Immer größere Spiele-Downloads: So schafft ihr Abhilfe

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Ob Konsole oder PC: Gigantische Downloads gehören zum Alltag.
Ob Konsole oder PC: Gigantische Downloads gehören zum Alltag.(© 2018 Shutterstock/rustam_shaimov)

In Zeiten hochmoderner Spiele für die Konsolen und den PC freut sich die geneigte Zockerschaft über üppige Optik, stundenlange Sprachausgabe und orchestralen Soundtrack aktueller Titel. Der Produktionsaufwand dieser Spiele birgt für den Nutzer allerdings auch spürbare Nachteile. Wir gehen der Sache auf den Grund und zeigen Lösungswege auf.

Viele Spieler, die heute vor der Playstation 4, einer Xbox One oder einem PC sitzen, erinnern sich voller Wehmut an längst vergangene Zeiten ohne Internet: Spiel einlegen, vielleicht eine kleine Installation abwarten und schon kann der Spaß losgehen. Das hat sich in den letzten Jahren gewaltig geändert. Klar, heute bieten große und aufwändige Spiele-Produktionen oft grandiose Schauwerte – die werden allerdings zu einem Problem. Denn beim Kauf eines Spiels, sei es nun in digitaler Form oder in der Verkaufsverpackung, erwarten den Spieler in fast allen Fällen riesige Downloads, die vor dem Spielstart aus dem Netz gezogen und auf die Platte geschaufelt werden müssen.

Der leidige Day 1-Patch

Aufgrund der hohen Geldbeträge, die eine Firma in den heutigen Zeiten für ein neues, modernes Spiel investieren muss, sind diese sogenannten "Triple-A-Produktionen", hausintern an bestimmte Termine gebunden. Wird ein Spiel zu diesem Zeitpunkt nicht fertig hat der Hersteller zwei Möglichkeiten. Im Idealfall wird das Spiel verschoben und dank einer dann umfänglicheren Qualitätssicherung mit deutlich weniger Fehlern (Bugs) an den Handel ausgeliefert. Das kann unter Umständen zu firmeninternen Querelen führen, da die zu erwartenden Einnahmen dann nicht mehr in das Quartal fallen, zu dem sie eigentlich gezählt werden sollten. Den Aktionären der Firma schmecken Verschiebungen großer und wichtiger Titel also überhaupt nicht. Viele Spiele-Hersteller wählen dann den Weg, bei dem der geringste Widerstand zu erwarten ist: Sie stellen ein nicht wirklich fertiges, aber dennoch "irgendwie" spielbares Produkt in den Handel, dass nicht nur mit einer riesigen Fehlerbehebungs-Datei aufwartet, die man sich herunterladen muss, sondern noch Monate nach dem eigentlichen Verkaufsstart mit zahlreichen Patches bedacht wird. Höchst ärgerlich für den Abnehmer, aber Spieler sind in der heutigen Zeit einiges gewohnt und lassen sich dahingehend so gut wie alles gefallen.

Kriechende Downloads

Also Spiel eingelegt und in den meisten Fällen wissen die Spieler schon, was ihnen blüht: Downloads in den Umfängen von fünf bis 20 Gigabyte sind absolut keine Seltenheit mehr. Das kann sogar soweit gehen, dass man sich zwar ein Spiel pünktlich zum Release gekauft hat, es dann aber erst am nächsten Tag in Ruhe spielen kann, weil der Download so unglaublich langsam vor sich geht. Seid ihr mit weniger als 16 Mbit unterwegs, kommt das Herunterladen der riesigen Datenmengen einer Geduldsprobe gleich. Auch mit 16 Mbit ist das Gekrieche der Download-Anzeige mehr oder weniger kaum mitanzusehen. Denn während der Download läuft, sind auch Filme per Streaming passé. Und auch andere Spiele, die über irgendeine Form der Internetanbindung verfügen, fallen flach, wenn der Download denn nun irgendwann mal fertig sein soll.

Einfach Abhilfe schaffen!

Es wird auf lange Sicht seitens der Spiele-Hersteller sicher keine Änderungen an diesem  leidigen Prozedere geben – was also könnt ihr tun? Zum einen empfiehlt es sich in jedem Fall, eure Konsole und/oder den PC per LAN-Kabel mit eurem Modem zu verbinden, da die Verbindung per WLAN zusätzlich Geschwindigkeit schluckt und eine kabellose Verbindung auch nicht die Stabilität bietet, die man sich für das Online-Spiel wünscht. Noch besser wird es, wenn ihr selbst massiv an der Speed-Schraube eurer Internetverbindung dreht: Ab einer Datenleitung mit 50 Mbit bewegt sich so gut wie jeder Dateidownload im absolut erträglichen Bereich. Noch besser seid ihr gewappnet, wenn ihr euch gar mit 200 oder 400 Mbit gegen die unsägliche Veröffentlichungspolitik der Spiele-Hersteller stemmt.


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