iPhone aus den USA kaufen: Was gilt es zu beachten?

Versandkosten aus den USA können sehr hoch ausfallen.
Versandkosten aus den USA können sehr hoch ausfallen.(© 2011 CC: Flickr/André-Pierre)

Die günstigeren Preise in Übersee für das iPhone, das iPad und andere Produkte regen viele Deutschen zum Nachdenken an: Warum das Wunsch-Smartphone nicht einfach in den USA kaufen? Es stimmt zwar – der reine Kaufpreis ist im Direktvergleich meist günstiger hierzulande. Allerdings fallen noch weitere Kosten an. Wer da nicht aufpasst, bereutet die Kaufentscheidung im Nachhinein, nicht nur aus finanzieller Sicht.

Versteckte Kosten beachten: Zoll und Versand

Auch wenn die Kosten für ein iPhone auf den ersten Blick in den USA geringer erscheinen als hierzulande – zu dem Anschaffungspreis kommen in der Regel noch Versandkosten und Zollgebühren hinzu. Gerade bei Lieferungen aus den USA können diese sehr hoch ausfallen, wodurch die Gesamtkosten steigen und weitaus weniger gespart wird als bei einem Kauf innerhalb der EU. Informiert Euch deshalb vor dem Kauf, welche zusätzlichen Kosten anfallen könnten, um eine böse Überraschung bei der Abrechnung zu vermeiden – auch bei einem technischen Gerät wie bei einem iPhone fallen da schnell 40 Euro und mehr an.

Auf der Internetseite des Zolls erhaltet Ihr Informationen zu den Zollgebühren bei Warensendungen aus den USA. Liegt der Warenpreis zwischen 22 und 150 Euro, müssen keine Abgaben an den Zoll entrichtet werden – allerdings fällt eine Einfuhrumsatzsteuer im Höhe von 19 Prozent an, bei Büchern oder Lebensmitteln sind es 7 Prozent. Die Zollgebühren schwanken deutlich und hängen von dem Warenwert und der Leistung der Behörde ab.

Auf Echtheit und Ausstattung achten

Wenn die Preise für Technikartikel wie dem iPhone deutlich unter dem hiesigen Verkaufspreis liegen, könnte es sich auch um Fälschungen handelt. Achtet deshalb wie bei jedem Online-Kauf darauf, wie vertrauenswürdig der Verkäufer erscheint. Anhand der Bewertungen und des Impressums einer Herstellerseite kann die Vertrauenswürdigkeit häufig geprüft werden. Eine CE-Kennzeichnung kann zudem bezeugen, dass EU-Normen eingehalten werden.

Ein weiteres Problem bei Bestellungen in den USA ist die unterschiedliche Spannung: Prüft deshalb vor dem Kauf, ob der Netzstecker des Artikels für die deutsche Netzspannung von 230 Volt geeignet ist.

Über Garantiebestimmungen informieren

Innerhalb der EU können Waren aufgrund des Widerrufsrechts innerhalb von einer Woche zurückgegeben werden – auch ohne Angabe von Gründen. Wenn ein Artikel fehlerhaft ist oder die Ware nicht den Angaben des Verkäufers entspricht, lassen sich Gewährleistungsrechte in Anspruch nehmen, nach denen bis zu zwei Jahre das Recht auf Reparatur oder Umtausch besteht.

Für Waren, die von außerhalb der EU eingeführt werden, gelten diese Rechte nicht. Grundsätzlich gelten die Bestimmungen des Landes, in dem der Verkäufer seinen Sitz hat. Wenn also in den USA ein iPhone bestellt wird, gilt US-amerikanisches Recht. Auch hier ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf über mögliche Rechte zum Umtausch zu informieren. Beachtet dabei, dass für eine eventuelle Rücksendung erneut zusätzliche Kosten entstehen können.

Zusammenfassung

  • Bei Bestellungen im Ausland können Schnäppchen gemacht werden – allerdings gilt es zu beachten, dass Einfuhrumsatzsteuer, Zollgebühren und Versandkosten zu dem Einkaufspreis hinzukommen können
  • Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob der Anbieter seriös ist und welche Funktionen das Gerät bietet
  • Bei elektronischen Geräten sollte auf die Kompatibilität mit der deutschen Netzsspannung geachtet werden
  • Wichtig ist außerdem, sich über die Garantiebestimmungen zu informieren – im Zweifel gilt das Recht des Landes, in dem der Verkäufer seinen Sitz hat

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