Große Irrtümer um die Smartphone-Akkulaufzeit

Große Irrtümer um die Smartphone-Akkulaufzeit
Große Irrtümer um die Smartphone-Akkulaufzeit(© 2014 CURVED)

Im Takt weniger Monate kommen immer neue Smartphones auf den Markt und gleichzeitig werden auch wieder und wieder neue Technologien und Features vorgestellt. In den allerseltensten Fällen preisen die Hersteller dabei Änderungen an der Akkutechnik an und werben höchstens einmal damit, dass sich die Laufzeit etwas erhöht hat. Dies dürfte auch der Grund sein, weswegen sich zur Smartphone-Akkulaufzeit Mythen wie der Memory-Effekt immer noch halten. Im Folgenden gibt es ein paar Tipps dazu, wie du mit aktuellen Smartphone-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis umgehen solltest und worauf du nicht mehr zu achten brauchst.

Kein Memory-Effekt mehr - vollständiges Entladen nicht vorteilhaft

Laut dem Memory-Effekt-Mythos verkürzt sich die Smartphone-Akkulaufzeit, wenn dieser vor dem Aufladen nicht erst vollständig entladen wird. Im Zeitalter von Batterien auf Lithium-Ionen-Basis ist dies allerdings nicht mehr ganz richtig. Die Lebensdauer moderner Akkus nimmt insgesamt während der Verwendung kaum ab und wird durch Tiefenentladung, die vermeintlich helfen soll, eher zusätzlich verkürzt. Aktuelle Smartphone-Akkus sollten daher nach Möglichkeit eher nicht bis zum letzten Rest Akkukapazität verwendet, sondern im besten Fall schon bei 30% wieder aufgeladen werden.

Ersatz-Akkus sollten bei längerer Lagerung nicht vollständig geladen sein

Wer einen Ersatz-Akku besitzt, der sollte sich Gedanken darüber machen, wie häufig er ihn verwendet und wo er ihn lagert. Generell sollte ein Akku nie besonders hohen oder extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein, da dies den Akku beschädigen kann. Auch der Ladezustand sollte entgegen dem weit verbreiteten Irrglauben bei längerer Lagerung nicht beim Maximum liegen. Das heißt, dass ein Akku, der über längere Zeit gelagert werden soll, am besten vorher auf etwa zwei Drittel der Restkapazität aufgeladen werden sollte. Ebenso empfiehlt es sich, lagernde Smartphone-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis spätestens nach einem halben Jahr zumindest wieder einmal auf diese Restkapazität aufzuladen, da nicht verwendete Akkus sich mit der Zeit langsam selbst entladen.

Länge des ersten Ladevorgangs spielt keine Rolle

Verbreitet ist auch die Meinung, dass ein Smartphone-Akku nach dem Kauf unbedingt erst einmal randvoll und womöglich noch über eine besonders lange Zeit aufgeladen werden sollte. Dieser Mythos ist ebenso falsch wie der des Memory-Effekts. Im Allgemeinen ist ein Lithium-Ionen-Akku am "gesündesten", wenn er zu etwa zwei Dritteln aufgeladen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den ersten Ladevorgang oder den hundertsten handelt. Ein vollständiges Aufladen des Akkus beschleunigt zwar den Alterungsprozess des Akkus, allerdings stellt dies kaum ein Problem dar, solange er nicht dauerhaft über das Netzteil auf dem maximalen Ladestand gehalten wird.

Zusammenfassung

  • Kein Memory-Effekt bei Smartphone-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis
  • Vollständiges Entladen nicht vorteilhaft
  • Ersatzakkus sollten bei längerer Lagerung nicht vollständig geladen sein
  • Länge des ersten Ladevorgangs spielt keine Rolle

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