iOS 8: So klappt das Update auf iPhone, iPad und iPod

iOS 8 steht in den Startlöchern: Da heißt es nun, die iDevices startklar zu machen.
iOS 8 steht in den Startlöchern: Da heißt es nun, die iDevices startklar zu machen.(© 2014 CURVED Montage)

Am 17. September werden die Server von Apple glühen, an diesem Tage wird weltweit das große Update auf iOS 8 für alle iPhones, iPads und iPod touch verteilt. Zuvor solltet Ihr aber schon ein paar wichtige Schritte unternehmen, damit am iOS 8-Update-Tag kein Frust aufkommt.

Wie jedes Jahr zu dieser Zeit wird es auf den Apple-Servern und ganz besonders bei den iPhone-, iPad- und iPod-touch-Nutzern hektisch, denn es steht ein großer Versionssprung für das iOS-Betriebssystem an: Während iOS 7 im vergangenen Jahr sehr viele optische Veränderungen mit sich brachte, konzentriert sich Apple dieses Jahr mit iOS 8 verstärkt um neue Features. In unserem Liveticker zu iOS 8 und auch OS X 10.10 Yosemite sowie zahlreichen Videos auf unserem YouTube-Kanal haben wir euch schon die wesentlichen Neuerungen näher gebracht.

Update auf iOS 8: Welche Geräte werden unterstützt?

Seit der Vorstellung des ersten iPhones sind zahlreiche neue iPhone-, iPad- und iPod-Generationen erschienen. Natürlich kann ein modernes Betriebssystem nicht auf all diesen Geräten laufen. Besitzer folgender iDevices dürfen sich über ein Update auf iOS 8 freuen: iPhone 4S, iPhone 5, iPhone 5C, iPhone 5S, iPod touch (fünfte Generation), iPad 2, iPad mit Retina Display (3. Gen), iPad mit Retina Display (4. Gen), iPad Air, iPad mini und iPad mini mit Retina Display. Nach langer Zeit erhält auch Apples Set-Top-Box den großen Versionssprung, leider aber nur die dritte Generation von Apple TV.

Platz schaffen für iOS 8: Frühjahrsputz muss sein

Habt ihr eines der oben aufgezählten iDevices, dann solltet Ihr unbedingt nachschauen, ob genügend freier Speicherplatz vorhanden ist — letztes Jahr benötigte iOS 7 immerhin rund 750 Megabyte für eine Installation. Warum? Ganz einfach: Wenn man sein iDevice aktualisieren möchte, dann wird zuerst das Update-Paket auf das Gerät verschoben, entpackt und dann erst installiert. Dafür ist natürlich ausreichend Speicher vonnöten. Um sich den Frust zu eines misslungenen Firmware-Updates mangels Speicherplatz zu ersparen, lautet die Devise: Aufräumen und Raum schaffen. Unter Einstellungen | Allgemein | Info seht Ihr, wie viel freier Speicherplatz noch vorhanden ist. Auch wenn das iDevice per Kabel am PC oder Mac angeschlossen ist, könnt Ihr am, Rechner prüfen, wie viel freier Speicherplatz vorhanden ist.

Die Speicherkapazität kann auch auf einem Mac oder PC per iTunes nachgeschaut werden.(© 2014 CURVED Montage)

Sollten weniger als 750 Megabyte vorhanden sein, müsst Ihr wohl oder übel nicht mehr genutzte Apps, Dokumente, Bilder und Videos löschen. Ein paar Megabyte lassen sich auch durch das Löschen der Safari-Historie gewinnen. Hierzu geht Ihr in die Einstellungen | Safari und tippt ganz unten auf "Verlauf löschen" sowie "Cookies und Daten löschen".

Noch mehr Platz schaffen: Apps löschen

Das beste Rezept um Platz zu schaffen, ist immer noch alte oder selten genutzte Apps zu löschen. Einige Anwendungen werden unter iOS 8 möglicherweise ohnehin nicht mehr lauffähig sein oder durch neue Versionen ersetzt. Außerdem kann man alle Apps im App Store unter Updates | Einkäufe später auch erneut installieren. Um Apps zu löschen, haltet Ihr Euren Finger auf dem Home Screen auf ein beliebiges App-Symbol, bis die Icons wackeln. Danach wählt Ihr die zu löschende Anwendung und tippt auf das Kreuz-Symbol. Nun wird die Software entfernt und ihr habt wieder zusätzlichen Speicherplatz gewonnen.

Weg mit alten Apps: Die beste Methode, freie Speicherkapazität zu erhalten, ist alte und kaum mehr genutzte Apps zu löschen.(© 2014 CURVED Montage)

Aktuellste iOS-7-Version ist Pflicht

Nachdem nun ausreichend Platz auf dem iDevice geschaffen ist, sollte kontrolliert werden, ob auch die aktuellste iOS-7-Version installiert ist. Ob auf eurem iPhone, iPod touch oder iPad noch eine ältere iOS-Version arbeitet, lässt sich schnell herausfinden: Dazu entweder in den Einstellungen | Allgemein | Info nachschauen, ob unter "Version" auch "iOS 7.1.2" steht; oder einfach eine Softwareaktualisierung durchführen, bevor iOS 8 am 17. September 2014 freigegeben wird – steht ein Update an, dann sollte ihr dieses auch tunlichst installieren. Tipp: Grundsätzlich sollte man das Betriebssystem so aktuell wie möglich halten, da mit Updates auch sehr häufig Sicherheitslücken gestopft werden.

Backup, Backup und immer wieder Backup

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Auch wenn bei Apple die Geräte und Software aus einer Hand kommen und dadurch der Aktualisierungsprozess meist zuverlässig abläuft, sollte von Zeit zu Zeit ein Backup angelegt werden. Am besten ist es auch, die Sicherungskopie lokal auf dem Rechner abzulegen. Zwar kann man auch ein Backup in der iCloud sichern, aber es kommt schon vor, dass Ihr eine Sicherung gerade mal dann braucht, wenn kein Internetzugang vorhanden oder dieser einfach zu langsam ist. Nehmt Euch die Zeit und macht mit iTunes ein vollständiges Backup. So seid ihr für den Ernstfall gut gerüstet.

Um ein solches zu erstellen, verbindet Ihr einfach Computer und iPhone, iPod touch oder iPad per Kabel miteinander. Dann müsst Ihr, wenn es nicht automatisch geschieht, iTunes starten und oben rechts das zu sichernde iDevice auswählen. Jetzt nur noch das Backup erstellen und schon ist auch dieser Teil erledigt. Um die Sicherungsdatei klein zu halten, können die iTunes-Einkäufe wie Apps, Musik oder auch Filme ausgespart werden. Diese lassen sich wie erwähnt auch im Nachhinein über die Einkäufe in den jeweiligen Stores wieder aufspielen.

Vor dem iOS-8-Update: Akku laden

Ohne ausreichend Strom läuft das Update auf iOS 8 nicht, also gilt wie bei allen Firmware-Updates: Ladet iPhone, iPod touch oder iPad vorher auf! Im Normalfall verweigert das System eine Aktualisierung, wenn der Akku nicht zumindest ausreichend Power für das Prozedere hat. Aber sicher ist sicher: Ladet den Akku vollständig auf und hängt das geliebte Gerät während des ganzen Updates an eine Stromquelle. So verringert ihr das Risiko, dass das iDevice aufgrund eines schwächelnden Akkus plötzlich abstürzt und es dabei zu Datenverlust und gar einem Geräte-Defekt kommt.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus haben keine Update-Sorgen, da diese schon mit iOS 8 ausgeliefert werden.(© 2014 Apple)

Wenn Ihr all unsere Tipps befolgt, dann sollte mit dem Update auf iOS 8 am 17. September 2014 alles einwandfrei klappen. Der leichteste, aber auch teuerste Weg ist natürlich sich ab dem 19. September ein iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 5s oder eines der iPads oder einen iPod touch zu kaufen. Ab dann sollten alle brandneuen Geräte auch mit iOS 8 ausgeliefert werden.


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