Günstiges Smart Home: So vernetzt ihr euer Zuhause zum kleinen Preis

Mit dem Amazon Echo Plus könnt ihr einige WLAN-Steckdosen steuern
Mit dem Amazon Echo Plus könnt ihr einige WLAN-Steckdosen steuern(© 2017 CURVED)

Ein Smart Home macht euren Alltag deutlich komfortabler. Doch der Weg zur Hausautomatisierung ist vielfältig und teilweise sogar mit hohen Kosten verbunden. Das muss aber nicht sein. Denn wenn ihr euch auskennt und nicht allzu hohe Ansprüche habt, könnt ihr euer Zuhause bereits für wenig Geld zum Smart Home machen. Wir helfen euch dabei.

Geräte per WLAN-Steckdose aktivieren

In seiner einfachsten Form erlaubt es euch ein Smart Home, Geräte aus der Ferne ein- und auszuschalten. Das könnt ihr zum Beispiel über aufsetzbare Steckdosen erreichen. Diese steckt ihr zwischen das zu steuernde Gerät und die eigentliche Steckdose. Günstige Varianten erhaltet ihr bereits ab etwa zehn Euro. Allerdings lassen sich diese in der Regel nur über eine mitgelieferte Fernbedienung bedienen – und dementsprechend auch nur, wenn ihr euch in der Nähe beziehungsweise im gleichen Raum aufhaltet.

Daher empfiehlt es sich, ein wenig mehr Geld zu investieren und zu einer WLAN-Steckdose zu greifen. Eine solche erhaltet ihr für etwa 20 Euro. Genau wie die günstigeren Modelle ohne WLAN aktiviert und deaktiviert sie eure Geräte, indem sie Strom fließen lässt oder eben nicht. Ein- und ausschalten könnt ihr die WLAN-Steckdose allerdings über euer Smartphone oder Tablet – und zwar egal, wo ihr euch gerade aufhaltet. Zuhause erfolgt die Verbindung über euer heimisches WLAN, unterwegs nutzt ihr zusätzlich das Mobilfunknetz.

Damit sich euer Smartphone mit der WLAN-Steckdose versteht, müsst ihr in der Regel die Android-App des Anbieters herunterladen. Manche Modelle unterstützen außerdem Sprachassistenten wie Alexa und lassen sich daher zum Beispiel über smarte Lautsprecher wie den Amazon Echo steuern. Der teilweise vorhandene IFTTT-Support lässt euch die Hausautomatisierung noch weiter treiben: Über den webbasierten Dienst könnt ihr etwa festlegen, dass die WLAN-Steckdose abhängig von einem bestimmten Ereignis das Licht anschalten soll.

DECT-Steckdose als Alternative

Alternativ könnt ihr euch auch eine intelligente DECT-Steckdose für eure Hausautomatisierung zulegen. Ein Beispiel hierfür ist die AVM Fritz!DECT 200. Allerdings benötigt ihr dann auch einen kompatiblen Router mit DECT-Unterstützung. Erfüllt ihr diese Voraussetzung könnt ihr eure Geräte ähnlich wie bei der WLAN-Lösung über euer Smartphone, Tablet oder den PC steuern – auch, wenn ihr gerade außer Haus seid. Ihr könnt auch einen Zeitplan für die automatisierte Schaltung festlegen. Außerdem kann die AVM Fritz!DECT 200 den Stromverbrauch angeschlossener Geräte und die Umgebungstemperatur messen.

Günstige Alarmanlage mit Bewegungsmeldern

Euer Smart Home muss nicht innerhalb der eigenen vier Wände enden. Denn auch eine Alarmanlage kann Teil einer Hausautomatisierung sein. War eine solche früher mit hohen Kosten verbunden, sind Smart-Home-Alarmanlagen inzwischen auch schon für vergleichsweise wenig Geld erhältlich. Bereits für 150 bis 200 Euro erhaltet ihr ein vernünftiges Starterkit.

Solche Einsteigersets beinhalten beispielsweise eine Steuerzentrale, Tür- und Fenstersensoren mit Alarmfunktion sowie einen Bewegungsmelder. Außerdem könnt ihr Komponenten wie eine Überwachungskamera separat kaufen. Die Steuerzentrale verbindet ihr per Netzwerkkabel mit eurem Router. Die Steuerung erfolgt über eine Smartphone-App oder eine webbasierte Anwendung.

Günstige Smart-Home-Einsteigersets

Darüber hinaus gibt es auch Einsteigersets, die verschiedene Bereiche der Hausautomatisierung abdecken. Empfehlenswerte Kits dieser Art erhaltet ihr bereits für unter 250 Euro. Ein typischer Lieferumfang beinhaltet eine Steuerzentrale, Heizkörperthermostate, einen Wandschalter und eine intelligente Steckdose. Wie bei den Alarmanlagen steht es euch auch hier offen, das System mit separat erhältlichen Komponenten zu erweitern – zum Beispiel um einen Tür- und Fenstersensor oder einen Bewegungsmelder vom gleichen Anbieter.

Montage und Einrichtung sollten selbst für Laien einfach durchführbar sein. Welche Geräte ihr über das Smart-Home-Set steuert, bleibt weitgehend euch überlassen. Die einzelnen Komponenten lassen sich dabei verknüpfen – also etwa der Bewegungssensor mit der Steckdose oder ein Fenstersensor mit einem Thermostat. Wenn einer der Sensoren anspringt, reagieren die Steckdose beziehungsweise das Thermostat darauf.

Beachten solltet ihr allerdings, dass einige Smart-Home-Systeme oft nicht mit anderen kompatibel sind. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr später zusätzliche Komponenten kaufen wollt. Meist liegt das an den unterschiedlichen Funkstandards der System-Anbieter. Viele von ihnen stellen aber zumindest sicher, dass ihre Systeme mit gängigen Smart-Home-Gadgets funktioniert, die ihr über eine Bridge verbinden könnt.


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