassend über die zur Auswahl stehenden Smartphones informiert und Preise verglichen hat. Zunächst solltet Ihr Euch überlegen, welche Anforderungen das Handy erfüllen soll und mögliche Modelle raussuchen. Dann geht es an den Preisvergleich: Ausgangspunkt ist der aktuelle Neuwert - dieser kann anschließend mit den Preisen auf Auktionsportalen wie eBay, Preisvergleichsseiten oder bei den Gebrauchtangeboten bekannter Internethändler wie Amazon verglichen werden.

Zwei Tipps für den Kauf eines gebrauchten Handys bei eBay: Gebt die Produktbezeichnung testweise auch mit möglichen Tippfehlern ein – bei solchen Angeboten ist das Schnäppchen-Potenzial besonders groß, da diese von deutlich weniger potenziellen Käufern gefunden werden. Um nicht dem Rausch einer endenden Auktion zu verfallen, empfiehlt sich das Setzen eines persönlichen Limits.

Auf mögliche Schäden am Smartphone achten

Bevor Ihr Euch ein gebrauchtes Handy zulegt, schaut Euch das Gerät oder die Bilder davon genau an. Sind grobe Beschädigungen zu erkennen? Ist das Display oder das Gehäuse zerkratzt? Im Anschluss gilt es, die wichtigsten Funktionen zu testen. Beim Internetkauf müsst Ihr in diesem Punkt auf die Beschreibung des Verkäufers vertrauen. Zuletzt solltet Ihr immer auch das Zubehör auf Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit hin überprüfen. Besitzt das Gerät optische Mängel, kann dies mitunter den Preis drücken. Bei technischen Mängeln ist vom Kauf eher abzuraten.

Zusammenfassung

  • Mit dem Kauf eines gebrauchten Handys lässt sich viel Geld sparen
  • Beim Privatkauf sind die besten Schnäppchen möglich - allerdings ohne Gewährleistungsansprüche
  • Händler verlangen oft mehr Geld, bieten aber Garantieleistungen
  • Wenn Euch ein Modell gefällt, nehmt Euch Zeit für einen Preisvergleich
  • Setzt Euch ein persönliches Preislimit
  • Untersucht das Handy sowie das Zubehör auf mögliche Schäden
  • Bei optischen Mängeln ist eine Nachverhandlung des Preises möglich
  • Bei gravierenden technischen Mängeln solltet Ihr vom Kauf absehen

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