Handy-Knigge: Die großen Dos and Don'ts

Euer Smartphone hat viel Geld gekostet, sieht klasse aus und kann eine Menge. Schon klar. Aber dennoch gibt es heutzutage auch Mitmenschen, die sich dafür überhaupt nicht interessieren und schnell genervt sind, wenn Euer Handy sich in ihren Lebensalltag drängt. Wir sagen Euch in unserem Handy-Knigge, wie Ihr den Unmut Eurer Mitmenschen gar nicht erst heraufbeschwört.

Verzichtet auf das Telefonieren an der Supermarktkasse

Vielleicht habt Ihr es selbst schon einmal erlebt: Auf dem Heimweg noch schnell eine Fertigpizza kaufen und dann ab aufs Sofa, aber an der Supermarktkasse ist Stau. Und das liegt nicht am langsamen Kassierer-Praktikanten. Die Frau an Position eins muss unbedingt ihre Abendplanung in der Schlange besprechen. Das dehnt den Bezahlvorgang auf die Länge von Koalitionsverhandlungen aus. Also: An der Kasse ist das Smartphone tabu.

Nicht jeder teilt Euren Musikgeschmack

Ja, die Lautsprecher Eures iPhones sind echt klasse. Aber es gibt tatsächlich Leute, die das nicht wissen und schon gar nicht hören wollen. Kindern in der U-Bahn oder im Bus lässt man die fehlende Selbstreflexion als Begründung dafür durchgehen, den gesamten ÖPNV mit ihrem Smartphone zu beschallen. Aber Ihr solltet einsehen, dass es viele Menschen gibt, die sich von lauter Musik oder Flappy Bird gestört fühlen. Deshalb: Kopfhörer auf und die Lautstärke runterdrehen.

Fragt, bevor Ihr jemanden mit dem Smartphone fotografiert!

Mit dem Smartphone hat man auch automatisch eine Kamera dabei. Das kann praktisch sein – oder nervig bis unhöflich. Vor allem beim Aufnehmen von Menschen solltet Ihr vorher fragen, ob diese überhaupt damit einverstanden sind. Betrunkene zu fotografieren oder Obdachlose beim Schlafen auf einer Bank ist nicht nur unhöflich, sondern auch menschenverachtend. Auf solche Bilder solltet ihr ganz verzichten. Auch das Filmen von Konzerten ist mindestens nervend. Es gibt es sogar Künstler, die ihre Auftritte unterbrechen, weil im Publikum die Smartphones in die Luft gehalten werden.

Zum Telefonieren anhalten ist höflich – und sicher

Auch in belebten Einkaufsstraßen gibt es Menschen, die nicht zum Bummeln da sind und wenig Zeit haben. Für sie ist es total nervig, wenn andere langsam vor ihnen gehen. Nicht selten spielt das Smartphone dabei eine Rolle. Durch das Telefonieren wird man automatisch langsamer, weil man sich auf das Gespräch konzentriert. Aber nicht nur das: Wissenschaftler der Ohio State University haben in einer Studie herausgefunden, dass Gehen während des Telefonierens auch gefährlich ist. Sie haben Verletzungsfälle aus 100 Krankenhäusern untersucht und festgestellt, dass sich die Zahl der Fußgänger, die sich verletzt haben, während sie telefonierten, über einen Zeitraum von sechs Jahren verdoppelt haben. Deshalb gilt: Zum Telefonieren am besten Anhalten und an die Seite stellen.

Zusammenfassung

  • An der Supermarktkasse muss es schnell gehen, lasst dort Euer Smartphone in der Tasche
  • In der Öffentlichkeit sollten die Lautsprecher gar nicht verwendet werden. Wozu gibt es Kopfhörer?
  • Andere Menschen einfach so zu fotografieren ist unhöflich. Vorher unbedingt um Erlaubnis fragen
  • Das Telefonieren lenkt ab – auch beim Gehen. Deshalb lieber abseits einer Menschenmenge ins Smartphone sprechen

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